Simons Geheimnis

 (10)
6,31 Std. 37 Min.200912
Geheimnisse und Lügen können Familien zerstören - oder macht es die familiäre Zwangsgemeinschaft überhaupt erst erträglich, wenn die finstersten Geheimnisse verborgen bleiben?
Regie
Atom Egoyan
Hauptdarsteller
Arsinee KhanjianDavid BostickScott Speedman
Genre
Drama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Nebendarsteller
Noam JenkinsRachel Blanchard
Produzenten
Atom EgoyanSimone UrdlJennifer Weis
Studio
X Verleih
Hinweis zum Inhalt
Alkoholkonsumsexuelle Inhalte
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

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Rezensionen

3,7 von 5 Sternen

10 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 37% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 30% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 16% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 0% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 17% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

RoxaneAm 23. September 2018 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Ein geheimnisvoll verschachteltes Mosaik....
Verifizierter Kauf
Mit diesem Film aus dem Jahr 2008 präsentiert Atom Egoyan ein dichtes Drama, geprägt von der Frage nach Schein und Sein, vom Widerspruch der Fakten und einer subjektiv empfundenen Wahrheit, zudem vom Einfluss technischer Medien auf die zwischenmenschliche Kommunikation und das moderne Leben.

High-School-Schüler Simon (Devon Bostick) ist Waise. Seine Eltern, der muslimische Geigenbauer Sami (Noam Jenkins) und die kanadische Geigerin Rachel (Rachel Blanchard) sind nach einem tödlichen Unfall nur noch eine Kindheitserinnerung. Grossgezogen hat ihn sein Onkel (Scott Speedman).
Auf Geheiß seiner Französischlehrerin Sabine (Arsinée Khanjian) soll Simon einen Zeitungsartikel übersetzen. Darin geht es um eine schwangere Frau, die vor dem Abflug nach Israel von Sicherheitskräften zurückgehalten wird. Der Grund: In ihrem Gepäck befindet sich eine Bombe. Ihr Mann, ein Jordanier, hat sie dort versteckt und wissentlich den Tod von Ehefrau und ungeborenem Kind in Kauf genommen. Simons Fantasie wird geweckt und er erfindet seine Biografie neu. Angeleitet von Sabine schreibt er einen Aufsatz, indem er dieses Paar als seine Eltern ausgibt. Er ist nun Sohn eines Terroristen - und löst damit nicht nur Erschütterungen in seinem direkten Umfeld, sondern auch eine heftige Internetdebatte aus. Sein Rollenspiel verselbständigt sich zu einem Netz aus Lügen und Wahrheit ......

Es ist ein Gedankenspiel, das eine unkontrollierbare Eigendynamik entwickelt hat. – und der Junge wird plötzlich mit Themen wie Intoleranz, Vorurteilen gegenüber fremden Religionen und Fragen nach Schuld und Vergebung konfrontiert.
„Simons Geheimnis“ versucht weder Wahrheiten noch Erklärungen zu finden, sondern zeichnet auf vielschichtige Weise Gedankengänge nach, die allein für sich stehend vielleicht banal daherkommen mögen, aber in ihrer Summe und durch die verwobene Handlung sehr interessant werden. Denn egal ob real oder fiktiv, sobald wir uns etwas ausmalen, beschäftigen wir uns damit. Was wahr ist oder falsch, hängt auch immer von der Einbildungskraft und dem Glauben des Erzählenden, aber auch des Zuhörenden, ab.

Besonders erwähnenswert ist auch die traurig-schöne Musik, die diese Geschichte begleitet.
Am Anfang beobachten wir Simon zu melancholisch-tiefen Streicherklängen auf einer Wiese. Der Schnitt erfolgt genau in dem Moment, in dem die Violine einsetzt. Wir sehen einen Steg, einen See, eine stille Landschaft. Und auf dem Steg die Geigerin, die sich versonnen ihrem Spiel hingibt und den kleinen Jungen lange nicht bemerkt, der wie gebannt am Ufer steht, sich vom Spiel der Mutter fesseln lässt. In dieser kleinen Szene ist die Ästhetik dieses Films im Kern enthalten. Man muss gar nicht die Aufmerksamkeit schärfen und sich fragen, wo man sich gerade befindet. Man kann sich einfach von der Melodie tragen lassen.
Lange Zeit will sich die Bedeutung dieser Szene nicht erschließen. Doch dann wird klar: Diese Frau ist Teil des Mosaiks, das sich erst am Schluss zusammensetzen wird.

