Captain Fantastic - Einmal Wildnis und zurück

 (4.061)
7,81 Std. 59 Min.2016X-Ray12
Der hochgebildete Ben lebt aus Überzeugung mit seinen sechs Kindern in der Einsamkeit der Berge im Nordwesten Amerikas. Er unterrichtet sie selbst und bringt ihnen nicht nur ein überdurchschnittliches Wissen bei, sondern auch wie man jagt und in der Wildnis überlebt. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen mitsamt der Sprösslinge seine selbst geschaffene Aussteigeridylle zu verlassen...
Regie
Matt Ross
Hauptdarsteller
Viggo MortensenGeorge MackayAnnalise Basso
Genre
KomödienDrama
Untertitel
Deutsch
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
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Nebendarsteller
Samantha IslerNicholas HamiltonShree CrooksCharlie ShotwellFrank LangellaSteve ZahnKathryn Hahn
Produzenten
Lynette HowellJamie PatricofShivani Rawat
Studio
Electric City Entertainment; ShivHans Pictures
Hinweis zum Inhalt
NacktheitGewaltangsteinflößende SzenenAlkoholkonsumRauchenSchimpfwörtersexuelle Inhalte
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,5 von 5 Sternen

4061 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 69% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 17% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 9% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 2% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 2% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Amazon CustomerAm 1. Mai 2018 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Toller Abenteuerfilm mit kritischem Blick auf westliche Erziehung und Bildung
Verifizierter Kauf
Vorab: Der Film ist so schrullig und abgedreht, dass man ihn wohl entweder lieben oder gänzlich ablehnen muss.

Viggo Mortensen zeigt eine hervorragende Performance und auch der restliche Cast weiß zu überzeugen. Der Antrieb zum Film lag laut Aussage des Regisseurs darin, dass er selbst Vater wurde und sich überlegte, wie er sein Kind erziehen würde. Er kam dabei auf die Idee einer vollständigen Alternativerziehung: Der Vater, gespielt von Viggo Mortensen, lebt mit seinen Kindern und seiner Frau in der Wildnis, wo die Kinder von den Eltern physisch wie geistig ausgebildet werden, ohne eine Schule zu besuchen. Die Ergebnisse sind verblüffend: Die Kinder verfügen über tiefgehende Kenntnisse in einer Vielzahl unterschiedlicher Fachgebiete und zeigen einen hohen Grad an Reflexionsfähigkeit, allerdings mangelt es ihnen an diversen sozialen Fähigkeiten im Umgang mit "Normalos". Dieses alternative Erziehungskonzept wird also nicht blind verherrlicht, sondern durchaus von mehreren Seiten und somit auch kritisch beleuchtet.

