Sag nicht, wer du bist!

 (68)
6,91 Std. 43 Min.201516
Der junge Tom fährt aufs Land, um am Begräbnis seines verunglückten Lovers teilzunehmen. Als er beim einsamen Hof der Familie eintrifft, wird er von niemandem erwartet. Die Mutter Agathe weiß noch nicht einmal, dass ihr Sohn schwul war. Und der ältere Bruder Francis macht ihm blitzschnell klar, dass das so bleiben muss. Überrumpelt gibt Tom nach - und lässt sich auf ein seltsames Spiel ein.
Regie
Xavier Dolan
Hauptdarsteller
Xavier DolanPierre-Yves CardinalLise Roy
Genre
SpannungDrama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
Bei geliehenen Titeln hast du 30 Tage Zeit, um das Video erstmals wiederzugeben, und anschließend 48 Stunden, um es vollständig anzusehen.

Mit Prime für 0,00 € ansehen

Zur Watchlist hinzufügen
Zur Watchlist
hinzufügen
Alle Preise inkl. MwSt.
Mit der Bestellung oder Wiedergabe erklärst du dich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden. Verkauft von Amazon Digital Germany GmbH.

Weitere Informationen

Nebendarsteller
Evelyne BrochuManuel TadrosJacques LavalléeOlivier MorinCaleb Landry Jones
Studio
CLA GmbH
Hinweis zum Inhalt
Gewaltangsteinflößende SzenenAlkoholkonsumRauchen
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Andere Formate

Rezensionen

3,6 von 5 Sternen

68 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 49% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 13% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 10% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 7% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 21% der Bewertungen haben 1 Sterne
Sortiert nach:

Top-Rezensionen aus Deutschland

RayAm 25. Februar 2015 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Gefährliche Lust auf Unterwerfung...
Verifizierter Kauf
Xavier Dolan ist ein sehr interessanter Filmemacher. Der 1989 in Montreal geborene Frankokanadier spielt in den meisten seiner Filme auch die Hauptrolle, er schreibt die Drehbücher für seine Filme und beteiligt sich auch an der Produktion.
Der junge Filmemacher lebt offen homosexuell und schon sein erster Film "I killed my mother" beschreibt die Beziehung eines jungen Homosexuellen mit seiner Mutter. "Herzensbrecher" war eine Art Gay Neuauflage von Truffauts "Jules und Jim", die franzöische Regielegende kann sicherlich auch als eine von Dolans Inspirationsquellen angesehen werden.

Mit dem 2013 entstandenen "Sag nicht, wer du bist" (im Original: Tom a la ferme) widmet er sich erstmalig einem bisher unergründeten Genre, dem Psychothriller. Für das subtile Kammerspiel mit Thrillerelementen adaptierte er das Theaterstück von Michel Marc Bouchard.

Der Regisseur ist als blonder Tom zu sehen, der zur Beerdigung seines Lovers Guillaume in die kanadische Einöde reist. Dort in der Provinz ist der Mittzwanziger- Hipster aus der Werbebranche Montreals ein Fremdkörper und muss sehr schnell erkennen, dass der Freund seine Homosexualität der Familie verborgen hat. Auf der Farm lebt Guillaumes etwas weltfremde Mutter Agathe (Lise Roy) mit ihrem älteren Sohn Francis (Pierre Ives Cardinal), der als Einziger das Geheimnis von Guillaume kannte. Er nötigt aber Tom sofort dazu, dass er nur den Kumpel vorzuspielen hat. Die Lüge von der Freundin Sara (Evelyn Brochu) soll aufrechterhalten bleiben. Mehr noch: Francis ändert seine Meinung, dass Tom sofort nach der Beerdigung verschwinden soll. Statdessen scheint er eine helle Freude darin zu haben seine Homophobie auch sadistisch auszuleben. Er schlägt und erniedrigt Tom mehrmals. Doch gleichzeitig macht er Tom auch vage Avancen.
Dieser zeigt zunehmend eine gewisse Lust an der Unterwerfung, so lässt er sich paralysiert immer mehr auf die aggressiven und brutalen Spielchen ein..

