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Star Trek [dt./OV]

 (17.026)
2 Std. 6 Min.2009X-Ray12
James Kirk ist ein rebellischer Hitzkopf im amerikanischen Niemandsland, der keinerlei Autorität achtet, weil er nie den Tod seines Vaters verkraftet hat. Nach einer Prügelei fordert ihn Captain Pike, einst ein Freund seines Vaters, auf, in dessen Fußstapfen zu treten und Starfleet beizutreten. Dort macht sich Kirk zunächst keine Freunde, bis ihn eine Mission zwingt, Verantwortung zu übernehmen.
Regie
J.J. Abrams
Hauptdarsteller
Chris PineZachary QuintoEric Bana
Genre
Science Fiction
Untertitel
DeutschEnglish [CC]
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
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Nebendarsteller
Simon PeggKarl UrbanJohn ChoAnton YelchinZoe SaldanaBruce GreenwoodLeonard Nimoy
Studio
Paramount Pictures
Hinweis zum Inhalt
AlkoholkonsumSchimpfwörtersexuelle InhalteGewalt
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,8 von 5 Sternen

17026 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 86% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 9% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 2% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 1% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 1% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Scamander RikerAm 24. Oktober 2009 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Star Trek - Das nächste Kinojahrhundert!
Verifizierter Kauf
Lange habe ich damit gezögert, zu diesem Meisterwerk eine Rezension zu verfassen, sprechen doch Erfolg und Qualität des Filmes eigentlich für sich. Nur scheint sich das leider nicht bis nach Deutschland herumgesprochen zu haben. Während der Film in den USA das Sechsfache des umstrittenen Vorgängers eingespielt hat, kam er in Deutschland auf exakt die gleiche Besucherzahl wie "Nemesis". Das gibt doch zu denken.

Ich denke, viele Fans der ersten beiden Generation tun sich bei diesem Film schwer, den Neustart an sich zu akzeptieren. Die neue Zeitlinie ist ein gewagter Versuch, das Franchise wiederzubeleben und doch ist es ein kreativer und erfolgreicher Weg gewesen. Es ist ja kein völliger Neustart ohne Bezug zum Alten, wie z.B. bei Batman oder 007. Schon das muss man den Machern sehr hoch anrechnen.

Das der Film actionreich und schnell geworden ist und damit in erster Linie ein junges Publikum anspricht, mag zwar stimmen. Aber ohne eine neue Generation von Fans geht es einfach nicht. Die Frage ist, ob es dem Film gelungen ist, dennoch den Geist und das Flair von Star Trek zu bewahren. Und dies kann ich als Fan seit 1993 bejahen.

Sowohl die Präsenz von Leonard Nimoy als auch das Spiel der neuen Darsteller geben dem Film eine geradezu klassische Aura. Die meisten neuen Schauspieler sind wirkliche Wiedergeburten der alten Helden, besonders Karl Urban, der neue McCoy repräsentiert wie einst DeForrest Kelley das gute Herz der Enterprise. Die Chemie im Team stimmt von Anfang an: der Film hat den richtigen Spagat zwischen Drama und Humor gefunden, die Designs wirken neuartig und sind doch voller nostalgischer Elemente und das ganze fühlt sich mehr nach Star Trek an als die letzten beiden TNG-Filme zusammen.

In Deutschland taten sich Kirk und Spock im Kino schon immer relativ schwer, verglichen mit dem TNG-Boom der 90er Jahre und in sofern überrascht es nicht, dass anders als in den Staaten, wo Kirk und Spock Star Trek SIND, hier viele Fans der Next Generation nachtrauern. Aber Hand aufs Herz. TNG ist heute schon selbst wieder eine alte Serie, ein neues Jahrtausend hat begonnen und Picard und Data sind einfach zu alt für die große Leinwand geworden.

Die Rückkehr zu Kirk und Spock war eine sehr sinnvolle und äußerst gelungen umgesetzte Entscheidung, die Darsteller überzeugen voll und der Film kommt bei den jungen Amerikanern sehr gut an. Noch nie zuvor hat Star Trek in den Staaten mehr Geld eingespielt oder bessere Rezensionen (z.B. RottenTomatoes oder IMDB) gehabt als dieser Film! Das spricht für sich.

Wer meint, auf diesen Erfolg mit blindem Fan-Fundamentalismus antworten zu müssen: nur zu. Man sollte allerdings bedenken, dass der Vorwurf, der Film verletze die Prinzipien Star Treks sehr schnell auf den Rezensenten zurückfallen kann. Star Treks oberstes Prinzip ist UMUK: Unendliche Möglichkeiten in unbestimmten Kombinationen. Das ist das oberste, seit den 60er Jahren bekannte Prinzip und genau diese Möglichkeiten erforscht dieser Film. Das dazu auch Action, Spannung und tolle Effekte kommen, ändert nichts an der Tatsache, dass dieser Star Trek Film ein zutiefst menschlicher, ehrlicher, bewegender und unterhaltsamer Film über Schicksal, Freundschaft und Mut ist und noch dazu der Auftakt eies ganz großen Abenteuers. Denn das dieser Film noch viele erfolgreiche Nachfolger haben wird, daran zweifelt der informierte Fan eigentlich nicht mehr, auch wenn sich man einer der im Gestern verhafteten Alleswisser daran stören mag.