Da ich den westlichen Schulsystemen sehr kritisch gegenüberstehe, fand ich das Konzept des Films mit seiner inhärenten Bildungskritik sehr sehenswert und auch interessant. Die Figuren sind Sonderlinge und wirken doch realistisch gezeichnet. Ich habe auch für fast alle Sympathien entwickelt – selbst für die Antagonisten des Films, hauptsächlich der Schwiegervater von Viggo Mortensens Figur, der dessen Erziehung vehement bekämpft –, weil keiner einseitig gezeichnet, sondern immer aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird und man menschlich nachvollziehbare Erklärungen für die Handlungen der Figuren erhält. Letztlich also für mich ein sehr feinsinniger und unheimlich sehenswerter Film!
45 Personen fanden das hilfreich
TobiasAm 8. März 2021 in Deutschland rezensiert
1.0 von 5 Sternen
Ich lasse mich nicht für dumm verkaufen
Verifizierter Kauf
Ich musste den Film nach einer halben Stunde ausmachen. Nämlich in der Szene, als es um Sprachen geht und jedes Familienmitglied sämtliche Sprachen beherrscht.
Bis dahin sind mir schon einige Szenen auf meine Logiknerven gegangen.
Z.B. Die ganze Familie trainiert an einer steilen Felswand in extremer Höhe das Klettern und der Vater giftet den kleinen Jungen an, dass er abgerutscht ist und sich die Hand verletzt hat. Wohlbemerkt: Jeder - auch ein Kleinkind - hat sein eigenes Seil! So ein Unfug.
Oder: Die Familie fährt einen großen Bus. Der frisst ungemein viel Sprit. Da der Vater nicht arbeiten geht, fragt man sich, woher sie das Geld nehmen. An der Tankstelle wird das versucht zu erklären: nämlich sie basteln kleine Vogelhäuser, die der Tankwart für sie verkauft. Dass ich nicht lache...
Oder: Sie werden von einem Polizisten angehalten, dem die Familie komisch vorkommt. Was passiert? Die Kinder kreisen den Polizisten ein und singen bedrohlich. Der Polizist bekommt es mit der Angst zu tun und sucht das Weite. NIEMALS!!!
Und da habe ich noch nicht mal die fragwürdigen Erziehungsmethoden des Vaters angeschnitten.
Der Film hat zudem eine dermaßen esoterische Message, dass ich ausschalten musste.
10 Personen fanden das hilfreich
DanielAm 19. August 2017 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Saustarker Film, aber ....
Verifizierter Kauf
... ich werde nie verstehen, wie der deutsche Verleih so ein Meisterwerk mit einem so unmöglichen Untertitel sabotieren will.
"EInmal WIldnis und zurück" vermittelt ein absolut falsches Bild von diesem Film. Ich würde echt gern wissen, wer sowas immer entscheidet.
50 Personen fanden das hilfreich
R. SchäferAm 12. Juli 2020 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Unrealistisch, voller Klischees - nicht empfehlenswert
Verifizierter Kauf
Man kann sich den Film mal ansehen, aber gut fand ich ihn nicht. Der Film fängt damit an, dass eines der Kinder einen Hirsch tötet und der Vater das noch schlagende blutige Herz auf die Brust des kindlichen Jägers legt. Ich fand das ziemlich daneben und unnötig. Der Vater drillt seine 6 Kinder wie auf dem Kasernenhof. Eine gebrochene Hand wird nicht medizinisch versorgt, sondern das Kind wird zum Weitermachen verdonnert. Der Vater unterrichtet seine Kinder selber. Die leiern dann irgendwelche tollen texte, physikalischen Formel wie Mantras herunter. Wissen hat was mit verstehen und Anwenden zu tun und nicht mit nachplappern. Auch das völlig daneben. Die ganze Lebenssituation im Wald ist für mich sehr unrealistisch dargestellt.
Dann stirbt die Mutter und die 6 Kinder werden mit der normalen Welt konfrontiert. Hier beginnen die Klischees. Man geht zu McDonalds essen, da weiß jeder was einen erwartet. Aber nein, Cola ist dreckiges Wasser, das ''Hackfleisch nicht genießbar usw. Ein typischer "Ami"-Film. Ich würde ihn mir nicht nochmal antun.
9 Personen fanden das hilfreich
GrungeAm 20. Juni 2017 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Für Familie und Liebe, gegen Konsum
Verifizierter Kauf
Vorab: Der Titel ist sehr irreführend!!! Der Film hat nichts mit "Fantastik" zu tun. Einfach nicht beachten...

Zielgruppe:
Menschen, die sich Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest machen ;)

Thema:
Es geht einerseits um die Idee eines Lebens abseits vom konsumistischen Mainstream, andererseits darum, was eine Familie ausmacht, und wie sie mit dem Tod der Mutter umgehen kann.