damit gibt es eine gewisse Ähnlichkeit zu einem weiteren, sehr interessanten Gay-Erotikthriller "Der Fremde am See" von Alain Guiraudie, der einen schwulen Mann zeigt, der am Baggersee einen Mord beobachtet und dennoch in der Folge eine Art unterwürfiges Verhältnis zu dem Mörder wünscht. Dolan inszeniert die Geschichte als schizophrenen Psychothriller in Hitchcock-Tradition, sogar der Soundtrack erinnert etwas an "Psycho". Bereits in die ersten Szenen als Tom mit dem Auto in die ländliche Gegend fährt, die Kamera die Totale einfängt und man langsam die etwas abseits gelegene Farm erkennen kann, kommt ein ungutes Gefühl auf. In jeder Szene gelingt es Dolan durch seine unglaubliche Bildsprache die Unsicherheit einzufangen. Tom ist hin- und hergerissen und nach einer Tanzszene in der Scheune versucht er selbst die Dynamik zu verschärfen.

Dabei ist die Figur des Francis besonders gut gelungen, er ist sicherlich einer der interessantesten Bösewichte im Thrillergenre der letzten Jahre. Ein brutaler Psychopath, der intelligent genug ist und seine Handlungen rechtfertigen kann. Der arme Tom ist nicht nur ein Opfer seiner sexuellen Lust, er wartet darauf von seinem Peiniger missbraucht zu werden - er sucht auch sich selbst und dieser Prozess einer Identitätsbildung ist äusserst gefährlich. Natürlich sind die Versatzstücke aus dem Hichcock Fundus eindeutig gegeben, aber Xavier Dolan hat schon was sehr Eigenes daraus geschaffen. Die Atmosphäre ist perfekt, vieles spielt sich vor den ockerfarbenen vertrockneten Maisfeldern vor dem Haus ab.
Das kanadische Wunderkind kann auch mit "Sag nicht, wer du bist" begeistern und mit freudiger Erwartung ist bereits ein Remake von Hitchcocks "Cocktail für eine Leiche" angekündigt.
15 Personen fanden das hilfreich
CrepusculumAm 25. Juni 2020 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Wundervolle Charakterstudie in ruhigen Bildern
Verifizierter Kauf
Eins vorweg: Ich halte die Handlungsweise des Protagonisten für 100%ig nachvollziehbar.
Vielleicht hat der ein oder andere hier schon zu viele seelenlose Hollywood Charaktere in sich hinein geschaufelt die sich allesamt wie perfekte Püppchen verhalten und nur dazu dienen die ohnehin schon meist super simple Story voran zu treiben.
Reale Menschen sind anders. Natürlich ist es schwer innerhalb der Dauer eines Filmes die Gedankengänge, Handlungen, Wünsche und Ängste eines Charakters auszuleuchten, einem guten Film kann dies aber durch eine dichte Erzählstruktur und wohl platzierte Handlung durchaus gelingen.
Xavier Dolan gelingt dies größtenteils in seiner Doppelrolle als Hauptdarsteller und Regisseur und auch die anderen Darsteller brillieren. Durch ihr intimes Minenspiel, meisterhaft durch die fantastische Kamera von André Turpin eingefangen, erhalten wir einen ungefilterten Einblick in die Seelen der Charaktere.
Lediglich zwei Szenen kommen etwas gehetzt daher - hier hätte ich mir etwas mehr Raum zum Atmen gewünscht oder eine zusätzliche Szene, die für eine bessere Verknüpfung sorgt.
Was man von diesem Film nicht erwarten sollte sind ausgeladene Aktion, Sex oder eine blumige Lovestory.
Aktion und sexuelle Spannung sind im Film zwar durchaus vorhanden und werden über die Dauer von 90 Minuten konstant gehalten, beides bewegt sich jedoch auf realistischer Basis und mag den ein oder anderen Zuschauer grade deshalb verstören.
Allen die bereit sind sich komplett auf die Charaktere eines Filmes einzulassen und dadurch einen Blick in die Köpfe anderer Menschen zu erhaschen sei dieser Film wärmstens ans Herz gelegt.
5 Personen fanden das hilfreich
NikaAm 17. Dezember 2016 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Fesselnd und inspirierend
Verifizierter Kauf
Das ist ein Film, der zu denen gehört, die unbedingt geschaut werden müssen - mindestens 1x im Leben. Mindestens war mir aber nicht oft genug, daher habe ich mir diesen appetitlichen Filmschmaus nach TV-Vorführung auf ARTE kurzerhand auf DVD gekauft!