Eine dramatische Familiengeschichte und meisterhafte Parabel über Fiktion und Wirklichkeit.
Anspruchsvolles Kino. Sehr sehenswert.
4 Personen fanden das hilfreich
Melissa WinklerAm 12. August 2015 in Deutschland rezensiert
1.0 von 5 Sternen
Schlechter Service vom Verkäufer
Verifizierter Kauf
Der Verkäufer hat mir zuerst einen falschen Film zugeschickt und ich habe ihn kontaktiert. War auch kein Problem und der Verkäufer wollte mir den richtigen Film zuschicken. Ich sollte den falsch gelieferten Film wieder zurück schicken. Als ich dann danach fragte, wer die Versandkosten zahlen soll, bekam ich folgende Antwort: "Ohh es tut mir sehr leid das Sie so arm sind, das 1,45 € für Sie eine größere Rolle spielen.
Sie können den Film auch für umsonst behalten oder ihn in die Tonne werfen
Gruss"
Die Versandkosten von 1,45 Euro wären für mich kein Problem gewesen, aber man kann ja einfach mal fragen. Mit dieser unfreundlichen und dreisten Antwort habe ich nicht gerechnet. Mal abgesehen davon, dass der Verkäufer ein Dr. sein soll, sind sehr viele Rechtschreibfehler vorhanden... naja.

Zum Film kann ich sagen, dass er mir gar nicht gefallen hat. Die Szenen sind sehr abgehakt und der Film ist im Ganzen sehr verwirrend. Habe ihn nur bestellt, da meine kleine Schwester den Schauspieler toll findet. Dieser hat seine Rolle auch gut gespielt.
Eine Person fand das hilfreich
Ulf EkhardAm 8. August 2014 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Geheimnis?
Verifizierter Kauf
Der Film hat mir zwar gefallen, aber ich kann mich nicht mehr an den Inhalt erinnern - das bedeutet für mich, dass er so spannend wohl nicht war.
Eine Person fand das hilfreich
OlliAm 14. Oktober 2013 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
durchschnittlicher Film
Verifizierter Kauf
es ist nicht ganz einfach den Film von anfangan zu verstehen aber nach und nach versteht man worauf hes hinaus geht!
2 Personen fanden das hilfreich
AllElseFailedAm 27. Februar 2010 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Keine Flugzeugbombe, aber ein Angriff auf das Bewusstsein
Der Kanadier armenischer Herkunft Atom Egoyan schuf nach Meisterwerken wie "Ararat", "Das süsse Jenseits" und "Wahre Lügen" einen weiteren bildgewaltigen Film, in dem er thematisch an die älteren Filme anknüpft. Auch hier geht es erneut um Realitätskonstruktionen und um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben hinsichtlich der subjektiven Rolle in einer verrückten und manchmal nur schwer nach zu vollziehenden Welt.