Ist die Handlung des Films etwas dünner und mehr auf Zufällen aufgebaut, als bei vergleichbaren Genre-Filmen? Mag sein. Aber wo ist das Problem? Wer beurteilt denn einen Song nur nach seinem Text? Wer analysiert nur den Inhalt eines Gemäldes und achtet dabei nicht auf seine künstlerische Gestaltung? Ein Film ist viel mehr als der sein Handlungsfaden (der hier zwar durchaus Niveau hat, aber sicher nicht das Non-Plus-Ultra der Drehbuchgeschichte darstellt). Ein Film, ganz speziell dieser Film, ist eine Summe vieler Faktoren. Dazu gehören überzeugendes Schauspiel, Regiestil, Effekte, Geräusche, Cinematograhie, der Soundtrack, Stimmung, Emotionen und vieles mehr! Und all das hat "Star Trek" (2009) nun wahrlich zu genüge! Wer nur Inhalte analysieren möchte wie ein Literaturprofessor lese bitte Bücher. Ein Film ist viel viel mehr als das: er ist ein audiovisuelles Kunstwerk! Und genau das ist dieser Film.

Das soll allerdings keineswegs heißen, dass der Film nicht voller starker, epischer Motive ist. Nicht nur wird auf sehr bewegende Art der Völkermord an einem altehrwürdigen Volk allegorisch dargestellt, sondern auch die Mächte des Schicksals beschworen, die die Crew der Enterprise trotz der geschehenen Katastrophen und Veränderungen wieder zusammenführen. Manches mag wie Zufall wirken, zu erkennen ist aber eine ordnende Hand, die den Untaten Neros entgegenwirkt.
Ein Plot ist durchaus kohärent erkennbar, auch wenn seine esoterisch angehauchte Natur nicht jedermanns Geschmack sein mag.
Das Neros Motive für den Völkermord an den Vulkaniern obskur und rational nicht nachvollziehbar bleiben ist KEIN Problem des Drehbuchs. Denn welcher realgeschichtliche Völkermord war bitte schön rational begründbar? Wahnsinn bleibt Wahnsinn, nur die Wirkungskraft der Waffen entscheidet über die Folgen solcher Verblendung! Und natürlich, ob jemanden bereit ist, sich dem völkervernichtenden Wahnsinn entgegenzustellen, wie hier eindrucksvoll die Crew der Enterprise!

Die Qualität des Drehbuchs kann jedenfalls gar nicht so schlecht sein, wenn es den jüdischen Schauspiel-Veteran Leonard Nimoy, der die Zeit eines leider sehr realen Völkermords noch miterlebt hat, nach über einem Jahrzehnt aus dem selbstgewählten Ruhestand zurückholen konnte, nicht wegen Geld, sondern wegen der Qualität der Geschichte.

Die Diskussion darum, ob ein neuer "Star Trek"-Film (oder eine Serie) dem Erbe Roddenberrys gerecht wird, ist übrigens so alt wie das Franchise selbst. Spätestens seit dem Tod des "Großen Vogels der Galaxis" 1991 diskutiert sich die Fanszene beinahe zu Tode, anstelle "Star Trek" einfach zu leben: nämlich Toleranz und Offenheit für Neues.

Die Argumente, die hier gerade gegen den neuen Film verwendet werden, hat man in der einen oder anderen Form auch schon gegen Filme wie "Der erste Kontakt" oder "Generations" verwendet oder hat ganze Serien wie DS9 zu unwürdigem Star Trek erklärt. Alles nichts Neues! Neu allerdings ist, dass es "Star Trek" (2009) zum ersten Mal gelungen ist, endlich wieder frische Fans zu gewinnen, die endlich jene Fans ersetzen können, denen kein Star Trek lieber als zeitgemäßes Star Trek ist!

Gene Roddenberry, der sich ja in so manch einer Rezension fleißig im Grab herumdrehen muss, hat einmal gesagt, dass er es begrüßen würde, wenn nach seinem Tod neue Leute ein noch besseres Star Trek schaffen würden, dass sein Star Trek alt aussehen lässt! Genau das ist JJ Abrams und seinem Team nun eindrucksvoll gelungen.

Ganz nebenbei: Zu loben ist auch das Wendecover der BD, das es leider bei der DVD nicht geben wird.
8 Personen fanden das hilfreich
GorresAm 13. November 2009 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Exzellent
Verifizierter Kauf
Zuallererst: Diese Bluray ist exzellent gemacht und gibt die bei SF-Filmen so wichtigen Spezialeffekte wunderbar wieder. Erstklassige Bild- und Tonqualität!

Zum Film: Für Trekkies absolute Kaufempfehlung, für alle anderen: eine Überlegung zum Einstieg wert!

Im Detail: Star Trek war eigentlich (wieder mal) tot. Nach den letzten eher drögen Filmen um die "Next Generation" war kein Nachfolger in Sicht. Aber inzwischen sind ja Zeitsprünge, alternative Universen und Prequels bestens beim Publikum eingeführt - warum nicht alle drei nutzen und die einzig wahre Enterprise-Crew wiederbeleben? Und so bekommt Star Trek einen neuen Anfang, ein neues Universum für ein neues Jahrtausend, aber rund um die Kernfiguren, die diese Serie von Anfang an prägten. Picard und Janeway mögen es verzeihen, aber Star Trek ist nun mal Kirk und Spock!

