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The Northman

 (4.983)
7,12 Std. 17 Min.2022X-RayHDRUHD16
THE NORTHMAN von Ausnahmeregisseur Robert Eggers ist ein actiongeladenes Epos über den Wikingerfürsten Amleth, der nach Vergeltung für den Mord an seinem Vater strebt.
Regie
Robert Eggers
Hauptdarsteller
Alexander SkarsgårdNicole KidmanClaes Bang
Genre
SpannungDramaGeschichteFantasyAbenteuerAction
Untertitel
English
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
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Nebendarsteller
Anya Taylor-JoyEthan HawkeWillem Dafoe
Produzenten
Lars KnudsenMark HuffamRobert EggersAlexander SkarsgårdArnon Milchan
Studio
Focus Features
Hinweis zum Inhalt
NacktheitSchimpfwörtersexuelle InhalteGewalt
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

3,3 von 5 Sternen

4983 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 29% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 18% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 22% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 13% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 18% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

RayAm 4. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Die Legende von Amleth...
Verifizierter Kauf
"Mythen, Märchen und Folklore sind das, was mich am meisten interessiert - sogar mehr als das Filmemachen selbst. In meinem Filmen versuche ich, die Denkweise der jeweiligen Zeit zu erkunden und es dem Publikum objektiv und ohne Vorurteile zu präsentieren. Deshalb gibt es in all meinen Filmen das Übernatürliche neben dem Realistischen" - so ein Zitat des Regisseurs Robert Eggers. Schon in seinem Horrorfilm "The Witch" lieferte der Filmemacher ein akkurates Portrait dieser Zeit. Er hielt sich an Prozessakten und zeitgenössische Überlieferungen, was die Geschichte sehr authentisch werden ließ. Gemeinsam mit Sjon Sigurdsson schrieb Eggers das Drehbuch zu seinem Wikinger Epos "The Northman" - auch es ihm, dass der Zuschauer möglichst präzise in dieses Zeitalter eintauchen kann. Gleichzeitig ist die Authentizität und Detailtreue möglicherweise für ein Publikum, dass einen konventionellen Abenteuerfilm-Blockbuster erwartet, zu sehr eine Meditiation über Religion und Aberglauben. Das macht den Film zweifellos zu einem ganz speziellen Meisterwerk, ähnlich wie "Walhalla Rising" von Nicolas Winding Refn oder "The Green Knight" von David Lowry. Ein Meisterwerk, dass aber polarisiert und nicht jedem gefallen wird.
"The Northman" spielte weltweit 69 Millionen Dollar ein, was angesichts des hohen Budget eher ein schwaches Kassenergebnis darstellt. Die Geschichte basiert auf "The Legend of Amleth" von Saxo Grammaticus. Amleth wird von dem schwedischen Schauspieler Alexander Skarsgard verkörpert, der ebenso fasziniert von den nordischen Sagen und Myhen wie der Regisseur selbst. Diese mittelalterliche skandinavische Legende war auch für William Shakespeare Inspiration zu seiner Tragödie "Hamlet" - ein Werk, dass bereits sehr oft verfilmt wurde.

