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Tenet [dt./OV]

 (32.354)
7,32 Std. 30 Min.2020X-Ray12
Im Kampf um den Fortbestand der ganzen Welt taucht der Protagonist in die zwielichtige Welt internationaler Spionage ein. Seine Mission? Völlig von der Zeit losgelöst.
Regie
Christopher Nolan
Hauptdarsteller
John David WashingtonRobert PattinsonElizabeth Debicki
Genre
Science FictionSpannungAbenteuerAction
Untertitel
Deutsch [UT]English [CC]
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
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Nebendarsteller
Dimple KapadiaMartin DonovanFiona DourifYuri KolokolnikovHimesh PatelClémence PoésyAaron Taylor-JohnsonMichael CaineKenneth Branagh
Produzenten
Emma ThomasChristopher Nolan
Studio
WARNER BROS.
Inhaltsempfehlung
AlkoholkonsumSchimpfwörterGewalt
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,0 von 5 Sternen

32354 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 51% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 21% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 15% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 7% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 7% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

Karsten LemkeAm 12. Januar 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ein filmischer Fahrplan, bei der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu Bahnhöfen werden
Verifizierter Kauf
Das Regisseur Christopher Nolan einen ausgeprägten Hang zur Philosophie und ganz besonders zur Physik hat, sollte bereits jedem bekannt sein, der die Filme "Interception" oder "Interstellar" kennt. Selbst im Kriegsfilm "Dunkirk" ist diese Neigung vorhanden, denn auch dort entwickelt Christopher Nolan drei zeitliche Handlungsstränge, die einen unterschiedlichen zeitlichen Beginn haben, zeitlich völlig anders ablaufen und trotzdem in einem Handlungsstrang landen und zwar immer in dieselbe Richtung. Hier gilt der Begriff Zeit noch nach dem Prinzip, viele Fahrtrouten der Handlung führen immer zum selben Zielbahnhof und das ist das Ende des Films.

Eigentlich könnte man Christopher Nolan als den Albert Einstein der Filmgeschichte nennen, aber das wäre fast schon eine Beleidigung. Christopher Nolan ist nämlich der Niels Bohr der Filmgeschichte, der filmisch sein eigenes filmisches Universum zelebriert der Quantenphysik und seiner inhaltlichen Handlungsverschränkung in einem filmischen Multiversum. Diese spukhafte Fernwirkung der Handlung, die ohne Zeit und Raum zu funktionieren scheint, ist nun die Grundlage für den nächsten Film aus dem Mikrokosmus des Nolanischen-Weltbildes.

Christopher Nolan treibt es in diesem Film nun so richtig auf die Spitze. Es ist schon bekannt, dass für ihn die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft gleichzeitig in einer Realität existieren, als wären es Bahnhöfe der Realität und nicht die Zeit es ist, die von einem zum anderen Aggregatszustände fährt, um diesen entstehen zu lassen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind nicht die Wirkung der Ursache Zeit, sondern die Zeit ist die subjektive individuelle Wirkung zwischen den Ursachen (Bahnhöfen) Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, die gleichzeitig existieren. Und jetzt kommen wir zum Begriff der Entropie, den Christopher Nolan in diesem Film bis zum Anschlag ausreizt, denn die Entropie ist der geordnete Fahrplan, damit die einzelnen Züge in der Realität nicht miteinander kollidieren.

Jeder Zuschauer kennt den Sachverhalt, dass die Wirkung immer nach der Ursache kommt. Mathematisch gesehen kann man auch von der Wirkung wieder zur Ursache zurück gelangen, denn beide Richtungen sind mathematisch möglich, wie auch der Titel des Films. Egal, von welcher Richtung man den Titel liest, es kommt immer Tenet heraus. Warum ist das so? Manche Wissenschaftler sind der Meinung, dass Ursache und Wirkung beide gleichzeitig in der Realität existieren, wie der Anfang und das Ende eines Wortes und der Mensch und die Natur aufgrund der Entropie beide gleichzeitig existierenden Zustände in einer Reihenfolge durchlebt wie das Lesen eines Wortes, die nach der Definition festgelegt sind, immer mit dem Zustand der absoluten Ordnung zu beginnen und sich dem Zustand der absoluten Unordnung anzunähern. Dieser Weg wird subjektiv als Zeit betrachtet, die es eigentlich real nicht gibt, sondern nur in der Welt jedes einzelnen Individuums besteht. Ein kleines Beispiel gefällig? Betrachten wir Ursache und Wirkung wie zwei Eisenbahnhöfe. Wenn der Fahrgast am Bahnhof Ursache einsteigt und nach Wirkung fahren will, ist dann die Wirkung erst existent, wenn der Fahrgast dort angekommen ist? Nach Definition von Christopher Nolan jedenfalls nicht, denn in diesem Film haben wir nämlich zwei Fahrgäste und an welchem Bahnhof sie in den Zug einsteigen, sollte wohl klar sein. Wer nun fragt, wo ist denn dann aber die uns bekannte Zeit? Das ist der Zug selbst und in diesem Film fahren sehr viele Züge.