Befreit vom Alter der Originalschauspieler, befreit sich "Star Trek" gleich noch vom Kanon, indem es einfach eine neue Zeitlinie eröffnet. Anders als bei Star Wars müssen die Ereignisse also nicht in die bekannten Fernseh- und Filmepisoden münden, was die Bahn frei macht für - wenn's sein muß - Jahrzehnte neuen Kinospaß mit Kirk und Co, - das kann ich nur begeistert begrüßen!

Designmäßig scheint Star Trek sich einiges von Star Wars abgeguckt zu haben - Schiffe und Interieurs haben runde, fließende Formen, die als Vorgänger des eher geradlinigen Designs der 80er-Jahre-Filme durchgehen. Der Film quillt über von Zitaten, hier nur einige Beispiele, vor Spoilern sei gewarnt:

- Das grüne liebestolle Mädchen Gaila ("The Cage")
- Der Kobayashi Maru-Test (inklusive apfelessenden Kirk) und die fiesen Ceti-Schnecken kommen direkt aus "Der Zorn des Khan"
- Scotty erhält die Transwarp-Gleichung genau so aus der Zukunft, wie er später die Gleichung für transparentes Aluminium ins Jahr 1986 liefern wird ("Zurück in die Gegenwart")
- Kirk klettert die Wände des Eislochs empor wie den Berg El Capitan in "Am Rande des Universums"
- Wie einst in "Das unentdeckte Land" zitiert Spock Sherlock Holmes ("Wenn alle anderen Möglichkeiten ausscheiden, muss das, was übrig bleibt, und sei es auch noch so unwahrscheinlich, die Wahrheit sein") ohne aber die korrekte Quelle zu nennen.
- Starfleet scheint eine miserabel gemanagte Truppe zu sein: Wie in einigen Filmen, darunter I, II, V und VII, kann auch diesmal eine wichtige Mission nur von einer halbfertigen oder nur mit Kadetten besetzen Enterprise angenommen werden, weil sich sonst gerade kein Schiff in Reichweite befindet. Man sollte bei Starfleet mal über die Stationierungen nachdenken!

"Star Trek"-fremde Zitate:
- Wir sehen, wie Kirk (Luke) auf dem Eisplaneten (Hoth) landet, um dort von einem verdächtig nach Wampa aussehenden Eiswesen angegriffen zu werden ("Das Imperium schlägt zurück"). Der "Wampa" wird allerdings kurz vor dem Zubeissen von einem noch größeren Monster gefressen (ganz wie in "Die Dunkle Bedrohung"). Am Ende der Szene landet Luke, äh Kirk, in einer Höhle bei - nicht Yoda, sondern dem alten Spock.
- Ebenfalls aus Star Wars stammt die Szene "Raumschiff verlässt Hyperraum und gerät unversehens in einen Trümmerhagel", und natürlich die Idee der planetenzerstörenden Superwaffe, und der besonderen Folter, jemanden mitansehen zu lassen, wie sein Heimatplanet zerstört wird.
- An Star Wars erinnert natürlich auch die weite Einöde von Iowa/Tatooine, auf der sich Kirk/Luke mit schnellen Fahrzeugen die Langeweile vertreibt. Bis er am Ende sein Fahrzeug weggibt, um ins Weltall zu starten, ohne die Absicht je zurückzukehren. Beide haben außerdem einen legendären Vater, der Pilot war und als verstorben gilt.
- Ein Dank an "Zurück in die Zukunft" für die Idee der alternativen Zeitlinie ist Spocks Warnung, das Universum könnte durch ein Paradoxon zerstört werden, wenn jemand auf sein späteres Ich trifft - ganz wie Doc Brown. Und genau wie bei Doc Brown erweist sich diese Warnung als gegenstandslos.

Pluspunkte:
- Die Effekte. Allen voran die Enterprise, die zwar nicht der aus der Fernsehserie gleicht, aber neue, aufregende Formen erhält, dabei aber unmissverständlich die Enterprise bleibt. Toll gelöst!
- Der Kunstgriff, Lichtreflexe und sogar Staub auf der Linse auch in rein computergenerierte Aufnahmen einzubauen, so dass selbst die Weltraumszenen ausssehen, als seien sie von einer alten Kamera gedreht.
- Immerhin gibt es zwei Szenen, in denen der Regisseur ansatzweise zugibt, dass es im Weltall keinen Schall gibt!
- Uhura. In der alten Serie viel zu wenig zum Tragen gekommen, hat Uhura - gespielt von der atemberaubenden Zoe Saldana - hier endlich einmal eine führende Nebenrolle. Bitte bitte mehr davon!
- Herzerfrischende Action. Schon Roddenberry verkaufte Star Trek erst im zweiten Anlauf, als er schöne altmodische Faustkämpfe in sein Zukuftsspektakel einbaute. Die Saloonschlägerei macht halt in fast jedem Filmgenre Spaß!
- Dass Leonard Nimoy als Spock im Alter von 150 Jahren auftaucht.