Die Geschichte spielt im Jahr 895 nach Christus. Herrscher der Insel Hrafnsey ist der beliebte König Aurvandill (Ethan Hawke), der von seinen vielen Eroberungen in Übersee endlich wieder nach Hause gekommen ist. Seine Frau Königin Gudrun (Nicole Kidman) und sein Sohn Prinz Amleth (als Junge wird er von Oscar Novak gespielt) sind ausser sich vor Freude. Amleth ist der Thronfolger und sein Vater lässt ihn an einer spirituellen Zeremonie teilnehmen, um ihn auf sein verantwortungsvolle und mächtige Erbe vorzubereiten. Des Königs Hofnarr Heimir (Willem Dafoe) überwacht die Zeremonie. Am nächsten Morgen wird Amleths Welt aber grausam zerstört. Der Junge muss heimlich mitansehen, wie sein geliebter Vater von dessen Bruder Fjölnir (Claes Bang) enthauptet wird. Nach dem Mord wird auch Jagd auf den Jungen gemacht, doch der kann entfliehen. Gudrun wird verschleppt und Fjölnir wird zum neuen Herrscher ausgerufen. Der Junge schwört Rache für den Tod des Vaters. Er wird Fjölnir töten und die geliebte Mutter befreien. Jahre vergehen. Amleth ist zum starken Berserker herangewachsen und überfällt mit anderen Wikingern ein Dorf. Nach dem blutigen Kampfgetümmel hat Amleth eine Begegnung mit einer geheimnisvollen Seherin (BjörK), die ihn wieder an seinen Racheschwur erinnert, den er beinahe schon vergessen hat. Er erfährt, dass der verhasste Onkel sein Köngreich wieder verloren hat und nun als Stammesfürst in Island lebt. Amleths Weg ist vorgezeichnet - in einem Sklavenschiff hat er sich selbst als Sklave eingeschlichen. Wohlwissend, dass Fjölnir Arbeitskräfte unter den Gefangenen braucht. Auf dem Schiff lernt er die schöne Sklavin Olga vom Birkenwald (Anya Taylor Joy) kennen, in die er sich verlieben wird. Das Schicksal hat tatsächlich vorgesehen, dass beide als Sklaven auf Fjölnirs Hof landen. Dort herrscht der Onkel gemeinsam mit seinem Sohn Thorir (Gustav Lindh) aus erster Ehe. Gudrun ist seine zweite Gemahlin geworden und beide haben einen Sohn names Gunnar (Elliot Rose). Eines Nachts hat Amleth eine Begegnung mit einem Zauberer, der einen geistigen Dialog mit dem inzwischen verstorbenen Heimir ermöglicht. Dort erwähnt der Tote das magische Schwert Draugr, mit dem die Rache erfolgreich vollzogen werden kann...

Kameramann Jarin Blaschke hat alle drei Film von Robert Eggers phantastisch bebildert. Für die Leistung in "Der Leuchturm" bekam er sogar eine Oscar-Nominierung. Trotz der Wucht der Inszenierung schafft es Eggers immer wieder auch intime Momente zu zeigen. In Deutschland erhielt "The Northman" das Prädikat "besonders wertvoll"
4 Personen fanden das hilfreich
Karsten LemkeAm 16. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Wenn aus Shakespeares Hamlet der nordische Racheengel Amleth wird
Verifizierter Kauf
Bereits beim Wortspiel des Namens der Hauptfigur sollte deutlich werden, das wird kein Blockbuster für die Generation der Viking oder Game of Thrones Serien, sondern das wird ein dreckiges und hassdurchtränktes Filmepos mit atmosphärisch theatralischen Zügen einer William Shakespeare Offenbarung und genau so sollte man an diesen Film herangehen.

Regisseur Robert Eggers zelebriert hier ein William Shakespeare Theater in einer bildgewaltigen nordischen Kulisse mit einer gefühlten nordischen Mythologie, die fast schon zu einer visuellen Kunstform entwickelt wurde. Das hat der Film auch dem Kameramann Jarin Blaschke zu verdanken, der bereits mit dem Film "Der Leuchtturm" gezeigt hat, dass Kino auch eine Form von Kunst sein kann. Hier ist jedes Bild gestochen scharf und in einer vielschichtigen Intensität, dass man bei diesem Film sogar von einem optischen Kunstwerk sprechen kann. Alleine, wie sich Amleth durch das Dorf der Rus metzelt, ist ein Augenschmaus für visuelle Kunstliebhaber.

Zusätzlich stand Regisseur Robert Eggers noch der isländische Künstler Sigurjón Birgir Sigurðsson beim Drehbuch zur Seite und damit ist nun die visuelle Erschaffung einer Nordland Performance perfekt. Inspiriert durch die Sagenwelt seiner Insel Island und den Liedertexten eines David Bowie wurde er fester Bestandteil im künstlerischen Schaffen der Sängerin Björk. Gerade sein künstlerisches Leben zeigt in diesem Epos seine atmosphärische Wirkung und gibt dem gesamten Film eine besondere Note, die manchem Viking-Film-Experten auf den Magen geschlagen haben dürfte. Was noch im Film "The Witch" in einer Independent Version mündete, wird hier in voller Grösse zelebriert.

