True Grit [dt./OV]

 (3.384)
1 Std. 50 Min.2010X-Ray12
True Grit erzählt eine gewaltige Geschichte über Rache und Mut, angesiedelt im unversöhnlichen und unberechenbaren Westen, wo Gerechtigkeit einfach und Gnade selten ist. Die vierzehnjährige Mattie Ross ist fest entschlossen, den Tod ihres Vaters zu rächen, indem sie den Mann zur Strecke bringt, der ihn wegen zwei Goldstücken erschossen hat – Tom Chaney...
Regie
Ethan CoenJoel Coen
Hauptdarsteller
Jeff BridgesHailee SteinfeldMatt Damon
Genre
WesternGeschichteActionDrama
Untertitel
DeutschEnglish [CC]
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
Bei geliehenen Titeln hast du 30 Tage Zeit, um das Video erstmals wiederzugeben, und anschließend 48 Stunden, um es vollständig anzusehen.

Enthalten im Filmtastic Channel bei Amazon für 3,99 €/Monat nach dem Testzeitraum

Zur Watchlist hinzufügen
Zur Watchlist
hinzufügen
Alle Preise inkl. MwSt.
Mit der Bestellung oder Wiedergabe erklärst du dich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden. Verkauft von Amazon Digital Germany GmbH.

Weitere Informationen

Nebendarsteller
Josh BrolinBarry PepperBruce GreenDakin MatthewsPaul RaeEd Corbin
Produzenten
Scott RudiEthan CoenJoel CoenSteven SpielbergRobert GrafDavid EllisonPaul SchwakeMegan Ellison
Studio
Paramount Pictures
Hinweis zum Inhalt
GewaltRauchenSchimpfwörter
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,5 von 5 Sternen

3384 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 72% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 17% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 6% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 2% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 3% der Bewertungen haben 1 Sterne
Sortiert nach:

Top-Rezensionen aus Deutschland

Tita Fürst - KorenAm 26. Januar 2020 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Eine ungewöhnliche Koalition
Verifizierter Kauf
Als 2010 die Coen Brüder die Romanvorlage des Buches mit dem selben Titel verfilmten, wurden viele Stimmen laut. Das Buch wurde nämlich im Jahre 1969 mit John Wayne in der Hauptrolle schon einmal gedreht. Der Titel " Der Marshal" bezieht sich auf den Marshal Reuben J. Rooster Cogburn.
Ich kenne den ersten Film, der mir sehr gefiel, mag aber auch diese Verfilmung, die sich etwas mehr an die literarische Vorlage hält.

EINE SYNOPSIS (Spoiler ist hier nicht sehr wichtig):
Im Jahr 1878 kommt ein vierzehnjähriges Mädchen nach Forth Smith. Sie sucht den Mörder ihres Vaters. Mattie Ross (Hailee Steinfeld) ist ein resolutes junges "Ding", das sich nicht vertreiben lässt. Ihr Vater wurde von Tom Chaney (Josh Brolin) ermordet - wegen zwei Goldstücke. Und sie will den Täter tot oder lebendig finden! Das Leben im Westen ist hart und wenig wert. Das weiß sie auch, mit 14 ist sie zwar noch sehr jung, aber gerade das Leben lässt ihr keine Zeit für lange Wartezeiten. Sie muß und will ihre Familie beschützen.
Mattie will einen Marshal anheuern, der ihr hilft Chaney zu finden und vor Gericht bringen.

Sie findet Rooster (Jeff Bridges) und sagt zu ihm, man hätte sie informiert, er habe "true grit", also genug Schneid um den Mann zu finden.
Dabei ist Rooster alles andere als ein Vorzeigemann. Er ist für seinen Posten schon etwas älter, hat ein Auge verloren (die anderen - seine Gegner - ihr Leben), trinkt, besser säuft wie ein **** und spricht häufig über seine Heldentaten. Mattie will ihn gut bezahlen und kann den Mann für die Aktion gewinnen.
Sie ist nicht die Einzige, die Chaney sucht. Ein Texas Renger, LaBoeuf (Matt Damon) will den Mann auch finden und ihn für eine andere Tat festnageln.
Die beiden Männer suchen zwar den Täter, sie lassen aber zuerst das Mädchen zurück. Doch Mattie ist nicht von gestern, sie erkennt die Absicht und reitet den Männern nach.
Das Trio hat außer der Suche nach den Tätern (mit verschiedenen Motiven) gar nichts gemeinsam. So wundert es nicht, dass der Ranger sich bald verabschiedet und seine Suche allein fortsetzt. Die Männer können nicht "normal" miteinander reden. Ihr Ego ist zu groß!
Als Ranger wegreitet, bleiben wieder Marshall und das Mädchen, die ein seltsames Paar abgeben.