Umsetzung:
Sehr gut gelungene Bilder und Dialoge, sehr gutes Schauspiel, gutes Erzähltempo.
29 Personen fanden das hilfreich
OkeeDokeeAm 26. April 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Eine echte Perle ..
Verifizierter Kauf
... ist dieser Film! Auch das sind die USA. Der Film ist angefüllt mit Gesellschaftskritik. Dennoch bleibt als Fazit: Only in America! Wo sonst hat man die Freiheit und auch die Möglichkeit wie im Film dargestellt: Eine Familie hat beschlossen sich, in den noch immer vorhandenen unendlichen Wäldern von der Konsumgesellschaft zu verabschieden und dort ihr autarkes Glück zu suchen. Man ist zunächst begeistert von der schönen Landschaft und der Idylle, die sich diese Familie geschaffen hat. Sie lebt scheinbar ihren Traum oder den Traum, den viele träumen aber nie umsetzen. Das hat im Leben für diese Familie ganz praktische Konsequenzen. Zum Beispiel was die Schule betrifft: ähnlich wie das in USA konservative Christen machen (dürfen!), so bringt diese Familie ihren Kindern im homeschooling, die für sie wichtigen Dinge bei – und dabei viel mehr, als diese im öffentlichen Schulsystem lernen würden, was im Laufe des Films erkennbar wird. Man ist beeindruckt was die Eltern ihren Kindern beigebracht haben (Fähigkeiten, Literatur, Sprachen, etc.) Ein bisschen Reflektion ist jedoch angebracht; das homeschooling wird hierzulande (u. andernorts) gern verteufelt, klar, denn in der Mehrzahl der Fälle wird dies von erzkonservativen Christen in den USA praktiziert - ergo schlecht. Wenn wir das jetzt auf einmal gut finden, bloß weil es Aussteiger praktizieren und es deshalb scheinbar politisch korrekt sein soll, dann werden wir selbst dazu aufgefordert uns in Toleranz zu üben, nämlich auch gegenüber denen, bei denen wir das bisher eigentlich nicht gut heißen haben. Unreflektiert sollte auch nicht bleiben, dass in Aversion der bestehenden Konsumgesellschaft und des „American way of life“ von einzelnen der Kinder, antrainierte Sozialismusphrasen gedroschen werden. Auf den ersten Blick muss man schmunzeln, wenn die kleine Tochter loszitiert und empfindet vielleicht sogar Hochachtung ob der humanistischen Bildung. Man darf sich aber auch fragen, ist das nicht im Grunde kein großer Unterschied zu faschistischer Phrasendrescherei – nur auf „grün-alternativ“ gedreht? (Ganz abgesehen davon, dass eine Lebensweise, wie von der Familie hier in den USA praktiziert, in einem Land, das nach gepriesenen Ideologen (der Sohn an einer Stelle: „ich bin jetzt nicht mehr Trotzkist sondern Maoist“ – oder umgekehrt – who cares ;-) ausgerichtet war, nicht einmal ansatzweise akzeptiert wurde). Man blendet zunächst auch aus, dass der so sympathische, gebildete und scheinbar wohlmeinende Vater seine Kinder ganz schön kasernenhofmäßig triezt, da geht’s im Laufschritt durch den Busch und wer nicht funktioniert wird in der Steilwand hängen gelassen – das zeugt nun nicht gerade von liberaler, freigeistiger Kindererziehung. Mag sein, dass das unter den gegebenen Umständen sogar überlebenstechnisch erforderlich ist. Der unkritischen Beweihräucherung der vermeintlich ach so edlen alternativen Lebensform darf man aber spätestens jetzt mindestens genauso kritisch gegenüberstehen, wie der angebrachten Kritik an der Konsumgesellschaft, mit all ihren Zwängen, Schäden und Limits. Mir ist außerdem aufgefallen, dass der Vater die Hälfte des Films einen Thor-Hammer als Amulett um den Hals hängen hat. