Simpel

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6,71 Std. 53 Min.20176
Seit Ben (Frederick Lau) denken kann, sind er und sein Bruder Barnabas ein Herz und eine Seele. Barnabas, „Simpel“ genannt (David Kross), ist 22 Jahre alt, aber geistig auf dem Stand eines Kindes. Quasilorten (Erdbeeren) sind sein Lieblingsessen und draußen im Watt entdeckt er mit seinem Stofftier Monsieur Hasehase neue Kontinente.
Regie
Markus Goller
Hauptdarsteller
David KrossFrederick LauDevid Striesow
Genre
KomödienDrama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Nebendarsteller
Emilia SchüleAxel SteinAnneke Kim Sarnau
Produzenten
Cornel SchäferBenjamin SeikelMichael Lehmann
Studio
Letterbox Filmproduktion
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,5 von 5 Sternen

529 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 69% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 16% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 9% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 3% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 3% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Kaufi81Am 14. August 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Klasse gemachter Film
Verifizierter Kauf
Ein klasse Film mit guten Schauspielern war toll gemacht
MKAm 13. Mai 2018 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ausgewogene Tragikomödie, die schlicht ans Herz geht
Verifizierter Kauf
„Simpel“ unter der Regie von Markus Goller (Jahrgang 1969, „Friendship!“ - 2010, Produzent Michael Lehmann, Frankfurt) erzählt die Geschichte zweier Brüder, die sich nach dem Tod der Mutter auf die Reise zu ihrem Vater David (Devid Striesow) machen, den sie seit 15 Jahren nicht mehr gesehen haben. Ben (Frederick Lau), der jüngere, will seinen Vater davon überzeugen, die Heimeinweisung für seinen geistig behinderten Bruder Barnabas, genannt „Simpel“ (David Kross), zurückzunehmen. Auf ihrer turbulenten Reise von der See nach Hamburg werden sie von „Monsieur Hasehase“, Simpels Glücksbringer, begleitet und begegnen der Medizinstudentin Aria (Emilia Schüle) und dem Sanitäter Enzo (Axel Stein).

Der Film bezieht sich zwar auf den Roman „Simple“ der in ihrem Heimatland Frankreich sehr erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautorin Marie-Aude Murail (Jahrgang 1954), der 2004 im französischen Original und 2006 auf Deutsch herausgekommen und u.a. mit dem „Deutschen Jugendliteraturpreis“ ausgezeichnet wurde, die Handlung und die Thematik weichen jedoch enorm vom Buch ab. Während sich der Roman verwirrend komisch vor allem mit den Verwicklungen und Problemstellungen beschäftigt, die sich für das Zusammenleben mit einem behinderten Menschen in einer Wohngemeinschaft ergeben, ist der Film als tragikomisches Roadmovie angelegt.

Warm und zart dargestellt erlebt der Zuschauer, wie gut Ben und Simpel aufeinander eingespielt sind, spürt die Nähe und Liebe zwischen den Brüdern, erfreut sich an ihrer eigenen Sprache, die „Simpel“ erfunden hat, in der sie eine „Verreise“ unternehmen, abends zu Jesus und der Mutter „betigen“ und „Simpel“ sich „Quasilorten mit Weiß“ zum Essen wünscht. Zugleich wird deutlich, welche Schwierigkeiten sich im Umgang mit einem behinderten Menschen gerade außerhalb des gewohnten Umfelds ergeben.

David Kross („Der Vorleser“ - 2008, „Boy 7“ – 2015, „Zeit für Legenden – Race“ - 2016) schlüpft auf grandiose Weise und scheinbar ohne Schwierigkeiten in seine Rolle als geistig behinderter „Simpel“ mit undeutlicher Aussprache hinein, ohne es je mit seiner Gestik oder Mimik zu übertreiben.

