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The House That Jack Built [dt./OV]

 (732)
6,82 Std. 33 Min.2018X-Ray18
Der hochintelligente Serienkiller Jack betrachtet jeden seiner Morde als Kunst. Über die Jahre ist ihm die Polizei immer dichter auf den Fersen und Jack muss größere Risiken eingehen, um sein finales Kunstwerk vollenden zu können.
Regie
Lars von Trier
Hauptdarsteller
Matt DillonBruno GanzUma Thurman
Genre
SpannungHorrorDrama
Untertitel
Deutsch [UT]
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
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Nebendarsteller
Siobhan Fallon HoganSofie GråbølRiley KeoughJeremy DaviesEd SpeleersDavid BailieYoo Ji-tae
Produzenten
Louise Vesth
Studio
Zentropa EntertainmentsCopenhagen Film FundDanmarks Radio (DR)Centre National de la CinématographieConcorde FilmverleihEurimagesFilm und Medien Stiftung NRWLes Films du LosangeMEDIA Programme of the European UnionNordisk Film DistributionNordisk Film & TV FondPotemkineSlot MachineDet Danske FilminstitutSvenska FilminstitutetSVTFilm i Väst
Inhaltsempfehlung
AlkoholkonsumNacktheitGewalt
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,1 von 5 Sternen

732 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 53% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 20% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 14% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 5% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 7% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Karsten LemkeAm 21. Dezember 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ein filmisches Kunstwerk einer Adaption der Dichter Dante und Vergil
Verifizierter Kauf
Wer einfache filmische Kost von Lars von Trier erwartet, der sitzt im falschen Boot, denn das hier ist ein filmisches Kunstwerk voller Dichtkunst und perfider Lebenspoesie. Der Leser hat richtig gelesen, das ist filmische Dichtkunst. Was Regisseur Lars von Trier uns hier serviert ist das filmische Kunstwerk von Dantes Inferno von Dante Alighieri. Man kann die Personen auch genau identifizieren. In diesem Film erleben wir das Gespräch von Jack und Verge über das Leben von Jack fast schon wie in einer Beichte und dieser Begriff "Beichte" hat auch noch seine Bedeutung.

Lars von Trier nimmt sich Dantes Inferno vor und adaptiert dieses Meisterwerk in ein filmisches Kunstwerk. Um den Film und seine Symbolik richtig zu verstehen, sollte sich der Zuschauer mit dem Werk von Dante Alighieri vertraut machen, denn sonst wird das Verständnis zum Film extrem schwer, denn dieser Film ist kein Thriller oder ein filmischer Schocker, sondern eine philosophische Fährfahrt zweier Künstler. Unsere beiden Dichter sitzen nämlich im Fährboot des Fährmannes Phlegias auf der Höllenfahrt zum Läuterungsberg an welchem sich der Büsser der Beichte stellen muss, um durch das himmlische Tor ins göttliche Paradies zu gelangen. So sieht das Original von Dante Alighieri aus und das Boot ist die Lebenssituation von Dante im Meer der Hoffnungslosigkeit, umgeben der Verdammten. Erst durch den Läuterungsberg und der Busse gelangt Dante ins christliche Himmelreich. Vergil selbst kann und darf Dante nicht folgen, da er selbst kein Christ ist und somit die Tür für ihn verschlossen bleibt. Nun kommen wir aber zum Film selbst, denn die Situation ist identisch zu Dantes Inferno.

Jack sitzt in seinem eigenen Boot seiner Lebenssituation auf dem Weg ins Jenseits und sein Ziel ist nicht der Himmel und die Himmelspforte, sondern die Pforte zur Hölle, wo Erzengel Gabriel auf ihn wartet, um ihn in das sehnliche Höllenparadies hineinzulassen. Um dort hineinzugelangen, muss auch er sich einer Beichte unterziehen, was genau die 5 Akte des Films repräsentieren. Auch in dem Fall von Lars von Trier, darf Verge nicht mit ihm weitergehen. Das darf er nicht, da auch hier ihm der Weg verboten ist aufgrund seiner Religion, was nun konsequenterweise bedeutet, in unserem christlichen Glauben gehört die Hölle und der Weg dorthin genauso zur Religion, wie der Weg von Dante in den Himmel. Beide haben denselben Weg und dasselbe Boot und werden begleitet zur persönlichen Lebensbeichte.