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben. Auch eine (unter)bewusste Botschaft des Films? Welche Rolle spielt dieses Detail? Zufall? Ich weiß es auch nicht – aber ein weiterer, nur kleiner Punkt, warum mir persönlich der Film gefällt, er lädt definitiv zum nochmal anschauen an und zum Nachdenken. Aber weiter: Ein Schicksalsschlag zwingt die Familie, die selbstgewählte Isolation zu verlassen. Die Konfrontation mit der Realität der Mehrheitsgesellschaft bringt allerlei komische aber auch kritische und gefährliche Situationen mit sich. Dass diese Gesellschaft nicht nur schlecht ist und die eigenen Lebensweise auch mit Nachteilen verbunden ist, ist der Lernprozess, bei dem man die Familie - trotz anfänglicher Begeisterung für deren individuelles Lebenskonzept - begleitet. Das ist die eigentliche Krux dieses wunderschönen Films. Mir scheint etliche nehmen subjektiv nur selektiv wahr, dass dieses Lebenskonzept der „edlen Wilden“ ausschließlich lohnenswert und kritiklos positiv sei. Zunächst ist man geneigt dem uneingeschränkt zuzustimmen. Es gibt ja auch genug Beispiele, die das auf den ersten Blick zu belegen scheinen, z. B. als die Familie die Verwandtschaft in der „normalen Zivilisation“ besucht, bekommt man mit, wie schnell der jüngere Sohn den vermeintlichen Segnungen der Zivilisation, wie den „Ballerspielen“, verfällt. Das Campieren im Garten, der Wein für die Kinder mit der Begründung „ist doch gut – kein Crack“ ist total sympathisch und wer wollte widersprechen und sich selbst in seiner ach so zivilisierten Hülle nicht kritisch hinterfragen? Mir gefiel auch, dass der Vater im Diner auf die Frage der Kids: „Was ist Cola?“ nur „vergiftetes Wasser“ antwortete und sie nach Sichtung der Karte, mit dem Kommentar: „hier gibt es überhaupt nichts richtiges zu essen“ sang- und klanglos das Lokal verlassen. Im Gegensatz zu anderen Rezensenten finde ich selbst den „Diebstahl“ im Supermarkt, aus der Perspektive der Familie, nachvollziehbar und sogar komisch (man kann politisch korrekt auch alles „Zerpflücken“ – ich fand’s einfach nur lustig). Aber wer kann wiederum gleichzeitig nicht hinterfragen, dass in der vermeintlichen paradiesischen Einsiedelei der älteste Sohn eben nicht gelernt hat, wie er mit der Situation beim Kennenlernen des Mädchens während eines Reisestopps umgehen soll – da nützt die ganze Bildung rein gar nichts. Er weiß es einfach nicht. Er hält seine Zusagen für die besten Universitäten der Welt ängstlich vor dem (despotischen?) Vater geheim – wie erstrebenswert ist das? Aus ihm bricht es an einer Stelle gegenüber seinem Vater heraus: „Wegen dir bin ich ein verdammter Freak“. Ja, bei aller Sympathie für den Lebensstil, das fand ich auch. Mir jedenfalls fällt es nach dem Anschauen dieses Films auch DAS auszublenden schwer. Mein Fazit ist, letztlich arrangiert auch der Vater sich irgendwie. Er rasiert sich (nicht dass das eine Notwendigkeit wäre, wird aber wohl metaphorisch für den Film gebraucht ;) wohnt ja schließlich auch nicht mehr in den Bergen – aber führt sicherlich auch nicht ein typisches, stinknormales Leben. Er findet, ganz demokratisch, einen Kompromiss. Der Film kann einen schon beschäftigen, aber man sollte es sich auch nicht zu leicht machen – weder in die eine noch in die andere Richtung. Womöglich stimmt die abgedroschene Phrase: Die Wahrheit liegt (vielleicht leider?) in der Mitte!?!?!? Auf jeden Fall ist der Film was fürs Hirn und dennoch unterhaltsam und kurzweilig - eine Kombination, die man nur selten findet. Wie gesagt: eine echte Perle!
3 Personen fanden das hilfreich
gvLAm 30. Mai 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Verblüffend und durchgängig gut gemachte Gegenüberstellung von Utopia vs. Mainstream
Verifizierter Kauf
Was für ein Film! In der Story und ihren Fragestellungen, im Schauspiel und der Musik, seiner großen Linie und seinen Drehungen und Wendungen.

