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Fukushima

 (3.414)
6,02 Std.2021X-Ray12
Arbeiter der Fukushima Daiichi-Anlage in Japan riskieren ihr Leben und verbleiben im Kernkraftwerk, um eine totale Zerstörung zu verhindern, nachdem die Region 2011 von Naturkatastrophen heimgesucht wurde.
Regie
Setsurô Wakamatsu
Hauptdarsteller
Shôhei HinoKen WatanabeKôichi Satô
Genre
DramaAction
Untertitel
Deutsch
Wiedergabesprachen
Deutsch日本語
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Nebendarsteller
Hidetaka YoshiokaRiho Yoshioka
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Rezensionen

3,8 von 5 Sternen

3414 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 45% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 20% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 17% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 8% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 9% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Darth ZannahAm 12. März 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Sehenswerter Film mit Schwächen
Verifizierter Kauf
Der YouTube Algorithmus hatte wohl bemerkt, dass ich einige Videos zu Tschernobyl und der Serie Chernobyl geschaut hatte. Daraufhin hat er mir dann einen Trailer zu Fukushima empfohlen, woraufhin ich den Film dann direkt mal vorbestellt habe. Danke YouTube.

Der Titel des Films verrät eigentlich schon alles worum es geht. Wer die letzten 10 Jahre also hinterm Mond gelebt hat wird genau wissen, was in dem Film passieren wird. Mit der Erwartung an den Film heranzugehen irgendwelche Überraschungen zu erleben, ist hier also nicht angebracht.

Nach meiner Vorbestellung habe ich auch direkt mal einen Blick auf die Lauflänge des Films getätigt. Mit fast genau 120 Minuten wurde da natürlich meine Skepsis geweckt, da man in der Zeit wohl kaum großartig in die Tiefe eindringen kann. Dafür war das Ausmaß der Katastrophe wohl auch zu groß. Ich bin also schon nicht mit dem Gedanken an den Film herangetreten, dass der Film handlungsmäßig die Route der Mini-Serie Chernobyl angeht. Und das tut sie auch nicht. Wer also eine japanische Version der Chernobyl-Serie erwartet, wird hier enttäuscht. Witzigerweise sei an dieser Stelle erwähnt, dass die deutsche Stimme von Ken Watanabe in dem Film Fukushima von Detlef Bierstedt kommt. Wie der Zufall es so will hat dieser nämlich in Chernobyl in der deutschen Synchronistation Stellan Skarsgård seine Stille geliehen. Und dieser hat in Chernobyl ja Boris Schtscherbina verkörpert. Etwas "Chernobyl-Serien-Feeling" gibt es also auch in "Fukushima".

Wie schon angedeutet, wird in dem Film ziemlich viel Stoff in kurzer Zeit durchgenommen. Dadurch wirkt natürlich alles etwas hektisch. Aber ich muss hier sagen, dass ich das nicht mal verkehrt finde. Denn im endeffekt wird es auch damals vor Ort hektisch zugegangen sein. Die Ereignisse haben sich da ja quasi überschlagen. Das Feeling hat der Film aus meiner Sicht ziemlich gut rübergebracht. Teilweise wirken Gestikulierungen etc. etwas übertrieben. Sowas kenne ich aber persönlich auch aus anderen japanischen Filmen. Das macht dann insgesamt die Synchronisierung wohl auch etwas schwerer. Wobei ich auch hier unterm Strich zufrieden bin. Speziell auch mit der Auswahl der deutschen Stimmen. Und das ist für mich hier wichtig, da ich nicht des japanischen mächtig bin und Untertitel keine Option für mich sind sind.

