Feindberührung

 (21)
7,81 Std. 31 Min.201012
Als IM "Hans Kramer" berichtet Hartmut Rosinger der Stasi jahrelang über seinen Freund Peter Wulkau. Dieser wird schließlich wegen "staatsfeindlicher Hetze" verurteilt und verbringt fast zwei Jahre im Gefängnis. Heute, nach über 30 Jahren, treffen sich beide wieder. Ein mitreißender dokumentarischer Thriller in Spielfilmlänge.
Regie
Heike Bachelier
Genre
Besondere InteressenGeschichteDokumentation
Untertitel
Deutsch [UT]English [CC]
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Rezensionen

4,7 von 5 Sternen

21 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 88% der Bewertungen haben 5 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

gumAm 30. August 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Beeindruckend
Verifizierter Kauf
Beeindruckend. Die dargestellten Lebensgeschichten wie auch Auswahl und Umsetzung des Gezeigten.
K. StellmacherAm 17. Mai 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Sehr gute Doku
Verifizierter Kauf
Ich fand diese Doku einfach klasse. Als Westler anhand eines echten Falls mal durch das System Stasi und DDR geführt zu werden, hat mich wirklich sprachlos zurückgelassen. Für mich waren die Einblicke unglaublich und haben mich fassungslos gemacht. Ich habe schon viel gelesen und gehört, aber diese Doku hat alles noch einmal für mich auf den Punkt gebracht. Sehr zu empfehlen, für alle die sich informieren wollen und auch für Schüler die das Thema Stasi und DDR in der Schule behandeln.
TrinacriaAm 17. November 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Großartig: Die Tatsachen aus den Akten offenbaren das System
Verifizierter Kauf
Im Zusammenhang mit 30 Jahren Wende in der DDR ist "Feindberührung" von Heike Bachelier (ihr Erstlingswerk!) gewiss einer der intellektuelleren Filme, die als Empfehlung aufpoppten. Der Inhalt ist schnell zusammen gefasst: Auf der einen Seite ist Hartmut Rosinger, ein Student, der an das System in der DDR glaubt. Er versucht immer wieder, andere von der Richtigkeit des Sozialismus zu überzeugen. Er kommt mit Peter Wulkau in Kontakt, der von der Uni geschmissen wurde, weil er eine zu kritische Haltung hatte (So war das im angeblich "moralisch überlegenen Deutschland"!). Was bisher keine weiß: Wulkau hat einen sozialismuskritischen Roman geschrieben, auch das eine Straftat (!). Die Stasi nutzt darum Rosinger, Wulkau "zu zersetzen". 30 Jahre später treffen sich Täter und Opfer, ohne Mordlust, aber in feinsinniger Debatte, aber auf der Grundlage der Fakten in den Akten.

Dieser Film ist außergewöhnlich und zudem außergewöhnlich gut. Zwei nun alte Männer sehen sich mit einem untergegangenen System konfrontiert und kommentieren dies aus ihrer jeweiligen Sicht bzw. antworten auf Nachfragen des jeweils anderen.

Der heimliche "Star" dieses Dokumentarfilms sind die Akten. Die wurden in der Zeit angelegt, da hat niemand aus dem Westen manipuliert oder dergleichen Propagandabehauptungen, sondern der Staat DDR entblößt sich und sein wahres Sein durch sie. In dem Kontext möchte ich am Rande auf eine Neuerscheinung vom Mai 2019 hinweisen, eine Analyse zur Volksbildung in der DDR im Spiegel der Akten des zuständigen Ministeriums. Das Buch hat den Titel "Hello, girls and boys!" (ISBN 978-3941461-28-4) und ist derzeit meine absolute Leseempfehlung für alle, die sich für die DDR-Forschung interessieren.

