Die Macht des Bösen

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6,42 Std.2017X-Ray12
Die Widerstandskämpfer Jozef Gabcik und Jan Kubis, planen im Rahmen der „Operation Anthropoid“ die Ermordung von Reinhard Heydrich.
Regie
Cédric Jimenez
Hauptdarsteller
Jason ClarkeRosamund PikeMia Wasikowska
Genre
SpannungDramaActionMilitär und Krieg
Untertitel
Deutsch
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish

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Nebendarsteller
Jack O'ConnelStephen Graham
Produzenten
Daniel CrownAlain Goldman
Studio
Echo Lake Entertainment
Hinweis zum Inhalt
NacktheitGewaltAlkoholkonsumRauchensexuelle Inhalte
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,1 von 5 Sternen

664 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 53% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 22% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 16% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 4% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 5% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Alles wird gutAm 18. September 2018 in Deutschland rezensiert
1.0 von 5 Sternen
Die Macht des Bösen oder die Banalität des Bösen ?
Verifizierter Kauf
Zur Bewertung des Films, vor allem unter Berücksichtigung seines Anspruchs (Darstellung des Attentats auf Heydrich), ein paar Punkte warum ich nur ein Stern vergebe:

* Wenn eine chronologische Heranführung an den Charakter Heydrich gewollt ist, sollten immer die Datumsangaben (nicht nur beim z.B. Überfall auf Polen) genannt werden.

So wird unter anderem der Röhm-Putsch zwar gezeigt, eine Datumsangabe (30.06.-01.07.1934) fehlt ebenso, wie warum gerade dieser in der Anfangszeit so bedeutend war. Hier wäre u.a. ein guter Einstieg in das Thema Macht / Machtverhältnisse / Loyalität usw. möglich gewesen. Gezeigt wird statt dessen ein Essen von Heydrich (und Frau), Himmler und Röhm, wo die Frage zwar kurz angerissen aber nicht weiter verfolgt wird.

* Wichtig zum Verständnis der Figur / Charakter Heydrichs ist auch seine ehemalige Zugehörigkeit als Offizier der Marine in der Friedensphase zwischen 1. und 2. Weltkrieg. Gerade die Militärs konnten sich mit der Schmach der Niederlage im ersten Weltkrieg nicht abfinden. (bei Interesse "Dolchstoss Legende"; Ausnutzung durch die Nationalsozialisten googeln.)

* Einen Interessanten Einblick in Heydrichs Charakter wäre die Erklärung gewesen, warum er in einem offenen Wagen ohne Begleitschutz durch Prag fuhr (Heydrich "Warum sollten denn meine Tschechen auf mich schießen?")

[Ironischerweise war es Heydrich der Adolf Hitler empfahl für hochrangigen NS Persönlichkeiten Begleitschutz anzuordnen.)

Moralisch am verwerflichsten ist, meiner Meinung nach, ein historischen Ereignisses wie dieses zu verfilmen, ohne ein Wort / Satz zum Gedenken aller Opfer / Helfer / Wiederstandskämpfer. Das fehlen eines solches Gedenken / der Würdigung, ist in anbetracht der historischen Ereignisse respektlos.

Zur filmischen Umsetzung selbst, diese ist routiniert, aber ohne Herz und Gefühl. Mit Gefühl meine ich, das es zwar entsprechende Szenen gab, diese aber (meiner Meinung nach) mich als Zuschauer nicht erreichten. Die Optik folgt dem was im Kino / TV als "Beschreibung" der damaligen Zeit gilt, und ist dem Budget angepasst. Die Schauspieler bleiben unauffällig, viel lässt sich vermutlich auch nicht aus den Rollenklisches (Frauen: romantisch, verführend, willig. Die Männer "fesch" bzw. schneidig, viel Arbeitend, aber mit Herz für die Familie, Freunde) mit denen der Film agiert, herausholen.