Minuspunkte:
- Die Musik. Düster, einfallslos und sich ständig wiederholend. Besonders das Thema des Bösewichts könnte einfacher kaum gestrickt sein. Kein Vergleich zu der musikalischen Inszenierung etwa von Khan! Auch das Thema der Enterprise lässt den Optimismus vergessen, den Jerry Goldsmith und James Horner in früheren Filmen musikalisch ausdrückten. Schade! Immerhin können wir am Ende das Originalthema der Fernsehserie von Alexander Courage hören.
- Der Bösewicht Nero. Sein Schiff, die Nerada, ist riesig und optisch undefiniert - der gleiche Fehler wie bei "Star Trek - Der Film". Aus der Ferne sieht es dann aus wie ein zerfranster Reisigbesen. Nero selbst wird dargestellt als stupider Rachesuchender, der die Möglichkeit, das zu rächende Schicksal zu ändern, nicht zur Kenntnis nehmen will.
- Einige Plotholes. Dass ein schwarzes Loch in der Mitte eines Planeten diesen verschluckt, ist korrekt. Dass man mit einem Schiff durch ein schwarzes Loch fliegen kann, ist Unsinn. Außerdem ist der Bohrer überflüssig: Ein auf der Planetenoberfläche erzeugtes schwarzes Loch würde sofort in den Kern stürzen, wie eine Bleikugel durch eine Wolke. Und: Dass man Kirk erlaubt, den aufwendigen Kobayashi-Maru-Test zu wiederholen, ist unwahrscheinlich; ebenso, dass sich dessen wahre Natur nicht längst unter den Studenten herumgesprochen hat.

Fazit:
Star Trek ist wieder da. Die Blu-ray ist ein Genuss. Kaufen, immer wieder anschauen und sich auf den nächsten Film freuen!
5 Personen fanden das hilfreich
MarcelAm 7. September 2010 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
"Verdammt, Mann, ich bin Arzt, kein Physiker. Wollen Sie mir tatsächlich sagen, dass die aus der Zukunft kommen?"
Verifizierter Kauf
"Star Trek" ist nun schon die elfte Verfilmung des auf der Original Serie basierende gleichnamige Franchise nach einer Idee von Gene Roddenberry. Nachdem eher weniger erfolgreichen zehnten und letzten Kinofilm "Star Trek - Nemesis (in dem sich die Crew unter Captain Jean Luc Picard endgültig verabschiedete) wagt sich J.J. Abrams an einen Neuanfang des Franchise.

Ich (Jahrgang 1984) bin mit Star Trek (The Next Generation) aufgewachsen. Meine Mutter ist seit der TV Austragung der klassischen Serie ein Star Trek Fan und hat mich somit damit infiziert. Ich weiß noch wie ich jeden nachmittag nach der Schule meine Hausaufgaben oder was ich auch sonst immer gemacht habe unterbrochen habe um um 15 Uhr auf SAT1 Star Trek gucken zu können.

Später folgten Serien wie "Deep Space Nine" oder "Voyager". Und Kinofilme wie "Treffen der Generationen" oder "Der erste Kontakt". Doch spätestens nach "Star Trek Nemesis" war es erstmal vorbei mit der Star Trek Begeisterung. Man kann auch sagen die Luft war raus. Der letzte Kinofilm wie auch die letzte Serie "Enterprise" haben einfach nicht mehr in die Zeit gepasst.

Nachdem ich das erste mal gelesen hatte das man plant auch bei Star Trek einen Neuanfang zu wagen war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Was sich änderte als das erste mal der Name J.J. Abrams in diesem Zusammenhang hörte oder besser gesagt las. "Lost" und ganz besonders "Fringe" sind geniale Serien für die J.J. Abrams u.a. verantwortlich war. Und meine Skepsis änderte sich zu anfänglicher Begeisterung.

Nachdem ich den ersten Trailer gesehen hatte war ich endgültig begeistert. Und jetzt konnte ich es nicht mehr erwarten den Film zu sehen. Und nachdem ich im Kino war ich mehr als begeistert. Eine Neuauflage mit den Figuren aus der klassischen Serie, gespielt vom neuen jungen Darstellern ist gelungen.

Abrams ist es dabei, meiner Meinung nach, gelungen dem Franchise neues Leben einzuhauchen. Lange oder Noch nie war Star Trek so jung, so cool und so nah am Mainstream. Obwohl viele das sicher für keine gute Entwicklung halten. Doch für das Überleben des gesamten Franchise ist das eine mehr als gute Nachricht.

Die Idee eine alternative Zeitlinie zu erschaffen ist für einen Star Trek Fan nicht wirklich neu und doch ist hier die perfekte Idee für einen Neuanfang. Damit ergab sich die Chance die Figuren in ihren Werdegängen und Verhaltensweisen zu verändern und auch für den klassischen Star Trek Zuschauer weniger berechenbar zu machen. Gleichzeitig ergibt sich die Chance für komplett neue Geschichten. Und J.J. Abrams hat diese Chance mit den ersten Film genutzt.