Da der Begriff Zeit und die damit verbundene Richtung sich immer auf das einzelne Individuum bezieht, ist somit die Entropie eine Individuums-bezogene Richtung, wie ein Fahrtticket, das ein Individuum bei der Geburt löst. Was passiert aber nun, wenn jedes Individuum und jeder Gegenstand die Richtung der Entropie selbst bestimmen kann, als wäre die Realität ein Reisebüro? Damit sind wir nun beim Inhalt des Films und der legt noch richtig nach, sodass man den Film sogar mehrfach schauen muss, um halbwegs seine eigene persönliche Fahrtrichtung im Film zu finden.

Grundsätzlich ist die Handlung gefühlt wie ein James Bond Ableger. Man beginnt mit einem Terroranschlag in Kiew. Die CIA versucht diesen Anschlag zu verhindern mit einer Geheimaktion und wie der Zufall es so will, gibt es hier bereits zum Einstimmen, den afroamerikanischen James Bond in Form von dem Protagonisten. Jetzt muss man wissen, was Protagonist bedeutet, denn dadurch wird auch die Rolle von Kenneth Branagh deutlich. Ein Protagonist ist der „Erst-Handelnde“ und zu diesem gibt es ein mit ihm verbundenes Teilchen. Diese beiden räumlich voneinander getrennten Teilchen können Informationen über ihre Eigenschaften instantan (d.h. ohne Zeitverzögerung) austauschen. Der Name dieses Teilchens ist der Antagonist. So sind dann auch Protagonist und Antagonist mit einander verbunden und wenn der eine rechts herum geht, so geht der andere sofort links herum. Damit sind nun auch die beiden Hauptfiguren im Film definiert und eigentlich könnte nun der James Bond Ableger beginnen, wäre da nicht die Entropie zwischen den Bahnhöfen Ursache und Wirkung.

Gleich zu Beginn wird der Zuschauer in den Strudel der physikalischen Begriffe gezogen und er wird feststellen, dass der Ablauf der Zeit und der damit verbundenen Entropie hier nicht mehr gleich ist. Unser Protagonist findet Teile, bei denen die Ursache das Resultat der Wirkung ist. Was auch für kleine Teile des Mikrokosmos gilt, dass gilt auch für grosse Teile bis hin zu einem Atomkrieg in der Zukunft. Der Protagonist befindet sich bei der Ursache des Konfliktes und will die Wirkung des Atomkrieges verhindern, während unser Antagonist Andrei Sator sich bei der Wirkung befindet und sich zeitlich zurückbewegt, um die Ursache sicherzustellen, um seine Existenzberechtigung zu sichern.

Wie bekämpfen sich aber nun zwei Protagonisten /Antagonisten, die sich innerhalb der Entropie in genau unterschiedliche Richtungen bewegen? Da kommt nun unser Quantenphysiker Christopher Nolan ins Spiel und lässt nun die atomaren Teilchen der Realität auf den Zuschauer los. Es gibt hier keine drei Handlungsstränge der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft, denn alle drei Zustände sind im Film immer gleichzeitig präsent und sie interagieren in fast jeder Szene in derselben Realität, bis der Zuschauer nicht mehr weiss, in welchem Zug er sich gerade befindet und was der Zielbahnhof ist. Damit sollte auch klar sein, dass das Schreiben einer Rezension zu diesem Film eigentlich per Filmdefinition nicht möglich sein darf, denn eine Rezension hat einen Anfang und ein Ende. Selbst die Filmrezension müsste so verfasst sein, dass man sie von beiden Seiten lesen müsste und trotzdem zum selben Ergebnis kommt und zwar die Handlung des Films.

Fazit:
Dieser Film ist eine quantenphysikalische Fahrt zwischen den Bahnhöfen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und der Zuschauer sitzt vor den Bahnstrecken des Films und darf genüsslich überlegen, welchen Zug er da gerade sieht und welche Fahrgäste denn nun in welchem Zug gerade sitzen, denn es wird noch abstruser, die Fahrgäste wechseln nämlich auch noch die Züge dieser Nolanischen Realität zwischen den Bahnhöfen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und interagieren auch noch untereinander nach dem Ursache und Wirkung Prinzip. Damit wünsche ich dem Zuschauer viel Spass auf der Suche nach der nächsten Zugverbindung.
8 Personen fanden das hilfreich
UnicomplexAm 17. August 2022 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Man wird erst nach 1,5h fürs Durchhalten belohnt
Verifizierter Kauf
Wenn Christopher Nolan Regie führt, dann lege ich als Zuschauer die Latte hoch. Ich bin zwar kein besonders großer Fan seiner Batman-Filme (nicht mein Genre), aber mit "Inception" und vor allem "Interstellar" hat er bildgewaltige Klassiker geschaffen.