Und nun zu den Schauspielern, denn die sind in dieser Form des Films zum Niederknien. Beispielsweise Schauspieler Willem Dafoe ist immer für eine besondere Leistung bekannt und gerade im Zusammenhang mit dem Film "Der Leuchtturm" wusste die gesamte Film-Crew, dass dieser Schauspieler dem Film eine besondere mythische Note geben wird, denn gerade Willem Dafoe hat ein Feingefühl für Filme, die einen extremen Touch einer filmischen Kunstform besitzen. Hier kommt es nicht nur auf eine Charakterzeichnung an, sondern auf eine filmische Performance in einer puren Theatralik.

Natürlich ist dieser Film nicht die Gallionsfigur für den Blockbuster-Mainstream der Vikings-Fangemeinde und das will er auch nicht. Hier wird der Schriftsteller William Shakespeare zum Leben erweckt, um ein theatralisches Filmepos zu erschaffen. Ich bin mir sicher, ein William Shakespeare hätte frohlockt, denn der Spirit dieses Mannes ist im gesamten Film zu spüren.

Persönlich muss ich sagen, dass zum Ende des Films mir die surreale Mystik etwas too much war, aber das ist einfach nur eine kleine persönliche Randnotiz, denn dieser Film hat den Begriff Film-Epos wirklich verdient.

Fazit:
Der Film "The Northman" ist nicht einfach nur ein gewaltiger Film, sondern eine visuelle Performance in einer ausdrucksstarken Kunstform. Auch wenn mancher Zuschauer diese Form in Grund und Boden kritisiert, ist für mich dieser Film ein echtes Film-Epos. Sachlich betrachtet kann man diesem Film nur 5 Sterne geben, egal ob man solche Filme mag oder eben nicht.
2 Personen fanden das hilfreich
Doktor von PainAm 8. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Für mich der beste Film des Jahres
Verifizierter Kauf
Ende des 9. Jahrhunderts herrscht der Wikingerkönig Aurvandill (Ethan Hawke) über das Inselreich Hrafnsey. Eines Tages wird er von seinem Halbbruder Fjölnir (Claes Bang) getötet. Dieser reißt sich nicht nur den Thron, sondern auch Aurvandills Frau Gudrún (Nicole Kidman) unter den Nagel. Damit der eigentliche Thronfolger keine Probleme bereitet, will Fjölnir auch den jungen Königssohn Amleth (Oscar Novak) töten lassen. Diesem gelingt jedoch die Flucht übers Meer, getrieben von dem Gedanken, seinen Vater zu rächen, seine Mutter zu retten und seinen Onkel zu töten. Jahre später ist Amleth (Alexander Skarsgård) zu einem brutalen Krieger geworden, der mit einer Berserker-Bande ein Dorf nach dem anderen überfällt. Als er erfährt, dass einige Sklaven nach Island geschickt werden sollen, wohin Fjölnir vor dem norwegischen König geflohen ist, sieht er den Zeitpunkt seiner Rache gekommen. Er gibt sich selbst als Sklave aus, um sich in Fjölnirs Dorf einschleusen zu können. Doch bis zur Rache ist es trotzdem noch ein weiter Weg...

The Northman ist ein 2022 erschienener Film vom Robert Eggers (Regie, Drehbuch) und Sigurjón Birgir Sigurðsson (Drehbuch). Ich habe den Film im Kino gesehen und fand ihn so gut, dass ich ihn mir später auf Blu-ray bestellt habe. Eggers vermischt hier Abenteuer- und Historienfilm mit nordischer Mythologie auf eine sehr originelle Weise. Alles ist düster und gleichzeitig bildgewaltig, die Welt der Mythen ist nicht omnipräsent, sondern wird vielmehr nur angedeutet. Optisch beeindruckend und atmosphärisch ist das alles definitiv, allein das Finale (da will ich nicht spoilern, also gibt's keine Details) ist grandios in Szene gesetzt.