Sie reiten durch eine Landschaft, die fast unwirklich wirkt. Kalt, der Schnee rieselt langsam, die Menschen sind weit weg. Doch Rooster weiß, wo sich die Bandenmitglieder von Lucky Ned Pepper (Barry Pepper) aufhalten. Er findet eine Hütte, die zwei Männer gehören zu Lucky Ned. Zu Ned gehört auch Chaney..., so viel ist bekannt.

Aber auch Ranger ist nicht weit weg, was sich bald zeigen wird.. Wenn es ernster wird, helfen sich die beiden "Helden". Aber nach kürzerster Zeit streiten sie wieder und gehen getrennte Wege.
Mattie hat ihr Ziel immer vor den Augen..., sie will die Gerechtigkeit. Sie ist eine "Plage", aber sie kann sich behaupten. Das müssen sowohl der Ranger wie auch der Marshal zugeben.

Es wird eine lange "Reise", eine Suche voll von Gefahren. Wie der Ranger sagt: "Der Marshal mag keine Gefangenen...", so werden nach und nach Teile von Lucky's Bande eliminiert. Man wundert sich, wie Rooster noch treffen kann, er liebt ja den Whisky mehr als alles andere.

Eine Bande in der großen Weite zu finden, ist keine leichte Aufgabe, aber..., es gelingt. Eine harte Prüfung für Mattie, die sich nicht unterkriegen lässt.

True Grit ist ein Western, sagen wir ein Film in Western Style. Harte Männer, die gut reiten und schießen können. Die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse" sind verwischt. Rooster, jetzt ein Marshal, war alles andere als ein gesetztreuer Bürger. Er erzählt in langen Monologen über sein Leben, gibt zu einige Banken um ihr Geld zu erleichtern. Aber, er war nie ein so schlimmer Mann wie andere. Wirklich? Als er gefragt wurde, wieviel Männer er get**** hat, kann er keine genaue Zahl nennen.
Es ging ja meistens darum, wer schneller zieht.

Die Geschichte zeigt aber auch eine fast unmögliche Freundschaft, eine Zuneigung, die sowohl Rooster wie auch LaBoeuf für das Mädchen verspüren. Und die sie letztendlich auch beweisen. Irgendwo tief im Herzen findet sich bei den "Gehilfen" ein Gefühl, das sie schon vergessen haben. Bruder, Vater..., eine Familie haben sie nicht, oder nicht mehr, sie haben Mattie, die ihnen ordentlich ihre Meinung sagt, die sie an die Vergangenheit erinnert...

Die Geschichte könnte hier ins Melodramatische gehen, was zum Glück nicht passiert. Mattie bleibt, wie sie ist, taff und mutig. Sie ist noch ein Kind, das merkt man, aber ohne kindisch zu wirken (nur manchmal).

FAZIT:
Die Schauspieler*inne sind sehr gut. Jeff Bridges spielt einen Mann, der so "schmutzig" ausschaut, dass man ihn am liebsten in die Badewanne stecken würde. Matt Damon kann sich neben Bridges gut behaupten, das ist schon eine große Herausforderung. Josh Brolin hat eher eine kleine Rolle, die er ohne Probleme spielt.
Mattie, also Hailee Steinfeld, geboren 1996, wurde 13 Jahre jung bei den Dreharbeiten. Sie spielt suverän, ist auch jetzt im Geschäft (ich hoffe, sie wird so bleiben, wie sie sich hier gezeigt hat - schwierig in H'wood).

Die Kamera macht ihre Arbeit - perfekt. Die Bilder zeigen die raue Landschaft, die zum Geschehen passt. Sie versteckt nichts. Auch die Musik (Jeff Bridges ist ein sehr guter Sänger) unterstreicht die Geschichte.

Der Film bekommt von mir 5 Sterne. Ich kann die niedrigeren Bewertungen verstehen, würde aber (betone noch einmal) den Film nicht direkt mit den ersten vergleichen. Es ist ein Remake, doch nicht ganz. Man kann beide Filme sehen, Bridges und Wayne sind sich nicht sehr ähnlich, die Frage, wer besser spielt, ist für mich irrelevant.
13 Personen fanden das hilfreich
W. WalzAm 4. Juli 2011 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind, ...
Verifizierter Kauf
es ist zum zweiten Mal Rooster Cogburn, mit Mattie, dem Kind!

Unweigerlich vergleicht man den Coen-Western, mit dem, aus den Jahr 1969, durch den der Duke seinen Oscar erhielt.
Das ist eigentlich das einzige Manko bei dieser Umsetzung für mich, da man eben die eindrucksvolle (Western)Geschichte ja zur Genüge kennt.
Da hat es mich wirklich verwunderter, dass die Regiebrüder so nah am Original wandeln. Selbst in der deutschen Synchro sind ganze Dialoge übernommen; die wiederum wohl auch stark am Roman festgenagelt sind. Folglich: man vergleicht die beiden Filme.