Bildstark in Szene gesetzt ist auch TENET. Aber ansonsten schafft es der Film zunächst gar nicht, mich zu begeistern. Ich war ehrlich gesagt schon kurz vor dem Abschalten, weil es unmöglich war, der Handlung zu folgen. In der Anfangsszene geht es um einen Überfall auf die OPERA in Kiew. Es laufen irgendwelche mysteriösen Bombenleger herum, irgendwelche genauso mysteriöse andere Agenten, dazu offenbar noch ahnungslose CIA-Agenten. Und alle haben offiziell aussehende Uniformen von Sicherheitsbehörden an und sind nicht voneinander zu unterscheiden. Wirkliche Polizei ist vielleicht auch noch dabei, man weiß es nicht. Es gibt einen ominösen "Passagier", der sich mit einem noch ominöseren Codewort zu erkennen gibt. Ohne zuviel zu spoilern, hat nur ein winziges Detail, das man einen Sekundenbruchteil sieht, überhaupt noch eine Relevanz im folgenden.

Der namenlose Protagonist (John David Washington) wird dann von der mysteriösen Organisation angeheuert. Der Zuschauer bleibt weiter komplett im Dunkeln, was überhaupt passiert. Es wird viel geredet, es entsteht aber keine Geschichte. Wie in einem Tunnel wird der Zuschauer abwechselnd durch langatmige Dialoge und dann durch Actionszenen geführt, ohne daß sich ein Zusammenhang ergibt. Ich habe zum Beispiel überhaupt nicht verstanden, worum es bei dem Kunstwerk von Herrn AREPO geht und was es mit dem Einbruch in den Freeport der Firma ROTAS auf sich hat, obwohl über beides gute 10 Minuten lang diskutiert wurde. Der Film ist leider voller solcher Plot Devices. Außerdem bedient er abgedroschene Klischees vom skrupellosen russischen Oligarchen SATOR (Kenneth Branagh) und dessen verängstigter Frau, der es jahrelang nichts ausgemacht hat, was für ein fieses A*loch er ist.

Im Laufe des Films taucht dann ein Helfer (Robert Pattinson) auf, und zwar immer zu bestimmten Zeitpunkten, wenn Action ansteht. Immerhin - das hat noch eine Bewandtnis! Der Protagonist und er entwickeln so eine Art Buddy-Verhältnis, aber es hätte noch mehr daraus gemacht werden können im Hinblick auf eine Enthüllung ganz am Ende.

Der Science-Fiction-Aspekt von "Tenet" wird zunehmend stärker. Aber es ergibt nicht wirklich einen Sinn, daß "invertierte" Objekte und dann auch Personen sich willkürlich manchmal vorwärts und manchmal rückwärts bewegen, je nachdem, wie es für die Visualisierung und Plausibilisierung besser paßt. In groben Zügen paßt es immerhin. Mal abgesehen davon, daß wenn wegen invertierter Entropie "heiß" zu "kalt" wird, ein "invertierer" Mensch überhaupt nicht leben könnte, auch nicht mit Maske. Die Erwähnung des abgedroschensten Zeitreise-Klischees aller Zeiten, daß das Berühren des anderen Ich zu gegenseitiger Vernichtung führt, hätte man sich ebenfalls sparen können, zumal es auch keine Rolle mehr spielt. Und obgleich ich akzeptieren kann, daß ein "invertierter" Audi rückwärts so gut wie vorwärts fährt, frage ich mich doch, wer dann das Gas betätigt, wenn keiner am Steuer sitzt. Aber was soll's.

Der Protagonst macht dann einen Deal mit dem Teufel und reist nach Tallinn für eine weitere sehr coole Actionsequenz, deren Zweck ich aber wiederum nicht verstehe. Hat irgendwas mit einem Koffer zu tun, den irgendwer an irgendwen übergeben soll. Jetzt, da der Film schon 1,5 Stunden alt ist, ändert sich aber etwas Entscheidendes: Der Protagonist wird selbst "invertiert" und erlebt das Geschehene quasi rückwärts. Einiges, aber längst nicht alles, ergibt nun einen Sinn. Man versteht nun Teile des "Was", obwohl das "Warum" weiterhin ein schwarzes Loch bleibt.

Ich finde es richtig gut, wie Nolan Szenen vorwärts und (aus Sicht der Zeitreisenden) rückwärts inszeniert, was andere Regisseure entweder scheuen oder nicht glaubhaft hinbekommen. Im Showdown, dessen Hintergrund ich wieder einmal nicht verstehe, kämpfen dann Armeen vorwärts und rückwärts gegeneinander. Das ist ziemlich verwirrend, aber doch irgendwie eindrucksvoll.

SATOR
AREPO
TENET
OPERA
ROTAS

Auch wenn ich ansonsten wohl nicht schlau genug bin, um die Handlung zu kapieren, habe ich dank großem Latinum die Symbolik sehr schnell erkannt, daß alles vorwärts wie rückwärts funktioniert. War wohl von den Autoren auch als so eine kleine Belohnung fürs Durchhalten gedacht...

Was aber immer wieder nervt, ist die penetrante Stakkato-Musik, und zwar bevorzugt während der Dialoge - echt schlimm.