Wo ich dann am Ende bei den "technischen Dingen" angelangt wäre. Die erste Ernüchterung, noch vor dem Bestellen war, dass es keine Ultra HD Version von Fukushima gibt. Scheinbar nicht mal in Japan oder den USA. Es ist also nicht das Verschulden des deutschen Publishers. Das ist mir persönlich komplett unverständlich. Zum einen leben wir im Jahre 2021. Zum anderen reden wir hier von einem Film aus Japan. Und Japan ist in solchen Sachen doch eigentlich ziemlich fortschrittlich. Zumal der Film scheinbar sogar in einem 3,4K Master vorliegt. Damit wäre zwar kein natives 4K möglich. Was für japanische Verhältnisse dennoch traurig wäre. Aber es hätte dennoch einen Sprung in Sachen Bildqualität gegeben. Zumal uns durch das Fehlen einer UHD Version uns gleichzeitig HDR/Dolby Vision fehlt. Und ich würde hier vermuten, dass HDR/DV noch etwas mehr aus dem Bild rausgeholt hätten. Speziell bei den Lichtern in dunklen Szenen.

Die generelle Bildqualität der Blu-Ray ist in Sachen Schärfe und Klarheit sehr gut aufgestellt. Das ist dank moderner Digitalkameras aber auch fast so zu erwarten gewesen. Dennoch wirkt das Bild etwas "trist.". Kontrast, Schwarzwerte usw. sind nicht überragend. Aber hier wird wohl mal wieder der "Creator's Intent" seine Finger im Spiel gehabt haben, um die Stimmung noch etwas besser rüberzubringen. Ein kunterbuntes Bild habe ich auch nicht erwartet. Wäre auch unpassend Aber zumindest Sachen wie Schwarzwerte hätte man hier besser rüberbringen können.

Tontechnisch gibt es Grund zu jubeln und zum weinen. Denn die deutsche Tonspur ist echt gelungen. Bereits der Anfang des Films hat mich hier sofort überzeugt. Im Film ging es dann so weiter. Der Einsatz der Surround-Lautsprecher und des Subwoofers war quasi "on-point". In der Hinsicht habe ich absolut nichts zu beklagen.
Grund zum weinen gibt es also nur, weil man auch bei den Tonspuren etwas hinterherhinkt. So ist lediglich eine 5.1 Tonspur vorhanden. Immerhin aber eine DTS HD Master Spur. Aber gerade weil der Film audiotechnisch so gut abliefert, hätte doch eigentlich eine native Atmos/DTS:X/Auro3D Tonspur drinne sein müssen. Das hätte dem ganzen noch ein i-Tüpfelchen aufgesetzt. Zumindest wenn die Tonspur dann auch die Höhenlautsprecher entsprechend gut eingesetzt hätte. Das ist ja auch immer so eine Sache. Von daher bleibt für mich so nur die Option mit der Auromatic nachzuhelfen.

Insgesamt würde ich dem Film so eine 3,5/5 geben. Was sich dann auf 4 Amazon-Sterne aufrundet.
10 Personen fanden das hilfreich
MichaelAm 4. Juli 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Japanischer Katastrophenfilm, für europäische Augen ungewohnt
Verifizierter Kauf
Zuerst mal Danke an Amazon für die japanische Tonspur, im O-Ton mit Untertiteln war der Film packend, und auch das für westliche Augen so unangenehme overacting, das sehr authentisch japanisch ist, empfand ich mit O-Ton zusammen nicht als störend.