Sehr schade um die Umsetzung dieses Films, denn aus den historischen Begebenheiten hätte mehr gemacht werden können, bzw. müssen. So bleibt ein Film, der leider seinem selbst gesteckten Ziel (wie wurde Heydrich zu dem was er war (Stichwort "Mann mit dem eisernen Herzen" , "der Henker von Prag")) nicht gerecht wird
36 Personen fanden das hilfreich
Georg ZimmermannAm 15. Mai 2020 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
90 Minuten gut... Und dann Rotz
Verifizierter Kauf
Bis auf die letzten 30 Minuten ein guter Film... In den letzten 30 Minuten wird es unrealistisch. In der Kirche in welcher sich die Partisanen verstecken steht ein magischer Kugelsicherer Volksaltar aus Holz (ca 25 Jahre zu früh gab es erst ab dem 2. Vatikanischen Konzil) und die Wehrmacht stürmt natürlich hirnlos mit Manpower und einfachen Karabinern die Kirche um in den Kugelhagel der mit endlos Magazinen bewaffneten zu laufen... Und wiederholt selbige Aktion am nächsten Tag... Aber diesmal mit der einzigen deutschen Handgranate der Wehrmacht in ganz Böhmen... Die Krönung der Lächerlichkeit ist dass die Wehrmacht versucht die letzten Partisanen im Keller mit Wasser zu ersäufen statt Kohlenmonoxid einzuleiten... Als der Keller dann voller Wasser ist wird die zweite und letzte vorhandene Handgranate ins ganz Böhmen benutzt... Die Wirkung verpufft aber aufgrund des eingefüllten Wassers... Aha... So so... Fazit. 90 Minuten gut... 30 Minuten Rotz vom feinsten.
11 Personen fanden das hilfreich
Michael FeistAm 5. September 2018 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Verführerisch
Verifizierter Kauf
Im Vergleich zum direkten Konkurrenzfilm "Operation Anthropoid" der etwas bessere Film. Etwas künstlerischer, visuell und auch sonst handwerklich anspruchsvoller und ansprechender.
Das dramaturgische Konzept jedoch etwas seltsam. Im ersten Drittel sehen wir den Werdegang Heydrichs bis zum Attentat. Danach kommen die Attentäter dran. Während Heydrich sehr sorgsam portraitiert wird, wird auf die Figuren der Attentäter wenig Wert gelegt. Daher kommt es auch irgendwie zu einem Bruch, wenn der Film nach 50 minuten die Perspektive wechselt und jetzt von den Attentätern erzählt. Mit zunehmender Handlung wird diese auch immer zähflüssiger und actionreicher, aber auch weniger interessant. Besonders wenn man den Konkurrenzfilm schon gesehen hat, weiss man ja schon, was genau passieren wird.
Besonders gut gefallen hat mir die erste Filmhälfte. Hier wird gezeigt, wie aus einem skrupellosen Karrieristen ein Teufel in Menschengestalt wird. Auch der Zuschauer wird hier von der Macht des Bösen verführt, denn Heydrich erscheint als Sympathiefigur. Töten und töten lassen, Menschenmassen abschlachten oder auch auf der Wannseekonferenz die Judenvernichtung als bürokratischen Akt zu erledigen. Wie wird aus einem relativ ormalen Menschen so eine Bestie? Hier wird es gut geschildert.
Insgesamt ist der Film jedoch viel zu lang, die Spannungskurve fällt dann zunehmend ab und Langeweile stellt sich ein.
Daher dann doch nur 3 Sterne.
10 Personen fanden das hilfreich
RealistAm 29. Januar 2020 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Authentisch und dazu spannend.
Verifizierter Kauf
Großes Kino - großer Aufwand.
Es sind keine Kosten und Mühen gescheut worden.
Detailgetreue Nachkonstruktion des Geschehenen mit allen Grausamkeiten, die dazu gehören.
Dem Film kann man sehr gut folgen, er ist von der Handlung her logisch aufgebaut.
Tolle Schauspieler - tolle Inszenierungen, mit allem Schrecken, den es damals gegeben hatte.

Nichts abgewinnen kann ich dem dargestellten Heldentum der Attentäter, die ja aus England kamen. Die Tat war aus meiner Sicht völlig sinnlos und hat dazu 100te von Menschenleben als Rache der Nazis gekostet. Heydrich wurde einfach eresetzt durch einen anderen Bösewicht. Noch keine Untergrund- oder Widerstandsbewegung hat die Besatzer aus dem Land vertreiben können. Vielmehr haben ihre Taten nur unendliches Leid über die Bevölkerung gebracht. Und am Zustand innerhalb des Landes hat sich während der Zeit einer Besatzungsmacht durch solche Taten noch nie etwas geändert.