Ausgelöst durch eine Katastrophe in der Zukunft wurde die Vergangenheit verändert. Das Föderationsschiff USS Kelvin wird entsendet um Energie Turbulenzen zu untersuchen. Als plötzlich ein großes romulanisches Raumschiff auftaucht und die USS Kelvin angreift ist diese hoffnungslos unterlegen. Der Captain der Kelvin Richard Robau begibt sich auf Weisung des Captain des romulanischen Raumschiffes auf dessen Schiff. Als er dort dessen Fragen nicht beantworten kann wird es von diesen getötet. Nachdem danach der Angriff auf die Kelvin weiter geht befiehlt der erste Offizier George Kirk die Evakuierung des Schiffes. Um der Crew und seiner in den wehen liegenden Frau die Flucht zu ermöglichen steuert Kirk die Kelvin in das romulansiche Schiff um es größtmöglich zu beschädigen und opfert sich so gleichzeitig selbst.

Der Film ist gerade unter Star Trek Fans umstritten. Auch gerade wegen der Tatsache das es sich um die Figuren von Kirk, Spock und Co. handelt, diese Figuren von neuen Darstellern verkörpert werden und auch einfach anders sind als sie es die letzten Jahrzehnte waren.

Dabei ist es gelungen die Figuren von Kirk, Spock und Co. mit frischen Gesichtern auferstehen zu lassen. Besonders gelungen die Wahl von Zachary Quinto als Spock. Man nimmt ihm die Rolle des logischen und nur unfreiwillig komischen Vulkaniers von der ersten Minute ab. Sowie Chris Pine als James "Jim" Kirk. Überzeugend und ich muss zugeben überrascht gewesen zu sein wie schnell man sich an die neuen Gesichter gewöhnt hat. Aber auch Karl Urban als Pille, Zoë Saldaña als Uhura, Simon Pegg als Scotty, John Cho als Sulu und Anton Yelchin als Chekov könne von Beginn an überzeugen und passen perfekt zu ihren jeweiligen Rollen.
Desweiteren sind Eric Bana, Winona Ryder, Chris Hemsworth, Jennifer Morrison sowie Leonard Nimoy zu sehen.

Die Blu-Ray Veröffentlichung kann sich auch sehen lassen. Die limitierte Sonderedition kommt in einem kleinen Enterprise Modell sowie zwei Blu-Ray Discs zu einem nach Hause. Die Enterprise muss man selber zusammenbauen was aber kinderleicht ist.
Die beiden Discs befinden sich in der Untertasse (sind im oberen sowie im unteren Teil untergebracht). Das öffnen der Untertasse ist auch einfach und ohne das man Angst haben muss etwas kaputt zu machen.

Als Extras bekommt man u.a. eine sehr ausführliche Übersicht über die Entstehung des Films. Neben einem Audiokommentar gibt es noch Dokus über die Realisation der Raumschiffe, der Aliens, der Planeten, Ausstattung und Kostüme sowie Dokus über das Casting, Eine neue Vision, Wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist, Ben Burtt und die Sounds von Star Trek, Musik, Gene Roddenberrys Vision, Entfernte Szenen, Gag Reel und Trailer.

Ich weiß nicht ob ich der klassische Trekkie bin, Oder ob es den überhaupt gibt. Ich sehe die Serie TNG, DS9 und Voyager immer wieder gerne genauso wie die alten Kinofilme mit der Crew unter Kirk und die etwas neueren unter Picard (inklusive Nemesis).
Und ich finde die Interpretation des Franchise unter J.J. Abrams mehr als gelungen. Die Bilder sind fantastisch genauso wie die Leistung der Schauspieler. Und die Geschichte passt und unterhält. Und ich kann nur hoffen das noch einige neue Filme von Star Trek Folgen werden.
9 Personen fanden das hilfreich
Tristram ShandyAm 17. März 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
J.J. Abrams: Star Trek (2009) *****
Verifizierter Kauf
INHALT
Während der junge James T. Kirk (Chris Pine) als Kadett seine Karriere an der Akademie der Sternenflotte beginnt und dabei mit einem der Ausbilder, einem gewissen Mr. Spock (Zachary Quinto) aneinandergerät, bewegt sich eine unheimliche Gefahr auf den Vulkan und die Erde zu. Der abtrünnige Romulaner Nero (Eric Bana) gibt Spock die Schuld an der Zerstörung seines Heimatplaneten und wird nun getrieben von dem Wunsch nach einer Rache, die allerdings größenwahnsinnige Züge annimmt und jegliches Maß dessen überschreitet, was die interstellar anerkannten Benimmregeln als grundlegend für zivilisiertes Rachenehmen festlegen.

KURZKRITIK
Ich habe lange gezögert, bis ich mich auf dieses neue Star-Trek-Abenteuer einließ, denn ich befürchtete, eine dieser seelenlosen computeranimierten Materialschlachten zu sehen bekommen, mit denen die Generation Smartphone noch für zwei Stunden bei der Stange gehalten werden kann, ohne daß die Mehrzahl ihrer Vertreter sich ihres unkontrollierten Daumenzuckens bewußt würde.