Alles in allem ein Film, der den Zuschauer fast keine Informationen über die Handlung gibt und ihn erst nach 1,5 Stunden für seine Geduld belohnt, aber das nicht zu knapp. Und Novikov wäre stolz auf Robert Pattinson!
5 Personen fanden das hilfreich
Moritz KleinAm 19. Juni 2022 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
Ich kann nun verstehen, warum manche meinen Nolan könne keine menschlichen Dialoge schreiben.
Verifizierter Kauf
Was soll man zu Tenet sagen? Alles in allem ist es sowohl von Charakteren und Handlung ein relativ durchschnittlicher Actionfilm, der sich zum einen durch die Nolan-typisch gute Inszenierung und eine clevere Idee für Actionszenen von der Masse abhebt. Warum also eine unterdurchschnittliche Bewertung, wenn das Grundkonzept eigentlich auf eine leicht überdurchschnittliche hindeuten könnte. Ich sehe hierfür insbesondere 3 massive Kritikpunkte. Fangen wir mit dem an, der mich am wenigsten gestört hat:

1. Die Dialoge klingen manchmal nach eine Mischung aus Shakespeare und Mark Wahlberg. Klingt vielleicht erstmal ein bisschen eigenartig, aber lassen sie mich erklären: Wir haben pseudophilosophische Dialoge gemixt kryptischer Sprache, die dadurch aufgeweicht wird, dass Figuren Jokes und Vergleiche machen, die man so oder so ähnlich schon in jedem Mittelklasse Agentenfilm gehört hat. Bereits bei der schon sehr von Metaphern durchsetzen Sprache, fiel es mir teilweise schwer zu glauben, dass Leute so wirklich reden würden, ich habe aber mein bestes getan mich auf die Figuren und die Welt bestmöglich einzulassen, da ich es an sich mag, wenn sich ein Filmemacher was traut und Dialoge entwirft, die vielleicht den ein oder anderen abschrecken könnten, aber über eine eigene innere Logik verfügen. Leider wird die Immersion allerdings durch die typischen 0815-Prolloagenten-Dialoge zerstört. Und nur um das klar zustellen, an sich habe ich nichts gegen eine solche Art von Wortwitz (James-Bond-Fan 4life), aber diese passen für mich nicht wirklich zu den philosophischen Anspruch, den der Film vermittelt, jedoch zerlegt sich dieser an anderer Stelle ohnehin von selbst.

2. Die Geschichte macht keinen Sinn. An sich wäre das noch zu verzeihen, da Zeitreisefilme generell immer mit Logiklöschern zu kämpfen haben, sei es etwa durch sogar im Film adressierte Großvaterparadoxon. Wie also damit umgehen? Da gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder man umschifft die Paradoxen soweit es geht und hat einfach Spaß mit der Prämisse, so wie es etwa Filme wie Zurück in die Zukunft machen. Da Nolan die zuvor erwähnten Probleme jedoch selbst anspricht, verbietet sich diese Sache. Möglichkeit zwei ist das Ganze mit alternativen Zeitlinien oder dergleichen zu erklären, die zwar ebenfalls angesprochen werden, aber auch nur um diesen Punkt auf der Klischee-Zeitreise-Checkliste abzuhaken. Der Plot würde an mehreren Stellen komplett auseinanderfallen, wenn Figuren sich nur ein bisschen anders entscheiden würden, als sie es aus der Vergangenheit kennen. An sich wie gesagt ein Punkt, der viele Zeitreisegeschichten das Genick brechen würde. Der Grund, warum mich das bei dieser Geschichte besonders stört, ist das Nolan mit seinen wissenschaftlichen bis pseudowissenschaftlichen Ansätzen explizit auf diese Schwachpunkte aufmerksam macht ohne wirklich damit zu arbeiten. Erneut: Entweder man blendet die Paradoxa aus oder man benutzt sie für einen handlungsrelevanten Plotpunkt wie etwa alternative Zeitlinien. Hier wirkt es eher so, als wüsste der Filmemacher, dass seine Story eigentlich Bullshit ist, er sich das aber nicht eingestehen will und so die Probleme selbst adressiert, als ob dies den Fakt negieren würde, dass sie da sind.

3. Die mündet auch schon in den dritten Kritikpunkt, der maßgeblich dafür verantwortlich ist, warum mich das so sehr stört und wie der Film aus erzählerischer Perspektive auseinanderfliegt: Der Film möchte sich möglichst intelligent und philosophisch mit gestelzten Dialogen und einem auf den ersten Blick komplex anmutenden Konzept inszenieren, ist aber für absolute Vollidioten geschrieben. Alles, wirklich alles wird overexplained. Die verschiedenen Theorien zur Zeitreise, habe ich ja bereits angeschnitten, aber auch generell wird, wird sich viel zu sehr auf Erklärungen verlassen, die unbedingt jeden mitnehmen wollen, von denen manche aber nicht einmal wirklich irgendwo hinführen, den Film unnötig strecken und dem Zuschauer vermitteln, er sei geistig unterbelichtet, da Nolan es offenbar für nötig hält jede noch so auf der Hand liegende Schlussfolgerung zu erläutern. Das ganze geht dann soweit, dass Charaktere Teilweise ihre eigenen Witze erklären. Es gibt kleine Dialoge die auf gut das dreifache ihrer eigentlichen Laufzeit gestreckt werden, weil Figuren sich gegenseitig (und damit natürlich dem Zuschauer) erklären müssen was, warum sie eigentlich gemeint haben.