Der Film konzentriert sich, wie im Originaltitel "Fukushima 50" klargestellt, auf die Arbeiter und Ingenieure im Kraftwerk, die vor Ort blieben und versuchten, schlimmeres zu verhindern, und dabei in Kauf nahmen, verstrahlt zu werden. Diese werden durchaus als Helden gezeichnet, denn die Situation verlangt ihnen Heldentum ab.
Die technischen Details sind in meinen Augen gut in die Darstellung integriert, auch wenn vieles weggelassen und der Unfallhergang vereinfacht wurde und die Innenaufnahmen aus dem Reaktorgebäude selbst halt manchmal wie in einer beliebigen Anlage der Chemieindustrie gedreht wirken, Rohre, Druckbehälter, Ventile, und Laufstege halt. Der Kontrollraum und das Lagezentrum sind meiner Meinung nach aber gut dargestellt.
Das Schicksal der Anwohner und ihre Evakuierung ist über Handlungsabschnitte mit 2 Familien im Kraftwerk tätiger Ingenieure auch am Rande eingebunden.
Der Fokus liegt eben nicht auf der Schilderung des Unfallhergangs, sondern auf den Reaktionen der Ingenieure und Arbeiter, die darum kämpfen, eine Katastrophe zu verhindern, bei der schlimmstenfalls halb Japan unbewohnbar werden würde, und sich dabei mit ihrer Verantwortung für das Geschehen, ihrer eigenen Sterblichkeit in Angesichts des immer wahrscheinlicher werdenden Strahlentodes, und dem Schutz ihrer Heimatstadt und ihrer Familien beziehungsweise ihres Heimatlandes auseinandersetzen. Natürlich wird auch das anfängliche Chaos gezeigt und die als störend dargestellten unkoordinierten Eingriffe der Führung in Tokyo.
Etwas befremdlich waren die Szenen mit den Amerikanern, wo mir nicht ganz klar ist, ob das eine Kritik oder ein Lob sein soll: Die Amerikaner kritisieren den Umgang der japanischen Regierung mit der Katastrophe (zurecht), beschränken ihre Hilfe aber auf das Einfliegen von Wasser in Flaschen usw für die Evakuierten, was zwar benötigt wird und sehr freudig in Empfang genommen wird, aber spät kommt und lediglich die Folgen erträglicher macht. Der Reaktor Nr. 1 ist aber von den Amerikanern (General Electric) gebaut worden, so dass man da auch eine Verantwortung sehen könnte, der sie dann nicht gerecht werden, da sie den Japanern nur symbolisch mit den Folgen helfen. Im Vergleich zur Japanischen Regierung werden die Amerikaner aber als sehr viel hilfreicher dargestellt, weil sie sich nicht unnötig einmischen und tatsächlich helfen, nicht so wie die japanische Regierung, etwa wenn zur Unzeit der Premierminister zum Katastrophenbesuch einfliegt, so das das Ablassen radioaktiver Gase auf nach seinem Abflug verschoben wird, weil es nicht genug Schutzmasken für ihn und sein Team gibt.

Am Filmende und im Abspann wird für japanische Verhältnisse deutlich Kritik laut, etwa wenn der Unfall auf menschliche Hybris zurückgeführt wird (es werde schon keine Tsunamis über 10 Meter geben, also keine Vorkehrungen für Überflutung), wenn blühende Landschaften mit Solarzellen und Windrädern mit dem unbedarften Kernkraftoptimismus in den Aufnahmen vom Bau des Kraftwerks kontrastiert werden, und wenn einer der Hauptprotagonisten auf dem Weg von der Beerdigung des anderen Hauptprotagonisten, der an Krebs starb, vorbei an Strahlungswertanzeigen unter dem alten Schild "Atomare Energie - Energie für eine glänzende Zukunft" hindurch durch die verlassene Stadt fährt. Natürlich hat die Szene das übliche japanische Pathos mit fallenden Kirschblüten als Zeichen der Vergänglichkeit, die das Pathos der Rede am Sarg ergänzt, wo er gelobt, die Unfallgeschichte als Mahnung an künftige Generationen weiterzugeben. Es bleibt halt ein japanischer Film, der in meinen Augen aber durchaus Kritisch hinterfragt, ob es (der japanischen Gesellschaft) überhaupt dauerhaft möglich sein kann, solche Kräfte wie Kernkraft unter Kontrolle zu halten.

Ich kann nicht verstehen, warum in manchen Rezensionen von PR für Kernkraft geredet wurde, das muss auf Missverständnissen beruhen - in meinen Augen zeigt der Film gut die Machtlosigkeit der Menschen gegenüber der Natur und den vom Menschen entfesselten Kräften der Kernspaltung, sowie die Hilflosigkeit und Inkompetenz von Regierung, Aufsichtsbehörden und Firmenleitung. Ja, der Film zeichnet die Arbeiter, Ingenieure und Helfer am Kraftwerk als Helden, aber das kündigt der Originaltitel "Fukushima 50", ja auch genau so an.