Frederick Lau („Victoria“ -2015, „SMS für Dich“ - 2016, „Das kalte Herz“ – 2016) bringt fantastisch differenziert die wechselnden Emotionen seiner Figur Ben zum Ausdruck, dessen bedingungslose Liebe und Aufopferungsbereitschaft für seinen Bruder, aber auch die Anstrengung und Überforderung, die ihn überkommen, wenn „Simpels“ anstrengende Art ihn belastet, die Gewissensbisse nach Wutanfällen und die Zweifel, ob er ihm gerecht werden kann und sein eigenes Leben in Angriff nehmen darf.

Das harmonische Zusammenspiel beider trifft ins Herz.

Fazit: Der Balanceakt zwischen tieftraurig, tragisch und peinlich einerseits und urkomisch sowie herzlich ausgelassen andereseits, zwischen Augenblicken der Niedergeschlagenheit und solchen von Schwerelosigkeit gelingt. „Simpel“ ist eine sehenswerte und respektvolle, unsentimentale, aber gefühlvolle „Feelgood-Tragikomödie“.
9 Personen fanden das hilfreich
Sigrid DirnbergerAm 18. März 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Berührend
Verifizierter Kauf
Ganz anders als das Buch, jedoch sehenswert. Sehr berührend.
David Kross spielt unglaublich. Leider spricht er Simpel so undeutlich, dass man sehr konzentriert zuhören darf. Außerdem ist die Huntergrundmusik oft genau so laut wie die Dialoge, was diese teilweise schwer verständlich macht.
NadermikusAm 25. September 2018 in Deutschland rezensiert
1.0 von 5 Sternen
Wem soll der Film helfen? (Achtung heftiger Spoiler)
Verifizierter Kauf
Ich habe mir den Film gestern mit großen Erwartungen angeschaut. Ich habe den Trailer gesehen und mich auf einen tollen Film mit Frederick Lau, David Kross, Emilia Schüle, Devid Striesow und Axel Stein gefreut. Der Film ist liebevoll gemacht. Gar keine Frage!

Er zeigt den Alltag und die Probleme, die ein Zusammenleben mit einem geistig behinderten Menschen mit sich bringen recht genau, sehr liebevoll inzentiert aber auch recht schonungslos. Insgesamt brilliert Frederick Lau als Ben, dem nicht behinderten Bruder, der sich hingebungsvoll um seinen behinderten Bruder "Simpel" (David Kross) kümmert.

Nachdem die Mutter von ihrem Krebsleiden unerwartet schnell erlöst wird, soll Simpel in ein Heim, was sein Bruder im Endeffekt nicht übers Herz bringt. Er befreit ihn aus der Staatsgewalt und "brennt" mit ihm nach Hamburg durch. Er versucht ihren Vater zu finden - der sie wohl vor vielen Jahren verlassen hat - und ihn dazu zu bewegen, dass Simpel bei ihm bleiben kann. Dabei stößt Ben schnell an seine Betreuungsgrenzen. Auch Aria, die sie per Anhalter mit Hamburg nimmt, ist dabei keine große Hilfe. Ben ist dabei öfter sehr überfordert. Er bekommt von allen Seiten (Staatsgewalt, dem Heimleiter - der bei der Abholung dabei ist, Aria und von seinem eigenen Vater) oft gesagt, dass "Simpel" im Heim besser aufgehoben wäre, da er da am besten gefördert werden könne.

Bei ihrer Flucht lernt "Simpel", als er durch Umstände von Ben getrennt ist, ein behindertes Mädchen aus einer Einrichtung kennen und sie verbringen (mit anderen Menschen, die in der gleichen Einrichtung leben - nebst den Betreuungspersonen) einen schönen Tag. "Simpel" scheint sich in sie zu verlieben.