Genau diese weltfremde Schreibe macht es mir auch unmöglich die Figuren wirklich als Persönlichkeiten in ihrer eigenen Welt zu begreifen, sondern viel mehr als Expositionsspeiende Maschinen. Die Fäden, an denen der Regisseur seine Figuren durch den Film führt, sollten im besten Falle immer unsichtbar sein. Der Zuschauer soll doch vergessen, dass er sich nur einen Film ansieht und sich stattdessen voll und ganz auf das Geschehen einlassen, was aber zumindest mir nicht möglich war, da weder Handlung noch Charaktere mich aufgrund der Schreibe für sich einnehmen konnten. Der FIlm ist vollkommen unnötigerweise gestreckt ohne Ende. All die pseudophilosophischen anleihen führen nirgendwo hin, da es im Grunde eh nur auf einen stupider rette-die-Welt-Plot hinausläuft. Eine solche Art von Film wirkt durch all den Patos fast schon lächerlich über inszeniert. Man hätte gut 30 % des Gelabers rausschneiden können und man vielleicht keinen herausragenden, aber zumindest kompakten und sehr viel in sich stimmigeren Film fabrizieren können. Warum Nolan darauf besteht all seine Gedanken zum Thema Zeitreise in Form von über explorierten Dialogen uns aufs Brot schmieren zu müssen, erschließt sich mir nicht. Vielleicht damit jeder Dulli weiß, wie schau er ist.

Letzten Endes ist Tenet ein Film, der versucht die ein oder andere durchaus clevere Idee, die er durchaus für sich hat, jedem schmackhaft zu machen und das konnte nur zum scheitern verurteilt sein.
7 Personen fanden das hilfreich
JackAm 2. Januar 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Leider nicht ganz das erhoffte Meisterwerk. (3.5 von 5 Sternen) Absolut spoilerfreie Kritik.
Verifizierter Kauf
Als Einleitung möchte ich erwähnen, dass ich ein großer Fan von Science Fiction- und generell von "Zeitreise"-Filmen bin. Egal, ob Mega-Blockbuster oder kleine Indie-Produktion. Ebenfalls gefallen mir auch eher "schräge" Filme, wie z.B. David Lynch sie früher so gern gedreht hat. (Mulholland Drive, Lost Highway, Twin Peaks....) Und auch die Filme von Christopher Nolan gefallen mir grundsätzlich wirklich gut. (Ich wünschte, er würde mal wieder "kleine" Filme wie "Memento" drehen...immer noch mein Nolan-Lieblingsfilm. Gedreht mit nem Budget von 9 million USD!)

Warum also konnte „Tenet“ bei mir nicht richtig punkten?

Simple Antwort: Der Film hat wirklich eine gewaltige Bildsprache, teils grandiose Actionsequenzen, gute bis sehr gute schauspielerische Leistungen, eine interessante Hintergrund-Idee ABER trotz einer immensen Lauflänge wird hier nur eine sehr dünne Geschichte mit teils recht großen Logikfehlern bzw. Plotlöchern erzählt.

Dazu kommt das bereits im Vorfeld schon oft kritisierte Sounddesign. Der Film ist schlichtweg zu laut. Ich schaue Filme generell in der englischen Originalversion und musste in so einigen Szenen zum ersten Mal in meinem Film-Leben Untertitel einschalten, weil ich die Schauspieler schlichtweg einfach nicht verstanden habe. Wer also schon Probleme hatte, Bane in „The Dark Knight Rises“ zu verstehen, wird hier erst recht enttäuscht sein. Angeblich hat Nolan in Bezug auf diese Kritik so argumentiert, dass er das bewusst getan hätte, damit die Zuschauer sich mehr auf die Unterhaltungen konzentrieren bzw. seiner Meinung nach ist auch die Sprache im Film ein künstlerisches Stilmittel, welches er so einsetzen kann, wie er Lust hat. Tja...mag ja sein. Angenehm ist es für den Zuschauer, der gut unterhalten werden möchte, dennoch nicht.

Ich möchte nun noch etwas ins Detail gehen...nach wie vor natürlich spoilerfrei:

Die Schauspieler bzw. die schauspielerischen Leistungen haben mir gut gefallen. Besonders Robert Pattinson stielt anderen Darstellern in so einigen Szenen die Show und erweitert sein filmisches Repertoire mehr und mehr. Man darf auf „The Batman“ gespannt sein. Ebenfalls gefallen hat mir John David Washington. Er zeigt wie auch sein Vater eine tolle Präsenz vor der Kamera und mir hat sein zurückhaltendes Schauspiel sehr gefallen. Es wurde oft kritisiert, dass sein Filmcharakter ja keine wirkliche Hintergrundgeschichte hätte und nicht mal einen Namen...mir hat aber genau das gut gefallen. Es passt einfach extrem gut in die ganze Geschichte und ich konnte mich dadurch sogar mehr mit seinem Charakter identifizieren. Elizabeth Debicki überragt mit ihren 1,90m nicht nur die meisten anderen Darsteller sondern überzeugte mich auch schauspielerisch. Sie legt ihre Rolle hier gleichzeitig stark wie zerbrechlich an und gibt ihrer Figur wesentlich mehr Tiefe als ich zu Anfang erwartet hatte.
Auch die restliche Schauspieleriege gibt sich keine Blöße.