Es wird für manche Zuschauer noch perfider, denn das irdische Leben im Weltbild von Lars von Trier ist bereits die Hölle und beide Figuren (Dante und Jack) suchen ihre eigene persönliche Lösung in ihrem Paradies.

Nun kommen wir zu den 5 Akten und dort schockiert Lars von Trier den Zuschauer mit einem sehr bitteren Weltbild, welches mancher Feministin sicher ganz böse aufstossen müsste. Die Opfer im Film sind Frauen und wem es aufgefallen ist, alle Frauen haben im Film keinen Namen im Gegensatz zu den Männern. Er geht sogar noch weiter, denn diese Frauen sind die Verdammten und die Todsünden aus Sicht eines Mannes, der bereits schon durch die Geburt als Opfer geboren wird. Sie sind im Film die 7 Todsünden unseres Antichristen Jack. Vielleicht glaubt nun mancher, ich bin verrückt oder hatte eine schwere Kindheit. Der Zuschauer sollte einmal ganz genau hinsehen.

Die erste Frau steigt hochmütig in den Wagen von Jack, obwohl sie selbst die Tat vorhersieht und sogar ganz genau beschreibt. Sie schreit und bettelt regelrecht darum, dass Jack sie tötet. Nun kommen wir zu Frau Nummer 2. Auch hier haben wir die Situation der Todsünde. Sie ist skeptisch und würde nie einen fremden Mann ins Haus lassen, aber die Habgier auf eine Rente führt dazu, dass sie um ihren eigenen Tod fast schon bettelt. Bei der dritten Frau wird es nun richtig provokant. Wir haben eine Frau, die voller Genusssucht, darum bettelt, dass sie und ihre Kinder endlich mal ein Tier töten dürfen, am besten gleich eine ganze Tierfamilie. Ich dachte immer, Tiere sind auch Lebewesen und Geschöpfe, aber wenn Jack nun die Jagd eröffnet, dann schreit der christliche Zuschauer laut auf. Dann ist ein Tier doch nicht gleich zum Menschen. Diesen weiteren Verlauf im Film kann sich nun der Zuschauer selbst erarbeiten.

Zum Schluss noch zu einer Szene, die am meisten Empörung verursacht hat. Das ist die Tötung der Kinder und die Szene des kleinen Kükens, als Jack auch noch ein Kind war. Ich bin mir sicher, dass niemand sich gross darüber aufgeregt hat, dass die Kinder und ihre Mutter aus purer Lust ein Tier erschiessen wollen und sogar am liebsten noch ein kleines Reh. Aber als Jack die Kinder erschiesst, wird die Szene als abartig bewertet und ganz subjektiverweise werden diese beiden Kinder als Opfer bezeichnet trotz ihres Wunsches, ein junges Lebewesen zu töten. Jack hingegen wird als Kind bereits als Monster eingestuft, obwohl er das Tier noch nicht einmal tötet.

Dieser Film ist bis auf die Schmerzgrenze provokant in Form einer göttlichen Komödie und für die meisten Zuschauer nicht zu ertragen. Gläubige Christen werden dieses Werk verteufeln und spätestens die Fraktion der Feministinnen werden bei diesem Film ihren Spass haben. Trotzdem bleibt es bei der Tatsache, dass dieses ein philosophisches filmisches Meisterwerk ist, in welchem Lars von Trier das irdische Leben von Jack zu Dantes Inferno macht.

Nun stellt sich zum Schluss die Frage, ist dieser Film Kunst und ist das Handeln von Jack Kunst. Die für manchen traurige Antwort lautet, ja. Hier die Definition:

Kunst ist ein deutsches Wort. Bereits im Althochdeutschen lautete es kunst (Plural kunsti), im Mittelhochdeutschen kunst (Pl. künste). Ursprünglich ist kunst ein Substantivabstraktum zum Verbum können mit der Bedeutung „das, was man beherrscht; Kenntnis, Wissen, Meisterschaft“. Die Redewendung „Kunst kommt von Können“ ist also etymologisch (dem Wortursprung nach) richtig. Kunst bezieht sich in diesem Sinne grundsätzlich auf alles, was Menschen können und was von Menschen gemacht ist. Leider passt diese Definition zum Film und auch zu Jacks Handeln. Jack entwickelt die Kenntnis, das Wissen und die Meisterschaft einen Menschen zu töten und baut sich seine eigene Körperwelt. Was ist nun der Unterschied zwischen dem Künstler Jack, der sich zum Schluss seine eigene architektonische Körperwelt baut und dem Künstler Gunther von Hagens? Bezogen auf das Ergebnis gibt es keinen Unterschied, nur ihr Weg dorthin ist ein anderer, wo wir dann wieder beim Lebensweg von Jack sind.

Fazit:
Natürlich verteufeln viele Zuschauer diesen Film, denn er ist wirklich schwere Kost und grenzwertig provokant. Ich bleibe aber dabei, es ist Lars von Triers bester Film und leider auch ein Meisterwerk. Die Message ist rund und stimmig, auch wenn man nicht seine Lebensphilosophie teilen muss. Bevor wieder irgendjemand meint, er müsse mich provozieren, die Argumentation ist stimmig aus Sicht des Regisseurs.
8 Personen fanden das hilfreich
TraumstundeAm 21. September 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Natürlich verstörend
Verifizierter Kauf
Ein weiterer, im Grunde guter Lars von Trier Film.
Dieser Film wirkt aus jedem Blickwinkel heraus betrachtet wie ein äußerst verstörendes, skurriles und pervertiertes Kunstwerk. Alleine schon die Fragestellung, welche man im Zusammenhang mit diesem Film immer wieder lesen kann, ob man nun diese oder jene Szene in einem Film überhaupt zeigen dürfe, erfüllt den Zweck der schonungslosen Kunstfreiheit und unterstreicht gleichermaßen, dass viele andere Filme 0/8/15-Bullshit sind.
Dabei ist The House That Jack Built keine stumpfe Aneinanderreihung von Verbrechen (selbst wenn man diesen Eindruck im Verlauf der ersten Stunde des Films haben könnte), sondern eine vollkommen durchdachte Präsentation psychopathischen Denkens.
Einen Stern Abzug gebe ich lediglich, weil es meiner Meinung nach einige Minuten gedauert hat, bis der Film eine angemessene Spannung aufbauen konnte - diese steigerte sich jedoch bis zum Ende ins unermessliche.
LanthaniumAm 7. Juli 2020 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Hitchcock hätte diesen Film geliebt
Verifizierter Kauf
Serienkiller sind ein eigenständiges Sub-Thema im Bereich Thriller / Kriminalfilm. Ich denke, die meisten davon habe ich mir angesehen. Jetzt auch "The House That Jack Built" von Lars von Trier mit Matt Dillon und Uma Thurman. Gestreamt bei "Prime Video" ohne Zusatzkosten mit der "Prime"-Mitgliedschaft und ab 18 Jahren freigegeben, was dieser Film durchaus verdient hat. Obwohl ich recht abgebrüht bin, was Gewaltszenen angehen, finde ich den Film inhaltlich in einigen Szenen heftig, was ich aber gut fand - immerhin ist er für ein erwachsenes Publikum. Er erinnert mich in dieser Hinsicht an die beiden Verfilmungen von "Funny Games", die ich für richtig pervers halte und die sogar mir unter die Haut gingen. Eine gezeigte Tierquälerei, die Jack als Kind begeht, war auch nicht so mein Ding. Aber so sind sie - die Serienkiller. Die meisten fangen mit kleinen Fingerübungen an, mit Lügen, Brandstiftung und Tierquälerei, und arbeiten sich über die Jahre hoch zum Homo sapiens als Ziel ihrer Jagd.

Jack, ein Psychopath, Ingenieur und verhinderter Architekt, den ich durchaus nicht als besonders intelligent bezeichnen würde, begeht seine Morde größtenteils improvisiert und hat dabei das Glück auf seiner Seite. Sogar die Elemente kommen ihm zu Hilfe, seine Spuren zu verwischen. Jacks Drauflosgelaber ist durchaus komisch. Ich fand den Film bezüglich der Dialoge sehr unterhaltsam.

