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Camp 14: Total Control Zone

 (77)
7,41 Std. 41 Min.201312
Camp 14 ist Nordkoreas größtes Straflager mit 40.000 Gefangenen. Keiner wird aus diesem Todeslager jemals entlassen. Dem 22-jährigen Shin ist durch Zufall und mit viel Glück die Flucht gelungen. Bis zu seinem 20. Lebensjahr wusste er nicht, dass es ein Leben außerhalb des Lagers gibt, denn Shin wurde im Camp 14 geboren.
Regie
Marc Wiese
Hauptdarsteller
Shin Dong-HyukOh YangnamHyuk Kwon
Genre
Dokumentation
Untertitel
Keine verfügbar
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Nebendarsteller
August Diehl
Produzenten
Axel Engstfeld
Studio
Engstfeld Filmproduktion, ARTE, Bayerischer Rundfunk (BR)
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

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Rezensionen

4,6 von 5 Sternen

77 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 76% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 14% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 3% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 5% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 2% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Klein EgonAm 23. August 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ich bin entsetzt
Verifizierter Kauf
Die eigene Mutter an den Galgen geliefert... Und er vermisst sein unschuldiges Herz im Lager!
2 Folterer und Mörder sitzen da mit Schlips und Kragen und erzählen ungerührt von ihren Schandtaten ohne eine Miene zu verziehen. Sind denn das noch menschliche Wesen? Ohne jegliche Empathie.
Als Nachgeborener eines Tätervolkes kann ich kaum fassen, das so etwas heute noch möglich ist, und doch ist es wohl so
Mr.Am 8. Juni 2020 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Es ist schwer moralisch zu bewerten...
Verifizierter Kauf
...was ich in der Dokumentation "Camp 14" gesehen habe.

ACHTUNG SPOILER !

Auch wenn ich Mitleid für Shin empfinde, er wahrscheinlich stark traumatisiert ist , eine furchtbare Kindheit und Jugend erlebt hat, so bleibt er doch jemand der aus Egoismus und Eifersucht heraus seine Mutter und seinen Bruder verraten hat, wohl wissend das sie der Tod erwartet. Das er im Camp aufgewachsen ist, eine Gehirnwäsche erhalten hat und kaum Recht von Unrecht unterscheiden konnte, leuchtet ein, allerdings sagte er selbst das er wütend darüber war das seine Mutter Essen für seinen Bruder aufgehoben hat. Ob das erlebte Grauen das entschuldigt vermag ich nicht zu sagen.

Der Lehrer hat das Mädchen für 5 Körner Weizen ermordet, Shin verrät zwei enge Familienangehörige für eine kleine Portion Reis.
In der Doku bemitleidet er sich selbst und fragt weshalb er all die Narben und die krummen Arme hat, womit er das verdient hätte. Warum hatte er wohl all diese Wunden... weil er indirekt für den Tod des Bruders und der Mutter verantwortlich war. Man hätte ihn vielleicht nicht gefoltert, wenn er sie nicht verraten hätte. Vielleicht wäre es niemals heraus gekommen, vielleicht wären sie alle hingerichtet worden. Eine schwierige moralische Frage...
Sein Egoismus zieht sich wie ein roter Faden durch seine Erzählungen. Es geht nicht um das Leid des Vaters, der Mutter, des Bruders der nur das getan hatte was er auch tat. Es geht nur um ihn und seinen Willen etwas zu essen.
Dafür geht er bis zum Schluss über Leichen. Hat er sich überhaupt vergewissert das sein Freund tot war? Wenigstens hat er bedauert das er auf der Flucht umgekommen ist. Über seinen Vater hat er leider kein Wort mehr verloren, war vielleicht auch nicht so wichtig...

Eigentlich widern mich alle Menschen an die dort gezeigt wurden. Warum dürfen 2 Mörder ungestraft davon kommen? Warum werden die 2 Wärter nicht für ihre Taten zur Verantwortung gezogen? Beide geben im Interview mehrere Morde zu. Bleibt das ungestraft? Darf man Schwangere ermorden weil man sich eines unbequemen Kindes entledigen möchte?
Warum dürfen diese Leute ein Leben in Freiheit leben?
Warum ist das nicht weiter wichtig? Hier werden Menschen mit 90 Jahren verfolgt weil sie in einem KZ Wärter waren, dort spielen Grausamkeiten keine Rolle? Die Welt sieht nur zu und zuckt mit den Schultern?