Die Action ist wie gesagt teils grandios und wird von der Kamera gut eingefangen. Überhaupt hat mir die Kamera-Arbeit in diesem Film gut gefallen und es ist faszinierend, wie die gleichzeitig vorwärts wie rückwärts laufenden Szenen gedreht wurden. Wirklich klasse.

Der Sound...tja. Der ist grundsätzlich gut und macht auch vollen Gebrauch von allen Surround-Kanälen. Vor allen Dingen der Bass tritt wie in Nolan-Filmen typisch sehr dominant auf. Wer also die heimische Surround-Anlage mal austesten will...viel Spaß mit einerseits dem Film und andererseits den Nachbarn, die man dann ziemlich schnell kennenlernen wird. ;-) ABER dennoch war mir wie gesagt der Film einfach zu laut. Musik, Explosionen, generell die Umgebungsgeräusche...in vielen Szenen sind Unterhaltungen der Schauspieler kaum zu verstehen. Das geht für mich gar nicht. (Und ich war sehr, sehr konzentriert bei der Sache!)

Abschließend zum für mich größten Minuspunkt des Films: die Story. Hier wird das Rad leider nicht neu erfunden. Ganz und gar nicht. Ohne Spoiler kann ja locker gesagt werden, dass es hier grundsätzlich um ein Zeitparadoxon (eigentlich mehrere) bzw. das sogenannte Großvaterparadoxon geht. Ok. Nicht schlecht. So etwas interessiert mich ja pauschal. ABER Nolan kann es einfach nicht wirklich fesselnd oder auf neuartige Art und Weise erzählen. Der Film endet nach 150 Minuten, alles ist mehr oder weniger aufgelöst und ich dachte mir: Wie? Das war's jetzt? An dieser Stelle wollte ich Christopher Nolan am liebsten darauf hinweisen, dass viele Filme diese Thematik besser bzw. „verrückter“ oder spannender erzählt haben. Man muss sich nur die ersten beiden Terminator-Filme anschauen und weiß, was ich meine. Oder erinnert sich noch jemand an „12 Monkeys“ mit Bruce Willis? (Aus dem Jahr 1996) Das waren Filme, bei denen sich mein Gehirn verdreht hat, wenn ich über die Sache mit der Zeit nachgedacht habe. Und genau hier scheitert Nolan leider. Zwar nicht komplett, denn auch „Tenet“ ist durchaus sehenswert und gewinnt auch beim zweiten oder dritten Anschauen noch etwas...aber unter dem Strich bleibt er hinter vielen anderen Filmen mit ähnlicher Thematik zurück. Und das ist sehr schade für einen solchen Blockbuster mit entsprechend großem Budget. Der „Spionage“ bzw. „Agenten“-Anteil des Films braucht sich durchaus nicht hinter James Bond oder Jason Bourne zu verstecken. Hier wird schnell klar, dass Nolan ein Fan solcher Filme ist. Ich fände es sogar wünschenswert, wenn Nolan mal einen Bond-Film drehen würde.

Abschließendes Fazit: für Filmfans und vor allen Dingen Fans von Science Fiction-/Zeitreise-/Spionage-/Action-Filmen durchaus sehenswert. Allerdings würde ich die Erwartungen vor dem ersten Anschauen etwas runterschrauben und vielleicht auch warten, bis die Blu-Ray günstiger wird. Der Film lohnt schon für die eigene Filmsammlung aber nicht zum aktuellen Anschaffungspreis. Und vielleicht sollte man den Film beim ersten Mal mit einem sehr guten Kopfhörer schauen (hören) oder bei einer Surround-Anlage den Center-Speaker verstärken bzw. Bass und Surround-Kanäle etwas runterdrehen. Optisch ist der Film eine Wucht und weiß vom Bild her absolut zu überzeugen. Ich habe ihn in 1080P, durch meinen Player auf 4K hochskaliert, geschaut und war mit dem Bild absolut glücklich.
2 Personen fanden das hilfreich
Daniel FietkauAm 23. August 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Hauptsache alle übertreiben. Auch die Zuschauer.
Verifizierter Kauf
Also mal ganz ehrlich: Was manche hier für einen Käse schreiben.
- Der beste Film seit bla bla bla
- Der größte Schrott von xyz
- Totaler Wahnsinn, totaler Blödsinn.
Ja, der Film ist übertrieben erklärt.
Ja, der Film weißt auf seine (Logik-)Probleme hin, nur um sie dann zu ignorieren.
Was war es noch? Ach ist ja auch egal! Der Film ist ganz klar für ein breites Publikum geschaffen.
Aber deswegen ist er doch nicht mieß, ihr 1-,2-Sterne-Rezensenten!