Simon erzählt im Französischunterricht die haarstreubende biographische Geschichte seiner Familie. Demnach legte der Vater der hochwangeren Mutter eine Bombe ins Gepäck um diese auf einem israelischen Passagierflug nach Bethlehem zu zünden. Nur aufgrund der genauen Kontrollen am Flughafen konnte das Attentat verhindert und Simon schlußendlich geboren werden. Seine Lehrerin Sabine unterstützt den Schüler dabei, die Geschichte auszubauen und an deren Echtheit und Authentizität festzuhalten, auch wenn sie weiss, dass lediglich ein Zeitungsartikel der für den Unterricht übersetzt werden sollte, ausschlaggebend war für die von nun an immer mehr zur Realität mutierende Fiktion wurde. Simon's Geschichte landet schlussendlich im Internet und in verschiedenen Chatrooms unterhalten und streiten sich die Menschen darüber. Simon selbst beteiligt sich ebenfalls rege an den Diskussionen und nach und nach eröffnen sich dem Zuschauer verschiedene Erzählstränge. Simon's Eltern verstarben in Wirklichkeit bei einem Autounfall und er lebt seitdem bei seinem Onkel Tom, der in tiefer Trauer zu seiner verstorbenen Schwester steckt, gleichzeitig aber auch nach wie vor an dem despotischen Verhalten des Vaters leidet, dem er eine Mitschuld an dem Ableben der Schwester gibt. Der Großvater selber existiert nur noch als Film in Simon's Handy. Eines Tages steht Simon's Lehrerin Sabine im Garten von Tom, verkleidet als Muslimin samt Burka und provoziert ihn mit einem Katalog an Fragen. Tom bleibt nichts anderes übrig als sich "dem Fremden" zu stellen, auch wenn ihm das zu Beginn alles andere als erfreut. Simon muß sich indes, aufgrund der Dynamik die im Internet durch die erfundene Geschichte entstand, positionieren und beginnt sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, auch wenn diese schmerzhaft ist und ihn zwingt sich mit der realen Vergangenheit zu konfrontieren.