Wie hier schon genannt wurde haben mich diese selbstgerechten, lauten linken Aktivisten ebenfalls angewidert. Jeder feiert sich selbst. Passt zu unserem armseligen Zeitgeist und zeigt das es diesen Aktivisten auch nur um sich geht und um niemand anderen.

Interessant fand ich Shins Schlusswort.
In Camp 14 begeht kaum jemand Selbstmord. Obwohl die Lage sehr verzweifelt ist siegt der Überlebenswille. Unsere Überfluss- und Leistungsgesellschaft hingegen bringt sich um, weil das Leben nicht mehr lebenswert erscheint. Darüber sollte jeder einmal nachdenken...
5 Personen fanden das hilfreich
Martin OstermannAm 23. September 2013 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
„Ich vermisse mein unschuldiges Herz“
Verifizierter Kauf
Shin Dong-hyuk wurde in einem nordkoreanischen Lager für politische Gefangene als Sohn von Insaßen geboren. Sein Vater und seine Mutter hatten sich erst im Lager kennen gelernt. Seine erste Erinnerung ist eine öffentliche Hinrichtung, da war er gerade vier Jahre alt. Er wird zwar in einer Lagerschule unterrichtet, muss aber auch regelmäßig schwer körperlich arbeiten. Es gibt immer das Gleiche zu essen: Mais, Kohl, Reis, niemals Fleisch. Die Ratten, die auf dem Lagergelände gefangen werden, dienen als willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Natürlich ist es verboten, diese zu fangen und zu essen. Eigentlich ist so gut wie alles verboten und es wird auch fast alles mit dem Tode bestraft, daher finden regelmäßig Erschießungen statt, bei denen alle Gefangenen anwesend sein müssen. In den Wohnhäusern gibt es keine Möbel, Shin ist gewohnt, auf dem Betonfußboden zu schlafen. Im Winter tut er das, indem er fast alle verfügbare Kleidung übereinander trägt, um die Kälte zu ertragen. Als Shins Bruder aus der Zementfabrik flieht und zur Mutter kommt, beschließen beide aus dem Lager zu fliehen. Shin hat gelernt, dass dies verboten ist und hat Angst für die Flucht von Mutter und Bruder bestraft zu werden. Er geht zum Lehrer und berichtet diesem von den Fluchtplänen. Am nächsten Tag wird Shin verhaftet, wird in das Lagergefängnis gebracht. Er wird immer wieder verhört, geschlagen und mit Feuer gefoltert. Nur durch die Pflege eines älteren Mithäftlings kann er schließlich überleben, aber das grausamste Erlebnis steht seinem jungen Leben noch bevor.

"Camp 14" ist ein Dokumentarfilm, der mit kargen Interviewszenen und einfach animierten Spielfilmszenen versucht, das Unsagbare greifbar zu machen. Shin Dong-hyuk konnte 2005 der Hölle des Lagers entfliehen und gelangte über China nach Südkorea. Er lebt nun in Seoul und reist für eine amerikanische Menschenrechtsorganisation aus Seattle um die Welt und erzählt aus seinem Leben. Nichts anderes tut er auch für den Dokumentarfilmer Marc Wiese, der bereits mit "Kanun - Blut für die Ehre" und "Warkids - Jung sein in Palästina" international viel beachtete Dokumentationen zum Thema Gewalt und Unterdrückung gedreht hat. Shin strengt es sichtbar an, die Erinnerungen wieder hervorzurufen, mehrmals muss er unterbrechen oder bittet darum, später weiter zu drehen. Die gezeichneten Spielfilmsequenzen, die die Erinnerungen zwischenzeitlich illustrieren, sind der Versuch, die Erzählung in das Medium des Bildes umzusetzen. Zudem erzählt Shin fast ohne sichtbare Emotionen und im immer gleichen Tonfall.
Zusätzlich werden noch zwei Täter interviewt: ein Leiter eines anderen Camps und ein ehemaliger Offizier der Geheimpolizei, die ebenfalls nach Südkorea geflohen sind. Beide machen keinen Hehl aus ihren Verbrechen. Sie erzählen von der Macht, dass sie jederzeit, ohne Folgen befürchten zu müssen Gefangene töten konnten. So wurden Frauen, mit denen Wärter geschlafen hatten und die dann schwanger wurden, meistens getötet, um die verbotene Annäherung zu vertuschen. Sie berichten von den Foltermethoden und von der seltsamen Tatsache, dass gerade an diesem Ort, wo der Tod erträglicher scheint als das Leben, die Menschen besonders starken Lebenswillen zeigten.