Jack ist quasi ein Musterbeispiel für Serienkiller. Lars von Trier muss sich da gut eingelesen haben. Er fährt einen Van, wie dies Serienkiller getan haben, denn Opfer lassen sich so gut abtransportieren. Die Polizei sucht bei Morden immer nach einem Grund, einem Muster und / oder einem Nutznießer der Tat. Der Serienkiller hat im allgemeinen nur die sexuelle Befriedigung als Grund. Bei Serienmorden ändern die Täter häufig ihren Modus operandi und die Waffen, legen oft weite Strecken zwischen den Morden zurück und töten manchmal jahrelang nicht mehr. Im Laufe der Zeit wird Jack, wie dies bei Serienkillern üblich ist, bei seinen Verbrechen immer dreister und sorgloser. Jack verwendet Methoden, die bekannte Serienmörder auch eingesetzt haben, z.B. im Vorfall 4 eine Krücke, um sich als behindert und harmlos darzustellen wie dies z.B. Ted Bundy getanhat. Also, man kann aus dem Film wirklich etwas über Methoden von Serienkillern lernen. Er hält sich an Tatsachen. Auch die Mitnahme von Souveniers, die dem Serienkiller ermöglichen, die Szenen noch einmal durchzuspielen, ist absolut üblich. Jack hat da im Film eine besonders schöne Geldbörse, die er aus dem Körperteil eines Opfers hat anfertigen lassen.

Über dem Film liegt audiomäßig ein Gespräch zwischen Jack (Matt Dillon) und "Verge", (Bruno Ganz), der Jacks Un(taten) kommentiert. Wer "Verge" überhaupt ist, erfahren wir erst gegen Ende. Das Ende des Film brachte mich wirklich zum Lachen. Ein Film sollte einfach mit einem Lachen enden, und sei er noch so düster. Man geht beschwingt und gut gelaunt aus dem Kino ;-P

Der Film zeigt fünf Vorfälle, bei denen Jack, der 60 Menschen getötet haben will, manchmal mehrere Menschen auf einmal tötet. Die meisten Rezensenten regen sich über die Ermordung von zwei Kindern und ihrer Mutter auf (Vorfall 3). Auch bei "Funny Games" wurde ein Kind ermordet. Es gibt Serienmörder, die auch Kinder ermorden (der "BTK"-Mörder) oder sich auf Kinder "spezialisiert" haben ("Es geschah am hellichten Tag" mit Gerd Fröbe). Viele Serienmörder werden nur deshalb geschnappt, weil sie - um berühmt zu werden - zwangsläufig auch erwischt werden müssen. Viele genießen den Ruhm ihrer Taten. Es sind Narzisten. Um dem unbewussten Wunsch, dingfest gemacht zu werden, nachzuhelfen, werden sie nachlässiger in der Durchführung ihrer Taten, sofern diese Schlamperei nicht der Hybris entspringt, die daraus resultiert, so oft den Ermittlern durch die Lappen gegangen zu sein. Bei Jack ist das genauso. Er macht nicht mal den Van von Blut sauber und vertraut immer mehr auf sein Glück.

Insgesamt fand ich den Film nicht durchweg extrem. Der erste gezeigte Mord an einer Frau, die mit dem Auto liegengeblieben ist (Uma Thurman) ist unterhaltsam und sogar recht komisch. Sie hat es fast verdient, was ihr passiert. Ich kenne einige Männer, die unter mindestens einer Frau mit ähnlicher Verhaltensweise als Chefin leiden und sich schon oft gewünscht haben, sie töten zu können. Manche haben mir das sogar genau so wörtlich gesagt. Der Film wird also besonders Männer befriedigen, die in ihrem Leben einen Frauenhass entwickelt haben, der durch das Verhalten moderner "emanzipierter" Frauen ausgelöst wird. Die meisten dieser Hass-Objekte sind äußerlich sehr attraktiv, in leitender Position (dank Frauen-Quote oder Casting-Couch), total überheblich und neigen zu penetranter Spitzzüngigkeit, da sie keine Repräsalien von ihren gepiesakten Untergebenen zu befürchten haben.Dieser Film kann also durchaus eine therapeutische Wirkung haben.