Und wirklich ist dieser neue „Star Trek“-Film viel actiongeladener und geschwinder, als es der eingefleischte Trekkie vielleicht gewohnt sein dürfte. Gleichzeitig schafft es J.J. Abrams allerdings auch, die sterile Seelenlosigkeit vieler moderner Blockbuster zu vermeiden, indem er auf ein Übermaß an Computertricks verzichtet und statt dessen nach der Devise vorgeht, so viel wie möglich mit analogen Tricks und auch außerhalb der Soundstage zu arbeiten. Zudem lehnte er es ab, beim Dreh des Filmes digitale Kameras zu verwenden, was dem Film, vor allem durch die oft bewußt herbeigeführten Lichtverschmutzungseffekte, einen Hauch von Old School verleiht, der sich wunderbar mit dem neuen Tempo und dem gerüttelt Maß an Action verträgt. Doch auch abseits des Kampfes gegen den perfiden und anfangs scheinbar übermächtigen Nero, der ja aus der Zukunft kommt und dementsprechend bessere Technologien ausspielen kann, vermag Abrams‘ Prequel zu punkten, denn er malt auf reizvolle Weise aus, wie sich unsere Helden ursprünglich vielleicht zum ersten Male über den Weg gelaufen sind. Dabei sticht natürlich die Rivalität zwischen dem impulsiven Kirk, der bezeichnenderweise zunächst einmal ein kleinkrimineller Halbstarker ist und von Captain Pike (Bruce Greenwood) noch auf den richtigen Weg gebracht werden muß, sein Potential zu erkennen, und dem karrierebewußten und souveränen Spock, der auf seinem Heimatplaneten wegen seiner menschlichen Mutter stets mit Argwohn betrachtet wurde und der deshalb in den Dienst der Sternenflotte trat, heraus, und es ist interessant zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen diesen beiden jungen Männern entwickelt. Doch auch viele andere Mitglieder der Crew sehen wir in ihren Anfangsjahren bei der Sternenflotte – den etwas dandyhaften McCoy, die Kommunikationsoffizierin Uhura (seltsamerweise in einer Liebesbeziehung mit Spock, was ein wenig dem Anfangsdialog aus der Folge „The Man Trap“ (1966) widerspricht), das Duo Chekov und Zulu und den hier stark als Comic Relief Character fungierenden Ingenieur Scott, dessen bester Moment im Film für mich der ist, in dem er den aus der Zukunft kommenden Spock als erstes fragt, ob es da noch Sandwiches gebe.

Alles in allem merkt man „Star Trek“ stark den Respekt vor der ursprünglichen Serie und dem Universum, das aus ihr geworden ist, an, denn das Drehbuch bemüht sich sehr um Stimmigkeit. Dabei sind allerdings ein paar Inkonsistenzen nicht zu vermeiden, deren größte wohl die Tatsache ist, daß Spocks Mutter Amanda (hier gespielt von Winona Ryder) im Film stirbt, aber dennoch „später“ in der zweiten Staffel von „The Original Series“ an der Seite ihres Mannes auftaucht. Dennoch kann ich als anfangs skeptischer Zuschauer sagen, daß ich nach den ersten zehn Minuten völlig im Bann dieses beeindruckenden Filmes war.
21 Personen fanden das hilfreich
J. SchlachterAm 15. Juni 2009 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Das Weltall bebt - der bombastische Urknall des Star Trek Franchise
Verifizierter Kauf
Ohne langatmige Exposition befinden wir uns mitten im Gefecht auf der schwer getroffenen U.S.S. Kelvin, die von den Romulanern unter Führung des gnadenlosen Nero aufgebracht wird. Eindrucksvoll wird der titelgebende Sternentreck durch die fliehenden Space Shuttle bebildert. Wir erleben kurze Episoden aus der Jugend der völlig gegensätzlichen Charaktere Kirk, dem unangepassten Rebell, und Spock, dem hochintelligenten Halbvulkanier. Schicksalhaft treffen Jahre später in einem Notfalleinsatz nahezu alle Mitglieder der wohlbekannten Crew auf der U.S.S. Enterprise zusammen, um einer erneuten Attacke Neros Widerstand zu leisten. Diese Mission wird zur Bewährungsprobe und Grundstein für die späteren Abenteuer in den unendlichen Weiten des Weltraums.

Erfolgreiche Kinoserien in kontinuierlicher Qualität am Laufen zu halten gelingt recht selten, und sogar ein James Bond bedurfte bereits mehr als einer Frischzellenkur, um über 20 Missionen in mehr als 40 Jahren durchzustehen. Die Wiederbelebung eines als Auslaufmodell geglaubten Franchise entwickelt sich in der schnelllebigen und in technischer Hinsicht rasant weiterentwickelnden Filmindustrie schon mal zum riskanten Kraftakt. Welcher Druck mag da erst auf Regisseur J.J. Abrams (MISSION IMPOSSIBLE III) gelastet haben, als der bekennende Nicht-Trekkie sich an das durch fünf TV-Serien und zehn Kinofilme etablierte und akribisch interpretierte Star Trek Universum wagte? Nach zwei Stunden action-, humor- und seelvoller Jungfernfahrt mit der U.S.S. Enterprise und ihrer noch unerfahrenen Besatzung dürften die letzten Befürchtungen selbst der kritischsten Fans vom Phaserfeuer weggeblasen sein. Denn würdiger, einfallsreicher, unterhaltsamer - mit einem Wort: perfekter - hätte die Fortsetzung der zuletzt nicht wirklich schlecht, aber etwas bemüht daher kommenden Reihe ausfallen können.