Die Frage in dieser Liga sind doch:
War die Film-Idee originell? - Ja
War der Film gut inszeniert - Ja
War die Movitavition der Chraktere glaubwürdig? Ja
War der Film unterhaltsam? - Ja
War der Film eine Offenbarung? - Nein
3 Personen fanden das hilfreich
Kritiker2012Am 17. April 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Wenn man über einige Schwächen hinweg sieht, dann ist der Film sehenswert...
Verifizierter Kauf
Haupt- und Nebendarsteller machen eigentlich einen soliden Job, aber die Geschichte wird einerseits viel zu langsam und doch viel zu schnell erzählt. Klingt Paradox, ist aber so.

Es gibt Cuts, bei denen man sich fragt, ob der Regisseur bei manchen zusammengefügten Szenen zwischendurch mehrere Tage Pause gemacht und vergessen hatte wo er zuvor stehengeblieben war.

3 Beispiele - !! Vorsicht 2 (kleinere) Spoiler folgen!! Es wird auf der Autobahn geballert und in der nächsten Szene sehen wir wie man den Protagonisten am Hafen getrennt von der Frau irgendwohin zerrt. Gut die vorherigen Szenen lassen das schon nachvollziehen, aber mitten im Geballer einen Cut setzen? In welcher Schule für Regisseure hat der das denn gelernt? Erschreckend wie schlecht, wo er doch Filme wie Interception oder Interstellar Regie geführt hatte.

Ein anderes Beispiel sind die wirklich, wirklich vielen Fehler in der Storylogik bzw den inhaltlichen und bildlichen Patzern. Nehmen wir die Szene mit den 2 Teams (Rotes und Blaues). Die Uhren des Blauen Teams sollen entgegengesetzt der Richtung laufen wie die des Roten Teams. Doch beide zählen runte. Wie man zum Einen sieht als die quasi einen "Uhrenvergleich" machen und später dann als die Teams ihre Kontroll Blicke auf die Uhr werfen.
Und das Problem, wenn Wände, Gläser, und Menschen eigentlich nicht getroffen wurden, wenn die Zeit invertiert läuft, wieso ist die sie dann später vernarbt? Da die Zeit zurückläuft müsste sie ungetroffen sein, weil es noch nicht stattgefunden hat und wo etwas nicht stattgefunden hat kann auch keine Narbe entstanden sein?!

Aber wie gesagt, wer über einige Schwächen hinwegsehen kann erhält einen Science Fiction bzw. mehr Fiction mit einer Menge Action und Geballer. John David Washington macht sogar eine ganz gute Figur im Film. Alles in allem einige Schwächen. Aber besser als der so manch ein Mist den ich in der letzten Zeit gesehen habe und unterhaltsam. Aber kaufen würde ich den Film nicht, denn einmal gesehen und das reicht dann auch.

Jedenfalls von der Tiefe und Logik eines Interceptions geschweige denn Interstellars ist hier jedenfalls nichts zu spüren.
SmackxAm 17. April 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Hier läuft die "Sanduhr" in beide Richtungen . . .
Verifizierter Kauf
. . . und das gleichzeitig! Eine wirre, philosophische Jagd durch Vergangenheit, Zukunft und Realität!

__ Wichtiges Vorweg __
Dies ist kein Science-Fiction Film zum abschalten und entspannen, sondern eher einer zum Hirn anheizen, da er dem Zuschauer durch seine verworrene, Story bedingte Erzählweise sehr viel Aufmerksamkeit und auch Fantasie abverlangt. Definitiv kein Film vom „Ottonormalfließband“ für Jedermann...

__ Eindrücke __
Es geht hier primär nicht um pure Action und Brutalität, sondern mehr um die Story, die es zu verstehen gilt, aber genau daran scheiden sich hier wortwörtlich die Geister.
Mehr interessant als spannend, unterhaltsam, anspruchsvoll, komplex und im Kern sehr philosophisch angehaucht. Keine leichte Kost für zwischendurch und ich empfehle sich den Film auch zweimal anzusehen, da er dadurch wesentlich verständlicher wird.

__ Produktion __
Christopher Nolan hat hier in meinen Augen keine schlechte Arbeit abgeliefert!
Grundsätzlich halte ich es für praktisch unmöglich, diese Story, bzw. den philosophischen Grundgedanken dahinter, “perfekt“ mit einem Actionreichen SciFi-Thriller zu verschmelzen und daher kann sich diese Produktion schon durchaus sehen lassen!
Schauspielerisch fand ich den Film insgesamt etwas durchwachsen, alleine John David Washington in der Hauptrolle halte ich für eine Fehlbesetzung, da er in dieser Rolle insgesamt viel zu ausdrucksschwach, bzw. charakterlos rüberkam und insgesamt auch nicht sonderlich gut gespielt hat.
Filmtechnisch wurde hier auf hohem Niveau gearbeitet, dass stellenweise leider unerklärlich etwas in den Keller ging, z.B. lassen die Umsetzung, Kameraführung und auch die Synchronisation an einigen Stellen schon etwas zu wünschen übrig.