Die Story ist im Kern lediglich eine "ganz normale" Rachegeschichte, so liest sich die Inhaltsangabe wahrscheinlich auch. Doch die Sache hat einen Kniff: Mit der Zeit verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, so dass man zum Ende hin gar nicht mehr weiß, ob es überhaupt einen Helden und einen Antagonisten gibt. Schwarz-Weiß existiert in der Hinsicht nicht, und wer ein Happy End erwartet, sollte sich besser darauf einstellen, dass es ein solches in The Northman nicht gibt. Tja, jedermanns Sache ist der Film nicht, das zeigen auch die durchschnittlichen Zuschauerwertungen. Ich allerdings finde The Northman großartig, es dürfte wohl mein persönlicher Lieblingsfilm aus 2022 sein. Darum gibt's volle fünf Sterne - und die bekommen von mir nur wenige Filme. Das Bild bei der Blu-ray-Version ist einwandfrei, einen Schwung Extras gibt's dazu.
2 Personen fanden das hilfreich
HemeranerAm 16. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Hamlet - die Wikinger-Version
Verifizierter Kauf
895 n. Chr.: Wikingerkönig Aurvandil (Ethan Hawke) kehrt von einem Raubzug zurück. Er wird von seinem Sohn Amleth sehnsüchtig erwartet. Seine Frau Gudrún (Nicole Kidman) macht ihn seine Aufwartung. Auch der Bruder Fjölnir (Claes Bang) erscheint zu Hofe.

Erst mal wird martialisch einem zum besten gegeben, dann sich mit bewusstseinserweiternden Met die Birne zugeknallt. Der Olle ist nämlich verwundet und möchte als Kling-- äh Krieger sterben. Sein Sohn soll schon mal lernen, wie ein Krieger sich so macht.

Doch nach der Party in der Männerhütte lauern gedungen' Mörder. Der Chef entpuppt sich - NEIN - als Bruder und macht ihn erst mal ne neue Rasur. Amleth sieht das alles mit an und kehrt gerade noch in sein Dorf zurück. Dort ist aber alles zu spät. Seine Mutter ist bereits Beute des Oheims.

Also fleuchen. Jahre später (wenn man die Alter der Schauspieler betrachtet, und das sieht man, wäre es 33! Dann müsste er Methusalix bekämpfen), Amleth ist Profikiller im Land der Rus. Plündern, morden, brandschatzen ist sein Ding und das macht er super. Aber irgendwie bimmelt da unverhofft bei der letzten Plünderung was bei ihm. Reminiszenzen, die seiner Erfahrung ganz ähnlich sind. Plötzlich fällt ihn da was ein wegen Rache und so...

"-räch seinen schnöden, unerhörten Mord."
"Mord?"
"Ja, schnöder Mord, wie er aufs beste ist,
Doch dieser unerhört und unnatürlich."
Hamlet, 1. Aufzug, 5. Szene

Was der Dichter hier verschnörkelt den Geist dem verdatterten Hamlet mitteilte, hat seinen Ursprung in der Edda. Dort gibt es einen Aurvandill. Saxo Grammaticus macht daraus im 12. Jahrhundert den Horwendillus, den Vater von Amlethus. Nicht umsonst kommt der Name des Protagonisten einem hier so bekannt vor.

Auch sonst ist hier alles vertreten. Der Brudermord, wenn auch nicht so zimperlich wie bei Shakespeare, die Heirat der Witwe, das Durchdrehen des Sohnes und der Racheplan, so eine Art Ophelia, ja sogar der olle Yorick ist dabei. Der wird hier von Willem Dafoe dargestellt. Insofern gibt es einen zwar etwas verzerrten - durch die überbordende Gewalt - aber hohen Erkennungswert. Na, und Björk darf nicht fehlen. Ist ja Island. Ohne Gesang und Schwanenkleid.