Fangen wir bei der Besetzung an: April Webster und Alyssa Weisberg gebührt uneingeschränkte Anerkennung für das ganz bestimmt nicht einfache Casting der jungen Alter-Ego der Star Trek Classic Besatzung. Ohne in plumpes Nachahmen zu verfallen, haben die relativ unbekannten und teils Leinwand unerfahrenen Darsteller die wesentlichsten Manierismen des Dreigestirns Kirk, Spock und McCoy auf den Punkt adaptiert.
Als größter Coup erweist sich die Besetzung der ikonischsten Figur der Ur-Enterprise mit Zachary Quinto (HEROES) als Mr. Spock. Von der aufrechten, stets leicht unbequem wirkenden Haltung bis zur sparsamen Mimik, in der die winzigste Emotion einem Gefühlsausbruch gleichkommt, verkörpert der talentierte Darsteller vom ersten Moment an glaubwürdig die Inkarnation des halb menschlichen Vulkaniers.
Karl Urban (DER HERR DER RINGE, PATHFINDER) wird ab jetzt hoffentlich nicht mehr in die Kategorie "Wo habe ich dieses markante Gesicht schon mal gesehen?" fallen. Kongenial erweckt der Neuseeländer durch die bekannt knappe und präzise Sprechweise und geknurrte One-Liner den Schiffsarzt Pille (im Original - wem erzähl' ich's - Bones) zum Leben. Wie in der Ur-Serie harmoniert er dabei bestens mit seinem Freund aus Kadetten-Zeiten, Captain James T. Kirk.
Chris Pine (SMOKIN' ACES) schließlich tritt ohne falsche Scheu und bravourös das Erbe William Shatners an. Sein Captain Kirk ist der dem Vorbild ebenbürtige Haudrauf und Womanizer mit Herz und Verstand, den wir kennen und schätzen gelernt haben. Die in der knappen Laufzeit leicht hätte lächerlich wirkende Entwicklung von der erbitterten Konkurrenz zwischen ihm und Spock bis zur respektvollen Freundschaft wird absolut plausibel gemeistert.
Es würde den Rahmen sprengen, jedes Crew-Mitglied würdigen zu wollen, darum sei abschließend noch Simon Pegg (SHAUN OF THE DEAD, HOT FUZZ) erwähnt, der als Chefingenieur Scott die zwerchfellerschütterndsten Szenen beitragen darf und außerdem das kulleräugig-knuffigste Alien seit E.T. zur Seite gestellt bekommt.

Wollte man unbedingt einen Makel an STAR TREK finden, könnte die Story herangezogen werden, die munter den Fundus der jüngeren Science Fiction Geschichte plündert, darunter auch den gegnerischen STAR WARS (siehe Wüsten- und Eisplanet). Dies fällt allerdings überhaupt nicht ins Gewicht, da in rasantem Tempo Action und Dialogwitz aufeinanderfolgen, bereits von der ersten Minute an beinahe mühelos große Emotionen erzeugt werden (Kirk's Geburt) und sogar der unvermeidliche Technobabbel nahezu en passant und verständlich abgehakt wird. So gerät selbst die Begegnung zwischen jungem und altem Spock (würdevoller Gastauftritt des greisen Leonard Nimoy) nicht zum unglaubwürdigen Paradoxon, sondern zum bewegenden Moment der Stille im Kampfgetöse. Stichwort für das Sounddesign, das ohne jeden Zweifel oscarverdächtig ist. Hörsturzverdächtig ergänzt wird diese Kulisse durch den fantastischen Orchesterscore Michael Giacchinos (MISSION IMPOSSIBLE III, RATATOUILLE), der mit Pauken, Streichern und Trompeten völlig überzogen und pathetisch, aber hundertprozentig passend die brillant choreografierten und von ILM erwartungsgemäß State-of-the-Art kreierten Kampfsequenzen (persönliches Highlight: der Mann-gegen-Mann-Fight auf der Bohrer-Plattform) untermalt. Erstmals in der Star Trek Kinofilmhistorie kommt mit exaktem Timing gar das Titelthema der TV-Serie zum Einsatz.

Wenn unter den sphärischen Klängen der weltweit bekannten Melodie die ebenfalls vertrauten Worte vom "Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise..." von Leonard Nimoy gesprochen werden, ist endgültig die Brücke geschlagen zwischen STAR TREK 11 und Gene Roddenberrys Genie-Streich aus den 60ern. Und man möchte J.J. Abrams aus tiefstem Herzen den vulkanischen Gruß "Live long and prosper" entbieten, damit uns noch die ein oder andere Episode der jungen Enterprise beschert werde.
7 Personen fanden das hilfreich
E. BrunsAm 10. August 2009 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
To Boldly Go...
Verifizierter Kauf
... where no Star Trek has dared to go before. Oder zu gut Deutsch: Mutig etwas tun, was vorher noch niemand gewagt hat. Frei nach diesem Motto, das Trekker seit 1966 kennen und lieben, ist mit diesem Kinoabenteuer etwas gelungen, was beste Star Trek-Tradition belegt.