__ !? __
Es wäre hier bald spannender die ganzen sonderbaren Rezensionen zu rezensieren, als den Film selber. Schon recht unterhaltsam was hier alles so geschrieben wurde...

__ Fazit __
Ein Großteil der Zuschauer wird hier leider eher nur Bahnhof verstehen, aber auf dem Ticket stand ja auch nicht ““Vorsicht Paradoxon““ drauf. Ja, es wäre schon mehr drin gewesen, aber so schlecht wie der Film hier von einigen umschrieben wird ist er definitiv nicht!
Ich fand ihn echt gut und grade 2-mal hintereinander...
ca.3,5 bis eher 4 Sterne
Eine Person fand das hilfreich
mister.tricorderAm 5. Januar 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Das geht an alle "Nolan Hater" da draußen....
Verifizierter Kauf
Da schreiben doch tatsächlich welche, der Film sei "langweilig" weil Nolan nicht imstande wäre Filme zu produzieren, die jeder versteht" und würde deshalb "für die Masse" nicht funktionieren (und wäre deshalb an den Kassen gefloppt"). Filme wie "Avengers" hingegen würden funktionieren weil sie einfacher sind und deswegen bekommen sie eben ein Top Rating, respektive ein top Box Office Ergebnis. Ah ja, alles klar. Filme dürfen heutzutage also nur noch Michal Bay Explosions Deluxe und eine seichte Story beinhalten, damit sie von den Zusehern geliebt und vom Studio als Erfolg verbucht werden. Alles klar. Traurig, aber leider Realität.

Ich erzähle Euch mal was. Ich gebe offen und ehrlich zu, das ich bei gut der Hälfte des Filmes mich ebenfalls geschlagen geben musste und geistig mehrmals ausgestiegen bin. Habe ich deswegen das Interesse verloren und verteufle ich den Film als "langweilig" und "funktioniert nicht"? Nein. Ich lasse mich hingegen von der Grundidee weiter treiben und mitreißen und behalte meine Neugierde, wie sich alles schließt und aufklärt. Die Grundidee, die visuelle Andersartigkeit, das Sounddesign - alleine dafür hätte der Film schon einen Oscar verdient. Man sollte Nolan danken, dass er als einer der letzten Regisseure Hollywoods in der Lage ist, im Jahr 2020 wo Hollywood "out of Ideas" ist und im Grunde nur noch von Remakes und Reboots alter Klassikern lebt, einen Film zu liefern, der alleine schon vom out of the box thinking überzeugt.

Die Kritik an John David Washingtons schauspielerischer Leistung kann ich nachvollziehen. Es ist seine stoische, fast schon teilnahmslose und wenig vorhandene Mimik, die ihn etwas flach und desinteressiert erscheinen lässt. Dafür eine Erklärung: Manche Menschen SIND einfach so, in ihrer Körpersprache. Hierzu zwei Beispiele die mir ad Hoc einfallen: Ottfried Fischer und RDJ. Beide haben stoische Gesichter von denen "nicht viel kommt" - trotzdem sind sie super erfolgreich. Der Erfolg gibt ihrer schauspielerischen Leistung recht - der Markt, ob hier in DE oder international, fragt sie nach. Seid tolerant, nicht jeder ist ein Jim Carrey, Eddie Murphy oder Louis De Funès. Es wäre auch langweilig so. Danke Nolan, das wir mal ein neues Gesicht sehen dürfen. Oder lieber doch Will Smith? Na?

Nein, ich bin KEIN Nolan Fan der rigoros gegen jeden wettert der seine Filme kritisiert und ja, ich liebe auch die etwas weniger inhaltlich anspruchsvollen Werke wie die komplette MCU Reihe (Avengers, etc.). Das was jedoch hier über TENET von vielen von Euch pauschalisiert abgesondert wird, bedarf einer Korrektur und ist mMn. unangebracht und sehr eindimensional reviewt.

Wer eindimensionalen Filmstoff sehen und anschließend per Rezession vernichten will: Schaut euch doch einfach mal Independence Day 2 oder die letzten Jurassic Park Teile an. Um Gottes Willen. HIER sind beißende Kommentare angebracht. Emmerich sollte man keines Falles mehr für einen weiteren Blockbuster in den Regie Stuhl lassen. Nolan hingegen hat offenbar noch das Sonderrecht bei seinem Studio, dass er Filme so inszenieren darf wie ER es sich vorstellt. Er ist keine B*tch wie JJ Abrams, die sich bei Disney knechten lässt so lange bis der neue Star Wars so weichgespült ist wie sichs die Bosse vorstellen. Autsch.

Also: Für mich rockt der Film. TENET hat mich von Anfang bis zum Ende gepackt, auch wenn ich ihn teilweise nicht kapiert habe. Aber das passiert mir auch gerne mal bei einem harmlosen "Tatort". So what. Nehmt es doch dankend an, dass Euch jemand ein Drehbuch liefert wo ihr Eure Gehirne nochmal anstrengen dürft. Fast & Furious Teil 17 und anderer redundanter Einheitsbrei lässt die Demenz sprießen. Tut was dagegen.
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