Der Regisseur Marc Wiese erzählt in einem aufschlussreichen Interview, das in den Extras der DVD enthalten ist, von den Schwierigkeiten, sowohl Shin Dong-hyuk als auch den ehemaligen Lagerkommandanten und den Offizier der Geheimpolizei zum Reden zu bewegen. Insbesondere Shin war kaum in der Lage, länger als 20 oder 30 Minuten zu erzählen. An einem entscheidenden Punkt der Geschichte war die emotionale Belastung so groß, dass er einfach für mehrere Tage verschwand und das ganze Projekt zu scheitern drohte. Der Offizier sagt, er habe nie von seine Taten erzählen wollen und dieses Interview sei nun auch das letzte Mal, dass er berichte.

Am Ende des Films sagt Shin Dong-hyuk, er möchte irgendwann wieder nach Nordkorea zurück, an den Ort, wo das Lager ist. Dort sei er geboren, das sei seine Heimat. Er hätte damals auch nicht fliehen wollen, weil er die Freiheit suchte, denn er habe ja gar nicht gewusst, was das sein soll: Freiheit. Er sei geflohen, weil er einmal zuvor Hühnerflesich gekostet habe und von da an nur noch den Wunsch hatte, irgendwann einmal so viel Hühnerfleisch zu essen, bis er satt sei. „Am meisten vermisse ich mein unschuldiges Herz“, sagt er dann noch zum Schluss. Er sei im Lager völlig unschuldig gewesen, dies hätte er aber nun für immer verloren, seitdem er weiß, dass es auch eine ganz andere Welt als das Lager gibt.

Ein aufwühlendes und anstrengendes Filmerlebnis, dass den Betrachter lange nicht mehr loslässt und viel Aufmerksamkeit verlangt. Sehr sehenswert!
30 Personen fanden das hilfreich
Amazon KundeAm 6. Juni 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Super
Verifizierter Kauf
Bericht aus einem Überlebenden des Camp 14 in Nord Korea, sehr gut!
LeseratteAm 12. April 2015 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
ergreifende Doku über das Leben in einem Arbeitslager in Nordkorea
Verifizierter Kauf
Shin Dong-Hyuk wird am 19. November 1983 als Kind zweier Häftlinge in dem Nordkoreanischen Umerziehungslager Camp 14 geboren.

Der Film erzählt aus Sicht eines Häftlings (Shin), aber auch auch mehrere Wärter erzählen aus der Zeit im Camp. Szenen aus dem Camp werden als Animation dargestellt.

Ich habe mich nur gefragt, wenn westliche Länder Krieg führen wegen Ressourcen....Wieso dann nicht, wenn gravierende Verstöße gegen die Menschenrechte vorliegen....Unterlassene Hilfeleistung ist in Deutschland eine Straftat. Wieso gilt das nicht global??
Stimmt USA hat ja selber solche Camps in Guantanamo...

Durch die Doku kriegt man Einblicke in einem Leben, dass für Menschen in Wohlstand unvorstellbar erscheint. Wenn der Zuschauer ein wenig Einfühlungsvermögen hat, so ist dieser nachdem Film traumatisiert. Mich hat der Film, deshalb stark berührt. Diese Film ist auch wichtig, um ein politisches Bewusstsein zu schaffen, gegen ein solche Vergehen an die Menschlichkeit.

Achtung Spoiler-Alarm:

Shin wurde im Lager geboren, d.h. er hatte bis zu seiner Flucht keine Vorstellung gehabt wie es sein muss:
- sich satt zu essen
- selbstbestimmt zu Leben
- Freunde zu haben
- menschliche Zuwendung zu erhalten
- was ist Geld ist
- ein Leben ohne willkürliche Gewalt/ Folter zu führen

Die Häftlinge bekamen 365 Tage im Jahr die gleiche Mahlzeit und wenn es die Wärter so wollten, teilweise nur eine Löffel große Portion. Das Gefühl satt zu sein, war Ihnen großteils unbekannt. Erschütternd zu sehen, wie Sie eine Ratte zerlegten (anzünden um die Haare zu entfernen), um diese zu verspeisen als wäre thanks giving. Bei seinem Ausbruch bereut er, das er seinem Vater nicht zugelächelt hat. Der Vater der vom Ausbruch von seinem Sohn nichts wusste, wird sicherlich nach den Regeln des Camps gefoltert werden, erzählt Shen wehemütig.