Und dann noch meine finalen Gedanken zu Leuten, die diesen Film für "Kunst" halten: Bullshit!
Eine Person fand das hilfreich
Leonhard StrasserAm 30. August 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Wieder mal typisch für Lars von Trier
Verifizierter Kauf
Der Zuseher schaut dem Massenmörder bei seinen Morden quasi über die Schulter und seltsam, man wird fast vereinnahmt von seinem Tun. Der Hausbau nebenbei scheitert an den Materialien, erst im letzten Versuch stimmen sie......
maerchenfanAm 14. Juli 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Für Freunde anspruchsvoller Stoffe, rabenschwarzen Humors und Besitzer eines starken Magens!
Verifizierter Kauf
Kurz zur Geschichte des Films: Erzählt wird die Geschichte des Serienmörders Jack, der, über viele Jahre hinweg, immer wieder brutale Morde begeht, ohne, dass die Polizei ihn zu fassen bekommt. Jack ist ein Architekt, der an dem Bau seines Hauses arbeitet und tüftelt, das jedoch niemals wirklich fertig wird, da er es, nicht mal halb fertig gebaut, immer wieder abreißen lässt, weil er mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist. Er sucht nach dem "perfekten" Material, um "sein" Haus errichten zu können. Letztendlich findet er dieses "perfekte Material" (im Laufe des Films ahnt man, worauf es hinaus läuft...) und schafft es doch noch, "sein" Haus fertigzustellen.
Matt Dillon spielt "Jack", den psychopathischen Menschenhasser und Serienmörder. Man muss ihm zugestehen, dass er die Figur brillant darstellt und so glaubhaft verkörpert, dass einem als Zuschauer kalte Schauer über den Rücken laufen.
Bruno Ganz ist hier in seiner letzten Rolle, als "Verge", zu sehen. Er begleitet Jack durch den Film hindurch und ist derjenige, mit dem Jack sich immer wieder austauscht und Zwiesprache hält. Zum Ende des Films begleitet Verge Jack auf seinem letzten Weg (und es ist nicht der zum Himmel hinauf). Bruno Ganz spielt seine Rolle sehr zurückhaltend, fast minimalistisch, schafft es jedoch, dank seines brillanten Könnens, ihr seine ganz eigene Note zu verleihen.
Meine Einschätzung des Films:
Das war der allererste Film überhaupt, den ich von Lars von Trier gesehen habe. Ich wusste also nicht, was mich erwartet. Die Kritiken hier auf Amazon und in anderen Portalen reichen von "genial" bis "Schund". Wenn ein Film so polarisiert, ist meine Neugier geweckt. Daher habe ich mir die DVD gekauft.
Ich habe mich vorab über den Regisseur schlau gemacht. Dass von Trier mit seinen Filmen keine leichte Kost bietet, ist ja nichts Neues. Und dass ein Film, der die Geschichte eines Serienmörders erzählt, blutrünstig ist und brutale Szenen enthält, sollte eigentlich nicht überraschen. Daher kann ich nicht nachvollziehen, dass meine Mit-Rezensenten hier "angewidert" sind oder von "unnötiger Gewalt" sprechen. Was haben diese Herrschaften denn bitteschön erwartet? Seichtes, anspruchsloses Popcorn-Kino?
Mir fällt auf Anhieb kein Serienmörder ein, der unblutig oder nicht mit "unnötiger Gewalt" gemordet hätte! Wenn man sich einen Film ansieht, der genau diese Thematik beinhaltet, sollte man nicht überrascht oder gar entsetzt sein, über "unnötige Gewalt" und "sehr viel Blut". Nun ja, vielleicht sollten sich diese Leute zukünftig auf Komödien oder Mainstream-Kino verlagern...
Aber nun zum Film: Ich habe mich auf heftige und blutige Szenen gefasst gemacht, muss aber, nachdem ich den Film gesehen habe, sagen, dass ich schon brutalere und schockierendere Filme in meinem Leben gesehen habe. Und ich spreche jetzt nicht von Horror- oder Slaher-Filmen. Hieße der Regisseur Quentin Tarantino, der ja nicht gerade für seine leicht verdaulichen Filme bekannt ist, würde "The house that Jack built" wahrscheinlich als Meisterwerk gefeiert. Der Film ist ein optisches Meisterwerk, das kann ich nicht anders beschreiben. Durchkomponiert wie eine schaurig-schöne Oper, die in der Faszination des Grauens sowie in Gewalt und Brutalität schwelgt, aber das mit so hervorragenden schauspielerischen Leistungen und einer perfekten Inszenierung, dass man nicht anders kann, als fasziniert zuzusehen. Wenn man ein Freund rabenschwarzen Humors ist bzw. mit bitterböser Ironie und Sarkasmus keine Probleme hat, dann kann man diesem Film, in der ein oder anderen Szene, sogar eine humorige Seite abgewinnen, wobei - zugegeben - einem das Lachen auch schon mal im Halse stecken bleibt.
Bei alldem muss man sich immer vor Augen halten: es ist "nur" ein Film! Und er soll - auf seine Art und Weise - unterhalten. Man muss schon ein Faible für ungewöhnliche Stoffe haben. Dann kann man diesen Film voll und ganz genießen. Ja, genießen! Denn was die Schauspieler, das Drehbuch und der Regisseur hier bieten, ist eine Klasse für sich. Wenn man sich auf den Film einlässt, bietet er dem Zuschauer ein faszinierendes und schaurig-schönes Psychogramm eines Serienmörders und Psychopathen, dessen Hauptfigur stark an "American Psycho" erinnert.
Fazit: Ein absolut sehenswerter Film, allerdings nichts für Weicheier und Leute mit schwachem Magen.
17 Personen fanden das hilfreich
JessAm 21. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Verstörend
Verifizierter Kauf
Ich versteh bis heut noch nicht das Ende und generell war der Film sehr seltsam 😅
CarlAm 7. Juli 2019 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Absolut bösartig! Nichts für schwache Nerven !!!!!!
Verifizierter Kauf
The House that Jack Built ist definitiv nichts für schwache Nerven! Hier geht ein Serienmörder mit zwanghaften Störungen durch die Straßen und „schlachtet“ im wahrsten Sinne alles ab, was sich ihn in den Weg stellt, dabei macht er kein halt vor KINDERN, Frauen oder Männern, vorzugsweise wird hier das ermorden von Frauen dargestellt und das oftmals extrem authentisch, blutig und auf eine Art und Weise, wie man sie nicht oft in Filmen zu Gesicht bekommen hat. Ich schaue gerne mal einen Splatter oder Horror Film genauso aber zählt auch Matt Dillon zu einem meiner absoluten Lieblingen am Schauspielerstern, ihn in solch einer bösartigen Rolle sehen zu dürfen, war ein absolut verstörendes Erlebnis! Er leistet hier einen grandiosen Job und seine Rolle ist keineswegs leicht und hat ihm sicherlich viel abverlangt!