Jeff Bridges spielt den alkoholisierten Cogburn "trockener" und äußerst lakonisch, als den etwas overacting agierenden John Wayne, der den Charakter humoristischer erschienen ließ. Der Erstgenannte gefällt mir -aus heutiger Sicht- äußert gut und berechtigt voll und ganz seine Oscarnominierung (wobei sich im Original Bridges noch eindrucksvoller präsentiert; sein Genuschel ist meist nur mit Untertitel verständlich; auch seine Kurzatmigkeit, hervorgerufen durch den Suff, ist höchste Kunst; Crazy Heart Bridges also einfach grandios, wie auch schon als Wild Bill).
Auch die kleine Mattie hier, hängt Kim Darbys Darbietung der 60er Westernklamotte um Längen ab. Wurde einem damals doch eine, aus einer Lassiefolge entsprungene, mit Bubikopf agierende, mainstreamgebügelte Pennälerin serviert, damit auch ja keine unsittlichen Gedanken im damaligen Publikum aufkamen.
Das passiert hier, mit und durch den Bösewicht Brolin, zum Glück nicht. Die "neue" Mattie zeigt natürlich auch ihre eloquente Art, wirkt aber bei weitem nicht so naiv und hausbacken, wie die waynesche Mattie mit ihrem Liebkindnimbus.
Ja selbst der von mir nicht so hoch favorisierte Matt Damen, spielt hier den großmäuligen Texasranger mit Bravour. Sein damaliger Vorreiter Campbell, der entsprang da doch mehr dem Zeitgeist eines geschniegelten Apolloastronauten jener Zeit.

Wirkte also der alte Verhau (von mir noch letztens gesehen und rezensiert) mehr als amerik. Heimatfilm im 08/15-Westernverschnitt, kommt hier durch die Coens endlich künstlerische (Film)Umsetzung zur Geltung. Alles wirkt "echter"! Angefangen von den Menschen in ihrer kargen Armseligkeit mit all dem Schmutz, der dem Italowestern nahe steht. Das Setting wirkt durch die winterliche Landschaft, in seiner kühlen Weite, passender zur Grundidee des Films. Und Kamera, Schnitt und Licht sind dem Stoff jetzt angemessen, was mir bei der alten Verfilmung (Bonanza lässt grüßen) immer schon auf dem Magen schlug.

Kurzum: der Regiestil überzeugt mich -anders als von den Brüdern gewohnt- ebenfalls und ich bin baff, dass die Coens hier einen, für ihre Verhältnisse, "glatt" runtergedrehten Western dem Publikum vorwerfen; ohne ihre sonst so einzigartige Handschrift. Das zeigt dann wohl, dass sie dieses Fach auch perfekt beherrschen (inwieweit Spielberg als ausführender Produzent Einfluss hatte, entzieht sich meiner Kenntnis).
So ist es natürlich auch eine liebevolle Anerkennung dem Genre Western gegenüber, da hier nicht künstlerisch überproportioniert wurde, also keine Überspannung des Genres und des Themas erfolgte. Verständlich wohl auch deshalb, da die Brüder mit Sicherheit große Fans von Schriftsteller Charles Portis und dessen Schreibstil (der nur "zeigt", nie "analysiert") sind, der ihrem Duktus nahe liegt.

4,5 Sterne* für ein klasse Remake !

*Einen halben Stern Abzug, da einem die Handlung vertraut und so etwas der Spannungseffekt flöten geht.