Die Häftlinge wurden gezwungen sich gegenseitig anzuzeigen, sobald irg. Gedanken (z.B. Fluchtversuche) kommuniziert wurden. Denn ein Nicht-Anzeigen bedeutet auch Folter, sobald ein Zimmernachbar trotzdem geflohen ist!!!
Wie muss es sein, wenn ein Sohn seine eigene Mutter und Bruder bei den Wärtern verpfeift....Und dann in der ersten Reihe stehen muss, um mit anzusehen wie die Wärter, die Mutter und den Bruder erschießen.

Die Wärter missbrauchen die weiblichen Häftlinge, wenn Sie Lust dazu hatten. Wurden die Frauen schwanger, wurden diese ausgepeitscht und außerhalb im Wald von den Wärtern erschossen. Was passiert mit Menschen, denen man Macht gibt...Falls ein Häftling stirbt hat nie einer nachgefragt. Im Gegenteil fürs erschießen gab es eine Belohnung (Fleisch und zwei Flaschen Bier)

In was für eine Welt leben wir, wenn er nachdem Ausbruch nach Südkorea das Gefühl hat wieder ins Camp zurück zugehen. Das Leben in der neuen Welt scheint auf den ersten Blick das Paradies zu sein....Warum gibt es dann in Südkorea mehr Suizide als im Camp und warum dreht sich alles ums Geld... Im Camp leiden Menschen wegen Hunger/Gewalt in der Freiheit dreht sich alles um das Geld, sinniert Shen.

Man wünscht Shin alles Gute für die Zukunft, nachdem er diesen Horror erlebt hat. Den Zuschauer wird schnell klar, dass das Trauma so groß ist das ein neues Leben nur schwer möglich ist...Vor allem muss es für Shin sehr sein, über sein leidvolles Leben zu erzählen. Dafür sehr bewundernswert, dass er an der Doku teilgeneommen hat und den Häftlingen eine Stimme gibt.
3 Personen fanden das hilfreich
ZTW-WTZAm 11. Januar 2020 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Extrem harte Kost
Verifizierter Kauf
Ganz konnte ich den Film gar nicht sehen, da ich ihn nicht vollends ertragen habe. Die Grundzüge der Story waren mir durch andere Berichte bekannt, was es aber nicht weniger surreal macht. Ich dachte die ganze Zeit nur, dass das Gesehene gar nicht wahr sein könne. So vieles ist auf mehreren Ebenen erschütternd.

So spricht der Protagonist davon, dass er nicht mit der freien Welt klar kommen würde, weil dort alle nur dem Geld hinterher rennen würden. Ich kann ihn diesbezüglich nur allzu gut verstehen. Da ist ein Mensch, der in einer Umgebung gelebt hat, in der es keinerlei Menschenrechte gibt. Die sprichwörtliche Hölle auf Erden. Und dann kann er sich befreien und muss sehen, dass die freien Menschen nichts anderes mit ihrer Freiheit anfangen als unnützem Konsum hinterher zu rennen. Was für ein Kontrast. Von der Endzeit der Menschlichkeit hinein in die völlige Degeneration der Nimmersatten. (In einer anderen Szene wird der arme Kerl mit Aktivisten konfrontiert, die Menschen wie ihm anscheinend helfen wollen, aber komischerweise eine ziemliche Party aus dem Unterfangen machen und dementsprechend zumindest den Eindruck erwecken, als sei ihnen das Happening wichtiger als ihr humanistisches Anliegen.)

Mir selbst scheint der kapitalistische Irrsinn das kleinere Übel als der kommunistische zu sein. Ich kann jedoch nicht abschätzen, inwiefern dabei meine Sozialisierung eine Rolle spielt.

Letzten Endes bleibt mir besonders ein Zitat einer Schweizer Philosophin im Gedächtnis, an deren Name ich mich leider nicht mehr erinnere: "Letzten Endes ist eines ganz klar: Unterm Strich ist der Mensch eine unerfreuliche Begebenheit."