Dieser Hamlet schwimmt in Blut und Körperteilen. Er macht aus der Umgebung der Nordmänner, ihren Sitten und Gebräuche, ja, ihrer ganzen Sagenwelt keinen Hehl. Ich hab mich ganz gut unterhalten gefühlt, auch wenn relativ früh klar war, wohin der Hase läuft...
7 Personen fanden das hilfreich
ZzZAm 29. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ganz großes, dunkles, dreckiges Kino.
Verifizierter Kauf
Für mich einer der besten Filme der letzten Jahre. Lange habe ich nicht so eine brachiale Kraft gesehen, die ein Film ausstrahlen kann. Wer hier Hollywood erwartet - der ist fehl am Platz. Und das meine ich so positiv, wie ich es nur meinen kann.

Zur Handlung möchte ich nicht viel sagen. Nur, dass hier natürlich nicht die komplexeste Handlung zu erwarten ist. Hier geht es oft um Mythen. Hier geht es oft um Metaphorik. Hier geht es oft um die individuellen Sichtweisen der Charaktere.

- Was hat mir nicht gefallen?

Eigentlich muss ich hier auf sehr hohem Niveau meckern.

Gelegentlich hat man den Greenscreen doch recht deutlich gemerkt. Gerade auf der See gegen Ende des Films hätte ich mir erhofft, dass auf den Greenscreen verzichtet werden würde.

Das Bild der UHD ist schon sehr dunkel gehalten. Es passt zum dreckigen Look des Films. Aber ein bisschen mehr Details in dunklen Bereichen hätte man schon erkennen können. Das Bild der Blu-ray soll weitaus heller sein...

...was noch zum letzten negativen Punkt bringt: Da der Unterschied zwischen Blu-ray und UHD hier doch recht groß sein soll, hätte ich es mir gewünscht, das beide Discs beiliegen. Schade!

- Was hat mir an dem Film gefallen?

Eigentlich alles. Ich kann mich nicht erinnern, einen Film gesehen zu haben, der recht wenig Handlung hat, aber 134 Minuten so gut unterhalten hat. Jede Kameraeinstellung passt. Anfangs dachte ich, dass beispielsweise Nicole Kidman nicht in die Rolle passt - nur um im Verlauf des Films eines absolut Besseren belehrt zu werden.

Der Ton: Die deutsche Dolby Atmos Tonspur ist eine Wucht. Nie deplatzierte Sounds. Oft wird der Raum einfach mehr gefüllt, wenn es so gewollt ist. Der 'Soundtrack' passt perfekt. Alles wirkt absolut roh und brutal. Ich konnte komplett eintauchen.

Das Bild: Meist analog wirkend. Dreckig. Roh. Wie oben beschrieben: gelegentlich zu viel Greenscreen - was grade im Finale deutlich aufgefallen ist. Aber alles in allem passt es meist perfekt.

Die Schauspieler passen perfekt. Der Cast wurde perfekt gewählt. Im ganzen Film gibt es eigentlich keine grundlegend guten Charaktere - alle haben eine brutale und raue Art. Alle passen in die rohe und brutale Welt hinein.

Die Gewalt: Ich brauche sie nicht. Aber hier ist so so dermaßen gut platziert, dass man manchmal kopfschüttelnd vor dem TV sitzt und sich fragt, warum man grade eine FSK 16 Version eines Filmes sieht.

Die Metaphorik: Hier wurde ich oftmals an Vikings erinnert. Dennoch wirkt alles noch besser umgesetzt. Man merkt in jeder Szene, die sich mit einem Seher oder ähnlichen befasst, wie viel Liebe zum Detail hier genutzt wurde.

Ich werde nur den Film auf jeden Fall nochmal in Englisch schauen. Ich freue mich jetzt schon drauf.

Abschließend: Ich verstehe nicht, warum der Film hier nur 3 Sterne bekommen hat, wenn ein Fast and Furious 9 4,5 Sterne bekommt. Was erwartet der Zuschauer? Wahrscheinlich einen Einheitsbrei - der hier eben nicht geboten wird. Für mich ist der Film ganz großes Kino. Fernab von jeglicher 0-8-15-Hollywood-Geschichte. Für mich bisher der beste Film des Jahres.
24 Personen fanden das hilfreich
Kaweh L.Am 4. August 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Kommt jetzt endlich die Antiken-Expendables Box mit allen wichtigen Action-Stars von der Frühzeit
Verifizierter Kauf
bis zur heutigen Zeit heraus?