In der Summe gibt es von mir ****.
4 Personen fanden das hilfreich
ErzkanzlerAm 5. Januar 2019 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Hatte wesentlich mehr erwartet!
Verifizierter Kauf
Das wir Deutschen im 2. Weltkrieg viel Mist gebaut haben steht nicht zur Diskussion, das ist bekannt.
Ich gehe nur auf den Film ein, nicht auf unsere Vergangenheit!
1. Ton schlecht! Öfters nicht zu verstehen, teilweise genuschelte Dialoge.
2. Zu viel Gesinge im Film, mich (teilweise) störende Hintergrundmusik.
3. Einige Längen im Film selbst, dazu teilweise verwirrende (Zeit)- Sprünge.
4. Geschichtliche Handlung stimmt aber soweit.
5. Den Film schaue ich nicht noch einmal, schade, hatte mehr erhofft.
10 Personen fanden das hilfreich
Dr.(PhD) KaiserAm 6. August 2018 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Interessant trotz historischer Ungenauigkeit
Verifizierter Kauf
Wer sich für den Werdegang von Reinhard Heydrich und die geschichtliche Situation damals interessiert, macht mit dem Film nichts verkehrt. Daneben ist er unterhaltsam und stellenweise sogar spannend. Das Ende wird für den Zuschauer erträglicher gemacht indem die Tatsachen gemildert werden und zwei Attentäter überleben.
Der Kampf in der Domkrypta ist allerdings äußerst geschönt! Eine Handvoll schlecht bewaffneter Widerstandskämpfer mähen die halbe deutsche Einsatztruppe nieder...
In Wirklichkeit ging das Ganze recht schnell zu Ende, als die Attentäter erstmal gestellt waren.
Positiv ist die vielschichtige Darstellung der Persönlichkeit Heydrichs. Auf die in solchen Fällen oft oberflächliche Dämonisierung wird verzichtet! Auch die Darstellung der Entscheidung der Tschechen und Briten zu diesem absehbaren Himmelfahrtskommando erfolgt dramatisch aber ohne übertriebenes Pathos.
8 Personen fanden das hilfreich
Thomas EberlAm 14. April 2022 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Heydrich - ein gefühlsloser Karrierist...
Verifizierter Kauf
Der Film hat einen guten, soliden Ansatz: Heydrich. An sich ausreichend für einen abendfüllenden Streifen.
Anfänglich ein Opportunist mit soldatischem Geltungsbedürfnis. Daneben: Sexuelle Ausflüge neben der Gattin. Gut. Eine nationalsozialistische Karriere dank der Ehefrau. Auch noch gut.
Parallel: Junge tschechische Soldaten, die an der Ermordung dieses "Reichsprotekteurs" arbeiten. Auch noch gut. Deren jugendliche Liebschaften in der Resistance klischeegetreu umgesetzt. Solide!
Schlussendlich aber bleibt folgendes: Ein Charakterdarstellung eines Killers, die unzureichend dargestellt wird. Eine Hommage an soldatischer Freundschaft, die unzureichend umgesetzt wird. Nebenschauplätze, deren Potential nicht wirklich ausgeschöpft wird.
Fazit zusammenfassend: solides Kino, für Fans der NS-Gräuel wahrscheinlich reizend, für den normalen 08/15 Zuseher lahmend, für Kenner des Metiers ein passables Stück Filmgeschichte.
Sehenswert, aber nicht prädikat-versehen...
nroseAm 20. Juni 2019 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Gut mit ein paar Aber
Verifizierter Kauf
Die Geschichte der "Operation Anthropoid". Im Gegensatz zum gleichnamigen Film, der allein das Attentat auf Heydrich thematisiert, gibt es hier etwas Vorgeschichte zum Attentatsopfer.
Allerdings sind viele historische Ungenauigkeiten vorhanden. Es beginnt bei Flaggen, Uniformen und Waffen, über Ausstattung der Wohnungen und Fahrzeuge bis zu fehlenden oder falschen Datumsangaben.
Obwohl diese Produktion teurer besetzt wurde als der Film "Operation Anthropoid", geht die Leistung (abgesehen von Rosamunde Pike) kaum über brauchbar hinaus.
5 Personen fanden das hilfreich
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