Etwas Trost finde ich in dem Gedanken, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist wenn der Mensch aussterben sollte. Das er, zumindest in seiner Breite, besonders viel aus seinem Möglichkeiten machen würde, kann man ja nicht gerade behaupten. Ob es nun die Nordkoreanische Hölle, oder die sinnentleerte westliche Lebensweise ist.
8 Personen fanden das hilfreich
G., A.Am 1. Juni 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Erschütternd und absolut sehenswert
Verifizierter Kauf
Ein Film der sehr nachdenklich macht und tief bewegt. Gerade weil die Geschehnisse fast nüchtern erzählt werden. Vielleicht wäre es anders ohnehin nicht zu ertragen. Weder für die Beteiligten noch für die Zuschauer. Was das schlimmste daran ist? Zum einen sicher die Wärter, die abscheuliches getan haben und trotzdem wirken wie jemand von nebenan. Nein - man sieht es den meisten Menschen nicht an was in ihnen steckt. Das wird hier sehr deutlich. Dass aber ein Geflüchteter, Gefolterter eine Sehnsucht nach dem Ort hat an dem ihm all dies angetan wurde weil es Heimat ist und das Leben dort einfacher war, das ist das schockierendste. Dies ist ein Film über Nordkorea. Genausogut könnte es ein Film über China und die Uiguren sein. Wir mischen uns zuwenig ein. Immer noch. Weil wirtschaftliche Interessen über humanitären Interessen stehen. Vielleicht leistet der Film einen Beitrag dass es anders wird. Wir brauchen wohl ein Gesicht um etwas dermassen unvorstellbares zu begreifen. Ansehen und weiterempfehlen!
Sebastian NissenAm 4. Juli 2015 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Beeindruckende und informative Geschichte, wenn auch leider nicht mehr so wahr wie erzählt.
Verifizierter Kauf
Als ich von der Geschichte des Shin Dong-hyuk hörte war ich wirklich erschüttert. Ich habe das Buch von seiner Flucht gelesen und bekam so tiefe Einblicke in die Geschichte eines Mannes, der unglaublich viel durchgemacht hat, es aber garnicht anders kannte und quasi irgendwie damit zu leben wusste. Dann dennoch den Entschluss zu fassen zu fliehen und dabei enorme Risiken auf sich zu nehmen, mit allem was dazugehört, hat mich schon ziemlich berührt und neugierig gemacht. Ich wollte mehr über das Lagerleben wissen, auch in bewegten Bildern weswegen ich mir die DVD dazu holte. Leider habe ich in der Zwischenzeit erfahren das Shin Dong-Hyuk weder die ganze Zeit noch zu den genannten Zeitpunkten die Qualen und Wege durchgemacht hat von dem er bisher erzählt hat. So verbrachte er einige Zeit im nahegelegenden Lager Nr.18, hatte bereits vorher ein paar Ausbruchsversuche hinter sich und erlebte einiges anders und zu einem anderen Zeitpunkt. Deswegen gibt es von mir auch nur 3 Sterne. Positiv ist aber dennoch hervorzuheben wie beeindruckend die Bilder sind. Denn obwohl Shin Dong-hyuk nicht voll die Wahrheit erzählte, so kann man dennoch davon ausgehen bzw. sehr stark vermuten dass eine gewisse bis starke Authentizität vorliegt was den Einblick ins Lagerleben und seine Regeln betrifft sowie was da sonst so passiert bzw. passieren kann. Auch wenn wie gesagt einiges anders passierte als er in dieser Dokumentation schilderte, ändert das nichts daran das er dennoch einiges in den Lagern durchgemacht hat. Er begründet dies damit, das er es nicht exakt erzählen wollte um sich weniger bis garnichts an diese schlimme Zeit erinnern zu müssen bzw. diese Momente erneut zu durchleben. Und er ginge davon aus das die Angabe von Orten, Plätzen usw. nicht so wichtig gewesen sei. Dadurch ist er in gewisserweise auch angreifbar geworden und man kann wohl daher nicht mehr zu 100% sicher sein was nun wirklich los ist/war, aber im wesentlichen kann man davon ausgehen das viele in der Doku beschriebenen Inhalte durchaus authentisch und nachvollziehbar bzw. wahrheitsgemäß sind, besonders was die Lagerpraktiken angeht. Es gab auch schon andere Berichte von Flüchtlingen die ähnliches zu berichten wussten. Deswegen bedaure bzw. bereue ich den Kauf letztlich nicht.

Ansonsten: Eine Dokumentation die gut aufgezogen ist und eine gute Mischung aus bewegten Bildern (auch ohne Kommentare), Interviews und anderen Einspielern ist. Die persönliche Biografie stimmt zwar leider nicht mehr so genau, aber wer einen gewissen Eindruck von den Härten dieser menschenverachtenden Praktiken nordkoreanischer Gulags haben will, der macht mit dieser Doku nicht allzu viel verkehrt. Kann man also in der Hinsicht recht unbesorgt kaufen.
7 Personen fanden das hilfreich
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