Fazit: Mit "Feindberührung" ist Frau Bachelier ihr Erstlingswerk absolut gelungen. Von mir gibt es selbstverständlich 5 Sterne dafür und eine klare Empfehlung zum Ansehen. Eine bewegende Doku!
7 Personen fanden das hilfreich
Sven Villwock Am 12. September 2020 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Doku mit Tiefgang
Verifizierter Kauf
Geschichten über observierte und verfolgte Bürger des DDR-Regimes gibt es wahrscheinlich genügend. In dieser Dokumentation treffen jedoch Jäger und Gejagter 20 Jahre nach dem Ende des Arbeiter- und Bauernstaates aufeinander.

Zwar haben Aussprache und Entschuldigung, sowie die Annahme derer, bereits vorab stattgefunden, aber die gemeinsame Aufarbeitung der Erlebnisse, Lesung der StaSi-Protokolle und Besuche an ehemals für beide wichtigen Orten, verleihen dieser Dokumentation eine Tiefe und Authentizität, wie ich sie bei anderen Werken noch nicht gesehen habe.

Von insgesamt 39 IMs sollte Peter Wulkau 'zersetzt' werden, einer von ihnen war sein nahestehender Freund Hartmut Rosinger, der als IM Hans Kramer jahrelang Zuträger für die StaSi war, und sogar vor Gericht gegen sein Opfer aussagte. Obwohl sein damaliger Freund und die StaSi seine Ehe und Leben in weiten Teilen zerstört haben, sitzt Wulkau nicht 'mit anklagendem Finger auf hohem Ross', sondern begegnet und behandelt seinen Verfolger von früher auf Augenhöhe.

Man merkt schnell, dass sowohl ehrliches Bereuen als auch Verzeihen für diese Beiden im Mittelpunkt stand.
Für mich: absolut sehenswert!

Medium: Prime Video
2 Personen fanden das hilfreich
Matthias UhlmannAm 15. Mai 2020 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Was für eine Dokumentation
Verifizierter Kauf
Es ist sehr bedauerlich, das mir dieses Werk erst 10 Jahre nach seiner Veröffentlichung aufgefallen ist. Es hat nichts an seiner Aktualität und Intensität verloren. Im Gegenteil. Ein einmaliges Filmdokument. Mir ist kein weiteres bekannt, in dem sich Menschen gegenüber sitzen, die sich, vor vielen Jahren, in einem untergegangenem System, aus völlig verschiedenen Blickwinkeln und Ideologien, begegnet sind - und letztlich beide für sich erkannt haben, aus jeweils völlig unterschiedlichen Denk- und Glaubensansätzen, das die Freiheit des Menschen eine unantastbare Würde ist und sein muß. Dieser Film sollte in den Lehrplan aufgenommen werden. Historisch wertvoll.
Frank DittrichAm 23. April 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Guter Dokumentation.
Verifizierter Kauf
Der Stasi Mann und sein Opfer.Beide arbeiten die Vergangenheit auf.Sie sitzen am Tisch und reden zusammen .Sachlich und präzise.Aus heutigen Gesichtspunkt ein echtes Meisterwerk.Reden statt sich zu verstecken .Fehler einzugestehen und Fehler zu verzeihen.Das zeigt von beiden Seiten Größe.Gute Dokumentation und wohl in dieser Art einmalig.Vielen Dank für diesen Film.
BibliothekswurmAm 24. November 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Sehr berührend
Verifizierter Kauf
Ein sehr berührender Film, der unter die Haut geht. Täter und Opfer, das findet sich selten. Mich hat auch die Genauigkeit der Recherche beeindruckt, und das ohne jede Effekthascherei oder Sensationslust, wie man es auch manchmal findet, wenn von Geheimdiensten die Rede ist. Ich war sehr beeindruckt.
Eine Person fand das hilfreich
Stefan BarthAm 25. August 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Filmisch toll rübergebrachte Aufarbeitung zweier Menschen
Verifizierter Kauf
Beide betroffen vom gleichen System, aber auf unterschiedliche Weise. Ein Austausch von Spitzel und Bespitzeltem in einer Offenheit, für die wohl nur wenige noch heute die Courage aufbringen. Respekt für die Filmemacher, aber in erster Linie für die beiden Herren.
Eine Person fand das hilfreich
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