Ich habe mich 2 Stunden lang gefesselt gefühlt, von der ganzen geschilderten Situation. Die Charaktere selbst bleiben Stereotypen ohne über die üblichen (japanischen) Klischees hinausgehende Tiefe. Aber die Situation und der japanische Umgang damit haben mich gefesselt und mitgerissen - obwohl man das "Ende" ja schon kennt, wie bei "nach einer wahren Begebenheit" so üblich.
12 Personen fanden das hilfreich
Marc VoglAm 21. Juli 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Einblicke in die Geschehnisse
Verifizierter Kauf
Auch wenn das was gezeigt wird sicher nicht 100% übereinstimmt bekommt man doch einen Einblick in das was da passiert ist. Für mich war die Tsunami Welle in der Höhe etwas das ich total unterschätzt hatte. Auch das Erdbeben das zuvor passierte war verheerend und für meinen Geschmack hat man etwas zu wenig darüber eingebunden. Man fokussiert sich da dann doch sehr auf die Reaktor Katastrophe. Das wieder einmal die Handlungsorgane sogar die Helfer blockierten scheint mit eine Randbedingung für Atomare Katastrophen zu sein. Ich möchte nicht in deren Haut stecken, geschweige denn jemals sowas erleben müssen. Und ich sage das aus tiefstem Herzen denn ich lebe in der Nähe eines AKW, nämlich Neckar-Westheim. Bei Stuttgart. Wenn das hoch geht und der Wind steht ungünstig verstrahlt es die gesamte Region & ich mach 3 Kreuze und schicke ein Danke in den Himmel wenn dieses Kraftwerk endlich vom Netz genommen wird. Auch wenn es uns mit Strom versorgt. Es gibt alternative Energien und es wird einfach Zeit das diese auch genutzt werden. Ich fand den Film für den Rahmen der gesetzt wurde sehr gelungen. Man darf halt auch nicht vergessen das wir hier nur 2 Std Film haben. Was aber wirklich passierte würde sicher ohne Probleme auch eine 10 Stündige Serie füllen. Von daher ist es klar das Abstriche zu machen sind. Für einen Japanischen Film ist er schon sehr Systemkritisch, wobei man klar sagen muss das die Kritik gegen das System in Japan IMMER etwas gedämpft und abgestumpft verpackt wird. Und so auch hier. Dennoch wurde gezeigt wie die Befehlskette wie auch in Tschernobyl das Fass zum überlaufen brachte. Wer einen Eindruck bekommen möchte was damals passierte der kann sich diesen Film absolut anschauen. Es ist aber kein Blockbuster & das war auch nie das Ziel der Produzenten. Für mich ein klares Daumen hoch für den Film!
MarcelAm 13. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Fukushima
Verifizierter Kauf
Eine sehr gute Nacherzählung von dem leider tragischen Unfall in Fukushima. Mich persönlich packt diese Verfilmung aber lang noch nicht so, wie die von sky und HBO zu dem Tschernobyl Unfall.
Amazon KundeAm 3. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Prädikat: äußerst wertvoll! - Ein Film, den man heute in Schulen und allen zeigen sollte...!
Verifizierter Kauf
Nicht wie manche von sich eingebildeten Modernisten kalten Herzens meinen ein weichgespülter und faktisch oberflächlicher Film, sondern ein auf alles Entscheidende mit Präzision und Tiefe eingehender Film über die Ereignisse der Fukushima-Katastrophe mit Verstand, Demut vor Gottes Fügung und ganz vielwahrem Herz an rechter Stelle - ein herausragendes Gegenstück zur zeitgeistigen Welle des kalten Negativismus vorgeblicher Authentizität einer Welt, die sich dem Bösen bereits ergeben hat und es akzeptiert in "Schuld-Rache-Spielen" damit zu verschmelzen... Dieser Film zählt zu den wenigen, die es verdienen würden zum Pflichtprogramm für erzieherische Institutionen zu werden - in dieser Hinsicht wenn auch von völlig anderer Thematik etwa "Schindlers Liste" vergleichbar... Ein Dankeschön an die Macher dieses Meisterwerkes!