Nachdem Ben mit seinem Vater gesprochen hat, der ihm sagt, dass "Simpel" in einer Einrichtung besser aufgehoben wäre, und Simpel das dann (durch seine Begegnung mit seiner Freundin) auch sagt und dort hinmöchte, zieht Simpel dort hin. Ben verantwortet sich für seine Befreiungsaktion von "Simpel" (der Heimleiter ist dabei zu Schaden gekommen) und alles ist gut.... !?

Alles ist gut? Was ist die Quintessenz des Filmes? Schiebe Deinen geistig behinderten Bruder in ein Heim ab, weil es da auch super ist und er da besser gefördert werden kann? Es ist OK?! Unter seinesgleichen fühlt er sich wohler? Schau lieber auf Dich, im Heim ist er gut aufgehoben? Schaue auf Dich selbst, weil Du es auf gar keinen Fall hinbekommst? Ich finde es schon bedenklich das der Film so ausgeht. Ich kann es verstehen das es so wein Art "Happy End" sein soll, bei dem alle zufrieden sind. Aber ich finde die Aussage des Filmes nicht gerade schön. In der Familie ist ein geistig behinderter Mensch besser aufgehoben. Ich weiß dass man auch mit der Betreuung eines Kindes oder eines (wie hier) - jungen Mannes überfordert und das ein Heim eine für beide Seiten zeitweise eine gute Lösung sein kann. Aber ich finde die dauerhafte Lösung des Schlusses im Film nicht gut und auch nicht empfehlenswert.

In den 1 Stunde 53 Minuten währenden Film muss Benn nach und nach einsehen dass er es alleine nicht schafft (obwohl er sich bis Dato hingebungsvoll um seinen Bruder gekümmert hat - auch mit der Doppelbelastung seiner Krebskranken Mutter) und entscheiden, ob nicht alle anderen recht haben....

Bei allem nötigen Respekt gegenüber Einrichtungen dieser Art, die sicherlich eine tolle Arbeit leisten. Soll die Aussage des Filmes sein das es OK ist einen Menschen von einer Einrichtung betreuen zu lassen anstatt ihn mit fremder Hilfe in der Familie zu belassen? Der Zuschauer wird vollkommen unreflektiert in ein "Arte Ende" entlassen, in dem Ben vielleicht mit Aria zusammen kommt, seine Strafe bekommt und beide ab und an "Simpel" besuchen?! Nach 1:53 halt eben auch nicht mehr die Zeit zu haben eine "Zukunft" zu malen in der erklärt wird, wie sich die Protagonisten entwickeln war auch irgendwie zuviel verlangt. Zumindest wird kein Denkanstoß dazu gegeben.

Ich bin leider von diesem Film - obwohl er gut inszeniert ist, tolle und kräftige Bilder hat - ein wenig enttäuscht.

Ich finde der Film hift keinem Menschen.
11 Personen fanden das hilfreich
Sabi PataAm 18. Januar 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Lustig und tiefgehend!
Verifizierter Kauf
Dieser Film bekommt es tatsächlich hin, ein nicht leichtes Thema: Geistige Behinderung in der Familie, auf leichte, fröhliche und ermutigende Weise zu erzählen. Die Schauspieler sind super! Echt sehenswert.
Eine Person fand das hilfreich
K.Am 7. Juni 2022 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Ganz anders als das Buch
Verifizierter Kauf
Der Film ist zwar ganz okay aber wer das Buch las ist enttäuscht, da es eine weitgehend andere Handlung hat :-(
Amazon KundeAm 29. November 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
emotionaler, schöner Film mit ernstem Hintergrund
Verifizierter Kauf
Ein toller Film für jeden Menschen, der Empathie für Behinderte hat. Es sind lustige Momente mit ernstem Hintergrund verbunden. Ich kann den Film wirklich nur weiterempfehlen. Er ist für die ganze Familie geeignet.
Eine Person fand das hilfreich
KatharinaAm 31. Dezember 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ich liebe den Film
Verifizierter Kauf
Hält sich zwar nur bedingt ans Buch, aber ist ein toller Film mit starken Schauspielerb
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