Meiner Meinung nach ist dies der bisher beste Film vom Multitalent Xavier Dolan. Die Geschichte beginnt unespektakulär doch schon bei Toms Ankunft auf der Farm wird durch die pathetische Musik deutlich, dass in den nächsten 90 Minuten noch sehr viel Spannendes passieren wird. Zunächst wird eher künstlich Spannung zwischen Tom und Francis erzeugt indem er für Tom erstmal ein gesichtsloses Phantom ist. Doch als Francis endlich richtig zu sehen ist wird schnell klar, dass diese Spannung auch ohne Thriller-Effekte zwischen den beiden gehalten und ausgebaut werden kann! Auch die Beziehung zur Mutter Agathe wird in Dolan-Marnier gekonnt aufgebaut und für die Geschichte genutzt.

Der Film hebt sich vom bisher restlichen Werk von Xavier Dolan schön ab, da es hier - nicht vordergründig - um eine Mutter-Sohn-Beziehung geht. Es ist ein spannungsgeladenes Drama mit viel Suspense und einigen unvorhersehbaren Momenten.

Ich hätte mir auf DVD ein wenig mehr Extra-Material gewünscht. Etwa Interviews mit Schauspielern bzw. mit Dolan oder Hintergrundinfos zum Theaterstück auf das der Film basiert. Ansonsten ist aber nichts an der DVD auszusetzen. Wurde auch sehr schnell zugestellt!
4 Personen fanden das hilfreich
AnnabelAm 30. Dezember 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Sehenswerter Film!
Verifizierter Kauf
4 Sterne
HaehnelAm 24. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
1.0 von 5 Sternen
Dauergewalt
Verifizierter Kauf
Das Leben ist schon oft anstengend genug, da muss ich mir nicht noch solche Filme anschauen, in denen eine Soziopath, der dem Hauptdarsteller körperlich überlegen sind, diesen in einer Art Dauerorgie einschüchtert und demütigt. Was an dem Film gut sein soll, weiss ich wirklich nicht. Offenbar ist das 21. Jahrundert nicht mehr mein Jahrundert.
Michael PröllAm 10. März 2019 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Sehenswert u. Spannungsgeladen!
Verifizierter Kauf
Ein sehr gut gemachter Film. Die Spannung reißt den ganzen Film nicht ab. Und das ohne viel Hokus Pokus. Alles sehr echt, lebendig, realistisch und authentisch. Ich möchte vom Inhalt des Films nicht schreiben aber in diesem Streifen wird dem Zuseher echt klar, wenn dieser ein bißchen Hirn hat, dass Lügen kurze Beine haben, was sie anrichten und wie sie Menschen zerstören können. Das Ende bleibt offen... das heißt entweder ich denke mir das Ende selbst aus oder ich hoffe auf einen 2. Teil dieses gelungenen Psychothrillers. Als Drama kann man es auch bezeichnen aber das Genre läuft eher auf meine erste Bezeichnung des Films hinaus. Man kommt in jedem Fall nie auf die Idee einmal eine Pause beim Film einzulegen. Toll!
7 Personen fanden das hilfreich
Markus BatschAm 6. Februar 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Super
Verifizierter Kauf
Abstrakter Film, super gemacht. Vergleiche, wie in anderen Rezensionen, zu Brokeback Mountain, meiner Meinung nach, überhaupt nicht nachvollziehbar. Geht eher in Richtung David Lynch und Arthouse, 5 Sterne.
Dennis P.Am 21. Juli 2019 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Nicht nachvollziehbar
Verifizierter Kauf
Die Charakterentwicklung ist absolut merkwürdig. Vieles Punkte der Handlung ergeben keinen Sinn. Der Protagonist entscheidet sich dazu, lieber Kleidungsstücke zu holen, anstatt in die Freiheit zu flüchten solange er es kann. Warum Agathe von vornherein will, dass ein Wildfremder auf der Farm bleibt ist absolut nicht nachzuvollziehen. Das Ende ist sehr überraschend und ist eher wenig davon geprägt vor einem Psychopathen zu flüchten, sondern eher durch Eifersucht zu erklären.

Mit dem Verheimlichen von Homosexualität hatte der Film insgesamt wenig zu tun. Hätte es ein paar erotische Momente zwischen Tom und Francis gegeben, wäre der Film eher in dem Genre anzusiedeln. Somit war der Film eher ein normaler Psychothriller.
6 Personen fanden das hilfreich
Alle Rezensionen ansehen