MichaelAm 9. Juli 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Erschreckend realistisch
Verifizierter Kauf
Ich möchte nicht alles was schon geschrieben wurde wiederholen. Aber ich finde diesen Film mit dem asiatischen Charme erschreckend realistisch. Ja, die Synchronisation ist etwas daneben. Aber gerade dieses Durcheinander, das im Film gezeigt wird, scheint sehr dicht an der Realität zu sein. Man kennt ja hier nur die Bilder und die Berichte aus den Medien. Diese sind ja bekannter maßen auch manchmal auch auf Sensation aus. Da kam diese Katastrophe genau richtig. Das was da sehr unter gegangen ist, ist die Tragödie und die Leistung, die die Menschen dort erbracht haben. Und das bringt der Film echt gut raus. Die Verwirrtheit und die fehlenden Strukturen der Verantwortlichen haben das Chaos erst richtig in Fahrt gebracht. Und das zeigt auch der Film. Daher bekommt er von mir 4 Sterne. Alleine die Übersetzung hinkt tatsächlich etwas. Man darf aber sicher keinen Hollywood Blockbuster erwarten. Dafür ist der Film zu dicht an der Realität.
Eine Person fand das hilfreich
DrPhlox001Am 24. September 2022 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Dürftiges Drehbuch bzw. Storyline
Verifizierter Kauf
Nachdem ich den exzellenten Fünfteiler "Chernobyl" gesehen hatte, erwartete ich einen ebenfalls wenigstens gut gemachten Spielfilm zu "Fukushima" und wurde enttäuscht. Der Hauptdarsteller Ken Watanabe ist sichtlich bemüht, kann aber das dürftige Drehbuch und die durchschnittliche Regie nicht kompensieren. Man muss den Film also nicht unbedingt gesehen haben. Die deutsche Synchronisation wirkt etwas schräg. Das japanische Original (mit deutschen Untertiteln dann) hört sich etwas besser an.
Andreas GCAm 5. Januar 2022 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Pathos und klassisches Over-Acting
Verifizierter Kauf
Also abgesehen davon, dass die technische Umsetzung und die Effekte durchaus okay sind (mehr allerdings auch nicht), hat mich dieser Film doch sehr enttäuscht.
Zum einen wird kaum auf die Unfallursachen eingegangen, was die Serie Chernobyl deutlich mehr in den Vordergrund gestellt hat. Nun kann man zwar sagen, dass das ja auch eine Mini-Serie war, aber das sei dennoch genannt, um in die Gewichtung einzusteigen.
Denn genau die Gewichtung ist deutlich verunglückt. Die Charaktere werden nur sehr oberflächlich skizziert, auch wenn man den Eindruck hat, dass genau hier der Fokus liegen soll.
Hinzu kommt dann ein Maß an Pathos, das man sonst nur von Emmerich-Filmen kennt. Scheinbar sind hier alle irgendwie dann doch Helden, vom Tepco-Chef und dem Premierminister mal abgesehen.
Zu guter Letzt dann auch ein Over-Acting, das man sonst von Martial Arts-Filmen gewohnt ist: die Mimik einiger Darsteller ist fast schon lustig, wenn sie sich aufregen und dabei jeder Gesichtsmuskel Überstunden macht. Bei anderen Darstellern sind dann die Bewegungen so zackig und hektisch (die Feuerwehr und Militärs beispielsweise), dass eigentlich nur noch die Sound-Effekte "whoosh" und "schwirr" fehlen.

Alles in Allem hetzt man hierbei durch Vorkommnisse, bei denen weltweit Millionen Menschen mitgefiebert haben, ohne der Sache oder den Folgen auch nur im Ansatz Gerecht zu werden. Auf mich wirkt das alles sehr wie ein fadenscheiniger Versuch, diese Katastrophe zu purem Heldentum zu verklären, statt die Kernfragen zu beantworten, beispielsweise weshalb man Kernkraftwerke an der Küste in einem der weltweit aktivsten Erdbeben- und Tsunami-Gebiete baut oder was aus der Gegend um Fukushima geworden ist. Das hat James May bei seinem "Our man in Japan" zumindest aufgegriffen.
2 Personen fanden das hilfreich
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