Vielleicht liegt es an Atom Egoyans Filmographie, warum ich "Simons Geheimnis" vier Punkte geben, denn im Gegensatz zu einem Film wie "Ararat" kann dieser nur bedingt mithalten, geht es um die erzählte Geschichte. Zu viele Schauplätze werden eröffnet, viele Fragen bleiben unbeantwortet und auch das Verhalten, insbesondere der Lehrerin Sabine, bleibt meiner Meinung nach in großen Zügen schleierhaft. Fremdenfeindlichkeit, eine Familientragödie, das Internet als das Sprachrohr einer technologisierten Gesellschaft und die politisch-gesellschaftliche Einschätzung und die subjektive und kollektive Reflextion der Konstruktion Wirklichkeit stehen im Mittelpunkt dieses Dramas, bei dem es wichtig ist, sein Augenmerk nicht auf die einzelnen Segmente und Erzählstränge zu legen, sondern die Gesamtheit des Filmes zu denken, was, wie bereits erwähnt, manchmal schwierig sein könnte. Wie immer bei Egoyanas Werken, besticht auch dieses durch eine fantastische Dramaturgie, ein unglaubliches Auge für Bilder und ein fantastisches Gespür für Dialoge. "Simons Geheimnis" ist sicherlich kein Film für "mal zwischendurch", sondern verlangt dem geneigten Zuschauer schon einiges ab. Wenn er sich jedoch die Zeit nimmt, den Film auf sich wirken zu lassen und darüber nachzudenken, inwieweit die eigene Konstruktion tatsächlich hilfreich ist, das Unverständliche verständlich zu machen und sich den moralischen Lebensgrundlagen erneut und von einer anderen Seite zu nähern versucht, dann hat er vermutlich das bewirkt, was der Regisseur beabsichtigte.
Eine Person fand das hilfreich
RayAm 26. August 2010 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Ein Schulaufsatz und seine Folgen....
Toronto: Der junge Schüler Simon (Devon Bostick) schildert im Französischunterricht den erschütterten Mitschülern und der sehr interessierten Lehrerin Sabine (Arsinée Khanjian) in einem Aufsatz wie sein Vater Sami (Noam Jenkins), ein Terrorist, einst einen Bombenanschlag auf ein israelisches Passagierflugzeug plante. Er benutzte dabei Simons ahnungslose, hochschwangere Mutter Rachel (Rachel Blanchard), die unwissend Sprengstoff im Reisegepäck mitführte. Doch das Verbrechen wurde durch eine aufmerksame Sicherheitskontrolle vereitelt. So überlebte die talentierte Geigerin und konnte Simon zur Welt bringen.
Forciert durch seine Lehrerin gewinnt diese Enthüllung schon bald eine unkontrollierbare Eigendynamik, er wird in diversen Internet-Chats zum Medienereignis. Der Junge, der bei seinem Onkel Tom (Scott Speedman)nach dem Tod der Mutter aufwächst, wird dadurch mit Themen wie Intoleranz, Vorurteilen gegenüber fremden Religionen und Fragen nach Schuld und Vergebung konfrontiert. Ebenso ist eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit seiner Familie und der daraus resultierenden Suche nach seiner eigenen Identität unausweichlich. Der Zuschauer folgt irritiert, denn die vermeintlichen Wahrheiten könnten auch Lebenslügen darstellen.
Nicht zuletzt ist auch Simons verstorbener Großvater, ein despotischer Ausländerhasser, eine Schlüsselfigur in dem Spiel um die Brüchigkeit menschlicher Erinnerungen...
Atom Egoyan ist ein kanadisch-armenischer Filmemacher, der bei den Kritikern seinen Durchbruch mit Filmen wie "Der Schätzer" oder "Exotica" hatte.
Sein größter Erfolg war "Das süße Jenseits", ein Film, der sogar der Sprung zu den Oscar-Nominierungen gelang.
Nach "Felicia, mein Engel" wurde es etwas stiller um den Regisseur, der sich sehr oft den Themen "Identität", "Verlust" oder "Beziehung zum Gegenüber" annimmt.
Das Miteinander der Figuren ist geprägt von Vorurteilen gegenüber fremden Religionen. Atom Egoyan beschreibt, wie unterschiedlich Menschen mit solchen Vorurteilen umgehen und versucht eine brauchbare Lösung anzubieten, eine Lösung mit mehr Toleranz und Zusammengehörigkeitsgefühl. Obwohl seine Geschichte an manchen Stellen etwas konstruiert wirkt - die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte ist durchweg interessant und auch schauspielerisch anspruchsvoll.
8 Personen fanden das hilfreich
D. EilersAm 30. Oktober 2009 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Gewagt, gewagt....
Ich habe den Film seinerzeit im Kino gesehen und war leider nicht sonderlich begeistert. Zu verworren die Story, zu hölzern die Figuren bzw. Charaktere; das Ganze wirkte doch sehr künstlich. Leider hat es Egoyan einmal wieder nicht geschafft, den Zuschauer wirklich zu fesseln. Jedenfalls hat mich der Film nicht überzeugt. - Dass er nun sieben Monate nach dem Kinostart wie selbstverständlich auf DVD erscheint, überrascht mich insofern, als dass meines Wissens nur rund 10.000 Zuschauer den Weg ins Kino gefunden haben. Was verspricht man sich hier an Verkaufszahlen? Mein Tipp: 6-12 Monate warten und die DVD dann evtl. für 7,99 oder 9,99 verbilligt kaufen. Auf "Das süße Jenseits" musste man fast 10 Jahre auf die DVD warten, und das war ein ganz anderes Kaliber von Film... Ich wünschte, Egoyan würde einmal wieder zu alter Stärke zurückfinden... 2010 mit "Chloe"? Der kommt voraussichtlich im 2. Quartal in unsere Kinos.
7 Personen fanden das hilfreich
Lothar HitzgesAm 9. April 2010 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Provokation
Der Schüler Simon lässt sich, bestärkt durch seine Französischlehrerin Sabine, auf ein gefährliches Experiment ein. Simons Eltern kamen bei einem Autounfall ums Leben. Seitdem lebt sein Onkel bei ihm, der sein Vormund ist. Zu seinem noch lebenden Großvater hat Simon ein eher schwieriges Verhältnis.

In der Schule schockiert Simon seine Mitschüler mit einer fiktiven Geschichte. Zudem setzt Simon seine Geschichte ins Internet und vergrößert damit den Aktionskreis. Dies löst zahlreichen Diskussionen aus.

Die provokante Kernidee des Films ist eine Fiktion. Aber diese Fiktion hat ihren Reiz den die Beteiligten allzu gerne verfallen, sich in Diskussionen und Dialoge begeben um ihre Betroffenheit Ausdruck zu verleihen. Das führt vordergründig zu einem sehr kopflastigen Film. Aber auch die Szenarien sind wohlbedacht gewählt und mit wichtige Accessoires ausstaffiert. Insgesamt wirkt der Film wegen der Vielzahl der vermittelten Informationen überfrachtet und erschlägt geradezu den unvorbereiteten Betrachter. Regie und Schauspieler leisten sehr gute Arbeit.
2 Personen fanden das hilfreich
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