Ja Leute! Darauf haben wir alle gewartet: Dwayne Johnson als "Herkules" neben Arnold Schwarzenegger als ewigen Totenschädel mampfenden "Conan der Barbar": und als sprechenden Totenschädel Alexander Skarsgård, der die wertvollen Filmzitate (wie William Dafoe als Helmir der Narr in dem Film) aus allen Antikenfilmen bis zur heutigen Zeit beisteuert!

Kleiner Scherz!

Natürlich ist "The Northman" ein absoluter wertvoller Film, der die Helden- und Rachesaga von Amlet, dessen Vater von seinem Onkel Fjölnir in seiner "Welpenzeit" (Zitat aus dem Film) getötet wird und seiner Mutter beraubt wird, erzählt und Vorlage für William Shakespeare's "Hamlet" (auch so ein "Antikenschinken") ist.

Die expressionistische Bildersprache der Nordmannsaga so wie in den Meisterwerken von Fritz Langs "Nibelungen" und Akira Kurosawas "Ran" muss sich nicht vor diesen absolut großartigen Filmen und anderen Meisterwerken verstecken.

Björk selbst tat auch gut daran, wieder in einem Film, wenn auch diesmal in einen absolut blutdurstigen (nicht blutrünstigen sowie "Conan") mitzuspielen.

Es gibt halt heute noch große Unterschiede von Trash und meisterhaften Schmiedefilmkunst wie der Weltklasse-Regisseur Robert Eggers es vermag.

Absolut sehenswert dieser Film! Und auch hörenswert: ich habe mittlerweile einen Ohrwurm (mehr als von den "Balalayla-Songs" , die derzeit im deutschen Streaming gespielt werden!) von dem Soundtrack, der aus der Hand (oder sollte ich besser sagen Ohr) von Robin Carolan stammt, der Hans Zimmer
Fans total beglücken wird: weil noch viel besser als "Dune", aber mindestens genauso genial wie "Gladiator" ( da haben wir sie wieder: die Vergleiche mit den Antikenfastbarfußfilme ).

Die Schauspieler Riga ist ebenso absolut sehenswert: besonders Anya Taylor-Joy hat mich in ihrem Bann gezogen und ich bin mittlerweile wohl genauso ein großer Fan wie der Hauptdarsteller Stellan Skarsgård, der in den Extras des Film von ihr höchsten Tönen schwärmt und nur noch mit ihr drehen will ( was das wohl für kleine Kinder geben wird: "Witchboy" und "Northgirl" als Namen (kleiner Scherz!).

Ein absoluter sehenswerter Film. Ich hoffe "natürlich" auf eine "Fortsetzung": Nein! Nicht in die Form eines "Zerstörers" ( wo wir wieder bei Conan, den ewig Totenschädel zerstampfenden wären), sondern in Form eines wieder kongenialen Meisterwerk mit komplexer Bildsprache und sirenenhafter Musik von den Meisterkompositeuren Robert Eggers und Robin Carolan!

Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn Stellan Skarsgård demnächst "wieder" eine Rolle bei den 300 SpartanerInnen ergattern würde!

(noch mal ein kleiner Scherz von mir)

Also Leute: nun genug gelacht. Freya und Odin warten: zurück zur Arbeit, Ihr Sklaven!!!

Der Film verdient zu Recht 5 Sklaven-Sterne!
4 Personen fanden das hilfreich
Wurzeln & FlügelAm 21. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Komplexer als gedacht
Verifizierter Kauf
"The Northman" von Regisseur Robert Eggers wirkt in der ersten Hälfte wie eine sehr gut recherchierte, teuer inszenierte nordische Rachesaga, die aber sehr linear erzählt ist. Durch eine unerwartete Wendung gewinnt der Film aber im zweiten Teil deutlich an Komplexität und Nuance.