Wer etwas zum Inhalt des Films , den Drehorten und dem Making Of erfahren möchte, ist bei Wikipedia bestens bedient. Dieser Beitrag dort ist nicht zu toppen.

Zur Wahrnehmung und Einschätzung des Films. Man sollte sich nicht von kritischen Rezensionen abhalten lassen. Sie machen die Ablehnung an Details fest und spiegeln tendenziell eine Haltung der Ablehnung zur Grundfrage des Films: Wie leben wir unser Leben, die Erziehung unserer Kinder, was ist gutes Essen (z.B. Übergewichtigkeit) und - kann ein Utopia die Alternative sein?

Matt Ross hat ein Drehbuch und einen Film geschaffen, der Fragen stellt und Positionen offen lässt. Ich habe es z.B. selten in einem Film erlebt, dass die Gegenpole und Widersacher des Helden sympathisch rüberkommen. Sein Held ist Ben Cash. Hochgebildet. Körperlich fit. Er hatte sich mit seiner Frau über mehrere Etappen bis hinauf in de Wälder des Nordwestens zurückgezogen. Sechs Kinder haben sie bekommen. Jedes von ihnen auf seine Art ebenso großartig wie das andere. Ihr Leben basiert auf platonischen Grundüberzeugungen. Sie haben ein Utopia geschaffen, doch nun ist die Grundlage zerbrochen. Bens Frau Leslie war seit vielen Jahres psychisch krank. Was ist Henne und Ei bei der Beurteilung dieser Frage. Leslies Vater ist überzeugt, dass Ben der Schuldige sei. Ben glaubt, er habe ihr mit dem Rückzug in die Wildnis die einzige Möglichkeit gegeben, ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Nun ist sie nach monatelanger Therapie in einer Klinik - bezahlt vom wohlhabenden Vater - gestorben. Sie hat es nicht mehr ertragen können und sich selbst getötet. Ben ist hin und her gerissen. Sein Schwiegervater droht, ihm die Kinder wegnehmen zu lassen, wenn er auftaucht, Es sind seine Enkel. Die Kinder seiner geliebten Tochter und er ist der Überzeugung, dass Bens Erziehung Kindesmisshandlung ist. Seine Kinder wollen aber Abschied von ihrer Mutter nehmen und sie wollen ihren letzten Willen umsetzen - kein christliches Begräbnis, sondern als Buddhistin möchte sie verbrannt werden. Das Road Movie beginnt, als die Kinder in der Familiendebatte die argumentatorische Oberhand gewinnen.

Was für ein Film. Was für Bilder und Dialoge, was für eine großartig untermalende Musik im Hintergrund, mit all denen sich dieses sympathische Gesamtwerk seinen Fragen annähert und letztendlich nach einet Antwort in der Grauzone zwischen den Polen sucht.
2 Personen fanden das hilfreich
YVAAm 1. April 2021 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Am Ende doch konform!
Verifizierter Kauf
Zu Beginn wird der Zuschauer mit einer Familie konfrontiert, die sich von vielen gesellschaftlichen Zwängen befreit haben und scheibar glücklich ein wildes und doch kultiviertes Leben, fern ab des Mainstreams führen. Unweigerlich folgt die Konfrontation mit den "Normalos", ein (unglaubwürdig heftiges) Infragestellen des eingeschlagenen Lebenstils um schließlich in einem (zwar etwas "ökigen" aber doch "beruhigend") konform-soliden Eigenheim zu enden. Als dann auch noch klar wird, dass nun die Kinder zur Schule gehen und Frühstücksflocken futtern, kann auch der letzte "Spießer" beruhigt ausatmen, sich auf die Schulter klopfen und das eventuell anfangs angestoßene eigene Infragestellen seiner Lebensweise wieder selbstversichert beenden.
Irgendwie hat der Film auch ganz nette Momente, wie ich das hier schreibe, merke ich aber - ich kann ihn nicht empfehlen.
2 Personen fanden das hilfreich
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