Die Handlung welche hier erzählt wird, ist doch sehr lückenhaft und zum Ende hin verschmelzt das Ganze doch sehr in einer Kunst, welche vielen wohl kaum gefallen wird, dennoch muss ich sagen, dass ich zum Ende hin doch sehr geschockt über das Gesehene war.

Auch wenn der Film über zwei Stunden geht und wenig Inhalt bietet, kann er dennoch fesseln und bietet teilweise sehr interessante Dialoge sowie Anhaltspunkte. Für viele bösartige Überraschungen wird hier auch gesorgt, oftmals verschmelzt hier Kunst, Liebe und Gewalt „hervorragend gut“.

Es handelt sich hierbei um einen Film der doch stark über die Stränge schlagen kann, wer sich aber vorher mit der Handlung beschäftigt hat, sollte doch bitte wissen auf was er/sie sich einlässt! Wenn Sie schwache Nerven haben, wiederhole ich es gerne nochmal ausdrücklich, schauen Sie sich dieses Werk nicht an!!!!!!!

Die Kameraführung hingegen hat mich teilweise sehr gestört, besonders zu Beginn des Films, war mir das ganze doch sehr wackelig und ich brauchte meine Zeit, bis ich mich daran gewöhnt habe. Ansonsten ist das Bild und der Sound hervorragend und der Soundtrack überzeugt ebenso auf ganzer Linie!