Ich selbst gehörte zu den Skeptikern, bevor ich meine Kinokarte löste. Wie sollte es sogar einem Vollprofi wie J.J. Abrams gelingen, die Reinkarnation einer Legende aus dem Hut zu zaubern? Würde es genügen, das Design zu modernisieren und junge Menschen in frisch umgeschnittene Kostüme zu stopfen, um ein "aus alt mach neu" überzeugend zu präsentieren?

Zum Glück kann die Antwort auf diese Fragen offen bleiben, denn das Team um Abrams hat viel mehr geleistet, als nach derart schlichten Mustern vorzugehen. Zwar sind die Charaktere in ihren Grundzügen so geblieben, wie Gene Roddenberry sie vor über 40 Jahren konzipiert hat (Kirk als jugendlich-impulsiver Heißsporn, Pille als technikskeptischer Dauergrantler, Sulu als asiatisch-ruhiger Schwertkämpfer, Uhura als professionelle Kommunikationsexpertin, Spock, naja, eben als Spock, usw.), dennoch sind hier Wesenszüge und Verhaltensweisen erkennbar, die dem 21. Jahrhundert angepasst wurden.

Meine größte Angst war, dass dieser "Reset" der klassischen Serie eine Reihe von Logikfehlern produzieren würde oder doch zumindest nicht überzeugend wirken könnte. Aber auch hier zeigt sich, dass die einfachsten Ideen manchmal die besten sind:
Zu Beginn des Films kommt ein romulanisches Raumschiff per Schwarzem Loch aus der Zukunft, trifft auf ein Föderationsschiff, das diese Singularität gerade erforscht, greift das Schiff an und tötet George Kirk, den Vater von James T. Zwar läuft "Jims" Geburt gerade und seine Mutter wird auch gerettet, ansonsten aber führt diese Zeitreise zu einer ganzen Kette von Entwicklungen, die dem Verlauf der kommenden 25 Jahre an vielen kleinen Stellen andere Entwicklungen vorgibt.

Gemerkt?

Jeder inhaltliche Bruch und jeder "Logikfehler" lässt sich ganz entspannt mit dieser geänderten Zeitlinie begründen. Das gilt für eine Affäre zwischen Spock und Uhura ebenso wie für das für Classic-Trekker "unpassende" Design von Enterprise, Kommandobrücke, Tricordern, und, und, und.

Bahn frei also für den Griff in die dramaturgische Trickkiste, her mit den Zutaten für Popcorn-Kino vom Feinsten (darüber haben andere Rezensenten schon genug geschrieben) und ab geht die Post. Natürlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er/sie mit Handycam verfolgtes Gerenne, ständige Erschütterungen, Detonationen und sonstige High Speed-Szenen mag oder nicht.

Mein Fazit: Modernisierung gelungen, wesentliche Charaktermerkmale gerettet. Unterhaltsam, spannend und eine durchaus vorstellbare Story zu dem "Wie Alles Begann".

Nur vier Sterne, weil der neue Scotty noch nicht passt, sein Maskottchen ABSOLUT nervt und weil der Film nicht plausibel begründet, wieso James T. Kirk, der beim ersten Betreten der Enterprise noch Kadett war, "nur" aufgrund seiner Leistung während der hier erzählten Krise an seinem Ausbilder Spock vorbei zum Captain befördert wird. Solche Tagträume hatte ich vielleicht als achtjähriger Junge, aber ernsthaft glauben mag ich das nicht.

Aber, wie sagte schon der "alte" Scotty zu Beginn von Star Trek III: "Aye, and if my Grandmother had wheels she'd be a wagon." Wer weiß, wie's weiter geht und welches künftig die Hauptzielgruppe von Star Trek sein wird.

Dazu noch ein Zitat, diesmal von Captain Picard aus der letzten "Next Generation"-Episode "All Good Things...": "The sky is the limit."

Dann mal los!
2 Personen fanden das hilfreich
Marvin NitschkeAm 3. Oktober 2022 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Auf (guten) Blockbuster getrimmter Kult-Klassiker
Verifizierter Kauf
Etwas schnulzig, aber ganz okay. Wer die Originale kennt, wird auf jeden Fall an der Nostalgie seinen Spaß haben, besonders durch den Auftritt von Nimoy persönlich. Auch für Star Trek-Neulinge ein unterhaltsamer Einstieg. Jedoch keine besonderen Plot Twists oder revolutionären Neuauffassungen, bestenfalls solides Action-Entertainment mit gut gealterten Effekten. Macht ebenfalls Lust, die alten Werke (erneut) zu schauen.
☑️ Magische Miesmuschel ☑️Am 28. April 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
🌟 Sehenswerter als die ganz ganz alten Filme 🌟
Verifizierter Kauf
🌟 Sehenswerter als die ganz ganz alten Filme 🌟 Spannende Story, guter Spannungsbogen, angemessene Länge und gute Schauspielleistung. Die neueren Star Trek Filme sind einfach cooler, als die alten mit ihren ewigen Kamerafahrten bei gleichzeitig schlechten Visual Effects (es war nunmal 1980). Das macht die alten Filme anstrengend. Die neueren um Captain Picard und den jungen Captain Kirk machen schon mehr Spaß beim Zuschauen!
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