Das Thema Rache und die Befriedigung, die man durch sie erhält oder auch nicht ist ein in vielen Filmen behandeltes Sujet. Was "The Northman" allerdings als neuen Denkanstoß einbringt, ist die Idee, dass Menschen sich durch festgefahrene Narrative davon, wer sie sind und was den Sinn ihres Lebens ausmacht, auch die Möglichkeit nehmen können, ihr Leben frei zu gestalten. Insofern ist "The Northman" ein Film mit klar postmoderner Stoßrichtung. Darüber hinaus fällt positiv auf, wie gut die Bräuche, Sprachen und Rituale der Nordmänner und auch alten Slawen recherchiert zu sein scheinen. Alles wirkt sehr authentisch.

Den einen Stern Abzug meinerseits gibt es für die doch ganz schön krude Ästhetik und immer wieder brachiale Gewalt im Film. Gerade die erste Hälfte des Films weist mitunter Längen auf und die oben genannten gestalterischen Mittel ermüden den Zuschauer zusehends bevor der Film an Nuancen gewinnt und Fahrt aufnimmt. Es ist mir schon klar, dass dies inhaltlich-konzeptuell so Sinn macht, allerdings stehe ich auch auf dem Standpunkt, dass Filme eben auch eine sinnliche Erfahrung darstellen. "The Northman" zertrümmert die Antennen des Zuschauers ein bisschen zu sehr mit seinen Gewaltorgien und seiner Brachial-Ästhetik, bevor er diese dann doch noch für Feineres in Anspruch nehmen will.

Was "The Northman" übrigens nicht ist: ein Action- oder Historienfilm. Wer sich diesen Film mit diesen Erwartungen ansieht, wird ihn als ganz schönen Reinfall erleben, was einen Großteil der schlechten Rezensionen hier erklären mag.

Insgesamt ist "The Northman" ein durchaus sehenswerter Film, der aber beim Zusehen auch anstrengt. Vier von fünf Sternen.
8 Personen fanden das hilfreich
Benjamin BreuerAm 8. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
atmosphärisch, düster und dann ?
Verifizierter Kauf
Diesen Film wollte ich mir unbedingt im Kino ansehen, ging ich hier von einem knallhartem Wikingerrachefilm nach Vorbild von Vikings aus. Warum? Ich hatte die Trailer gesehen und hatte dementsprechend hohe Erwartungen. Ins Kino selber hatte ich es dann doch nicht geschafft. Erst nach dem Durchforsten erster Rezensionen hier im Forum wurde mir klar, dass bei der Vermarktung des Film nicht mit echten Karten gespielt wurde. Wer ein Schlachtenepos a la Vikings erwartet wird bitter enttäuscht werden. The Northman ist ein atmosphärisch dichter, düsterer Film, der von der Mystik der Nordmänner und Frauen lebt, eine detailgetreue, schmutzige und eher unromantische Seite der Wikinger zeigt und die Geschichte eines Hamlet in die Wikingerzeit verlagert. Die Atmosphäre ist cool, die Bildsprache absolut sehenswert, aber...........Dieser Film wurde meiner Meinung nach wissentlich falsch beworben, um vom momentanen Wikingerhype zu profitieren. Während Vikings der popkulturelle Versuch ist uns Wikinger als gestählte, zwar brutale , aber auch hippe Gesellen zu verkaufen, so wird the Northman diesen Erwartungen zu keiner Zeit gerecht. Einerseits mag der Film aus künstlerischer Sicht gut sein und fast schon ins Arthousekino gehören, andererseits finde ich es eine Frechheit mit der Erwartungshaltung der Zuschauer so zu spielen. Hier wird einfach nicht mit offenen Karten gespielt und das Gütesiegel "Wikingerfilm" als Lockmittel genutzt. Wer nicht die Offenheit und Muße besitzt, den Film bis zum Ende zu schauen, wird daher sehr enttäuscht sein. Sollte man aber diesen Punkt "of no return" überwunden haben, wird dem Film das eine oder andere abgewinnen können. Ich selber schwankte bei der Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen, aber es überwog doch die Enttäuschung über die irreführenden Trailer.
10 Personen fanden das hilfreich
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