Ich hätte gerne mehr Handlung bei der langen Spielzeit gehabt und eine bessere Kameraführung, ansonsten vergebe ich hier gerne knappe vier Sterne!
RoderichAm 30. Mai 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Hit the road Jack!
Verifizierter Kauf
Der Einstieg in schwarz.
Das Urdunkel.
Ich musste schmunzeln.
Ich war am Haken.
So beginnt der neue Film von Lars von Trier mit einem Dialog zwischen Jack (Matt Dillon) und dem Fährmann Verge (Bruno Ganz).
Dann kommt das Licht zurück und es ist erstaunlich was alles zum Vorschein kommt.
Warum? Weil es gesehen werden will?
Dann sollte man auch darüber sprechen.
Aber erst einmal eine Warnung. Der Film hat so seine Momente die einem queer im Halse stecken bleiben, zwingt uns Bilder auf die unserem Atem kurz zum Stillstand bringen.
Zwänge drängen uns dazu Dinge zu tun, von denen wir wissen das sie nicht richtig sind. Aber wäre es kein Zwang, so hätte man ja auch die freie Entscheidung es zu lassen.
Dieser Film ist monströs. Dafür ist Lars von Trier auch berüchtigt. Ab und zu braucht man das vielleicht. Diese Erinnerung was ein Mensch ist. Ab und zu braucht man das, wie eine Waschung, das ganze Make-up wird aus dem Gesicht gewischt und unser Blick wird auf unser eigenes ungepudertes Gesicht frei.
Und hier kann einem ja nichts passieren. Dieser Film ist wie der Teufel an der Leine. Scheinbar schwebt er frei im Raum umher, doch kommt er dir zu nahe, dann gibt es einen kleinen Ruck und er wird dich nicht erreichen.
Nur in deinen Gedanken.
Siehst du dennoch hin?
Es gibt viele arten zu morden. Wegschauen ist eine davon die wir alle kennen.
Jack ist da anders, er will alles sehen, er will alles wissen. Er ist ein Ingenieur und Architekt. Vielleicht liegt das aber nur an seinem Zwang das Leben zu ordnen.

"Meine Polizeimarke ist gerade beim Silberschmied und wird auf Hochglanz poliert.......und neue Auszeichnungen werden auch eingraviert, weil ich befördert wurde!" (Filmzitat)

Das ist auch was "The House that Jack Built" von anderen Filmen dieser Art unterscheidet. Die Dialoge. Ein süfisant ironischer Unterton der irgendwie unangebracht erscheint, dadurch aber Ecken beleuchtet, uns in tief verborgene Winkel bringt, die so sonst vielleicht nie zum Vorschein gekommen wären. Der Film bringt uns dazu sich Gedanken zu machen.

........und nur in deinen Gedanken, da lebt deine Welt.

Unglaublich wie eine Brücke von Zwangsstörungen, der Not das Leben zu ordnen, zu der Not das Leben anderer zu beenden, stellvertretend für die Suche nach Liebe, geschlagen wird.
Ganz einfach so wie Atmen. Atmen, Schwung holen, und wieder Einatmen.
Das gelingt vor allem auch durch Matt Dillon's Spiel. Eigentlich halte ich ihn für einen eher durchschnittlichen Darsteller, hier aber spielt er brilliant. Solche Rollen scheinen manchen Schauspielern Flügel zu verleiten. Die Kunst des Mordens scheint zumindest ihm wie auf den Leib geschneidert.
Die Rolle des Sünders.
Und dann kam der große Regen und spülte alle Sünde fort.
"The House That Jack Built." ist ein Gedanke gefasst in Bildern. Eine künstliche Realität wird zur realen Kunst.
An einem gewissen Punkt zitiert sich Lars von Trier dann auch selbst. Seine Filme. Glorifiziert sie.
Er ist Jack. Er ist der Jäger und Sammler.
Er ist wir und Jack ist nur ein Mensch. Ein Mensch unter vielen.

Und dann das Ende.Der freie Fall. Wie der stumme Schrei einer Taube.

Ein Film der die Gedanken so zum Kreisen bringt kann von mir nur 5 Sterne bekommen. Man muss allerdings auch aufgeschlossen sein solche Gedankenmodelle zuzulassen, sonst sieht man nichts das einen Gedanken wert wäre.
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