P.S.
Das Limited Steelbook glänzt natürlich in gewohnter Qualität, wobei mir die Blu-ray-Scheibe an sich, mit ihrem faden Silber und dem unoriginellen Aufdruck, lieblos daher kommt.
9 Personen fanden das hilfreich
MubeenAm 14. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
A decent western film.
Verifizierter Kauf
This western film has no nudity, and has far less violence than the other formula western films.
With very sound acting and a solid plot, this movie is worth the viewers time.
RayAm 5. Juli 2011 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Mutiges Mädchen, verrückter Marshall....
Verifizierter Kauf
Tom Chaney (Josh Brolin) ist der Mörder von Farmer Ross. Der Übeltäter macht sich mit dessen Pferd und zwei Goldstücken davon.
Die älteste Tochter des Ermordeten, die 14jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) kommt aus diesem Grund nach Fort Smith in Arkansas, um die Leiche ihres Vates nach Hause zu überführen.
Im Ort ist aber gerade Volksfeststimmung, denn es werden drei Outlaws gehängt und ausserdem gibts noch ne Gerichtsverhandlung über den Tod von einem Schurken und dessen Sohn. Im Zeugenstand muss sich der abgehalfterte Sheriff Reuben "Rooster" Cogburn (Jeff Bridges) vor dem Anwalt rechtfertigen, warum er die beiden gleich abgeknallt hat, ohne denen die Möglichkeit zu geben, sich zu ergeben.
Mattie hat sich vorgenommen, den Mord an ihrem Vater zu rächen. Da sie von den Behörden keine Hilfe bekommt, will sie den Mörder Tom Chaney selbst jagen und dazu braucht sie einen Mann vom Schlage Cogburns, der nie lang fackelt, wenn es gilt Gesetzlose ihrer gerechten Strafe zuzuführen.
Doch Chaney hat sich in ein Indianerterritorium geflüchtet ist und darüberhinaus der berüchtigten Gangsterbande von Ned Pepper (Barry Pepper) angeschlossen.
Da Cogburn zwar nicht viel von rachesüchtigen Kindern hält, aber umso mehr von 50 leichtverdienten Dollars, willigt er ein Chaney zu fassen.
Doch er ist nicht der einzige, der Jagd auf den Übeltäter macht. Auch in Texas wird Chaney gesucht, weil er einen Politiker getötet hat. Die hohe Belohnung erhofft sich Texas Ranger La Boeuf (Matt Damon).
Auf der Reise durch den Wilden Westen gehts bei solch drei ungleichen Charatkeren nicht immer friedlich zu, es wird schon mal gezankt und auch vor keinen Skrupel zurückgeschreckt.
"True Grit" ist das erfolgreiche Remake von den Coen Brothers eines ebenso erfolgreichen gleichnamigen Westerns aus dem Jahr 1969, der Westernikone John Wayne den einzigen Oscar seiner Karriere bescherte.
In der Tat bietet die Rolle dieses trunksüchtigen, geschwätzigen US-Marshall mit der Augenklappe natürlich viel Szenenapplaus, das war beim Original so und ist mit Jeff Bridges auch nicht anders.
Dieser schräge Vogel ist und bleibt eine besonders liebgewonnene, schräge Filmfigur des Westerngenres.
Und die Coens haben natürlich noch eine Reihe weiterer schräger Vögel, vor allem in den Banditenrollen, aufzubieten.
Vor allem die Banditen Quincy (Paul Rae), Moon (Domnhall Gleeson) und Lucky Pepper (Barry Pepper) sind gut gelungene skurrile Figuren des weiten, wilden Landes.
Interessanterweise halten sich die Coens aber schon sehr stark an ihre Vorlage und bieten nicht grundsätzlich Neues an.
Die große stärke des Films - neben den bestens aufgelegten Darstellern - it aber die großartige Kameraführung von Roger Deakins, der mit den Bildern zu den Filmen wie "1984", "Haus aus Sand und Nebel", "Die Verurteilten", "Fargo", "Kundun", "No Country for old Man", "Barton Fink", "Jarhead", "Der Vorleser", "Glaubensfrage" oder "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" sein einzigartiges Talent immer wieder aufs Neue unter Beweis stellt.
Leider hat er immer noch nicht den verdienten Kamera-oscar.
Auch die Musik von Carter Burwell verbreitet gute Western Stimmung.
Der Film ist daher atmosphärisch grossartig gestaltet und zeigt eine heitere und gleichzeitig ernste Odyssee durch weites Land. Das Ziel ist - wenn man den Schlußbildern glauben darf - die Legendenbildung dieser wilden zeiten, zuerst durch die Wildwestshows, dann durch den Film, der es schaffte aus dem Genre große Blütezeiten zu machen....
3 Personen fanden das hilfreich
BenAm 10. Mai 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Guter Film aber sehr düstere Grundstimmung
Verifizierter Kauf
Also der Film an sich war super, tolle schauspielerische Leistung von vorn bis hinten, schöne Sets, wirkte alles sehr stimmig. Auch sehr angenehm war die Rolle des Mädchens, zwar schon eben ein Kind, aber lang nicht so nervig wie es häufig Kinder in Erwachsenen Filmen sind. Daher klare Empfehlung zum anschauen. Mich haben nur zwei Dinge etwas gestört.
Das eine war das Ende das doch etwas abrupt und unbefriedigend war. Aber wenn das im Buch auch so ist, kann man hier keinen Vorwurf machen.
Das andere ist, das der Film echt eine brutal düstere Grundstimmung hat. Kann mich nicht erinnern auch nur einmal gelacht zu haben während dem ganzen Film. Das ist zwar vermutlich sehr stimmig mit dem Westen von damals, da das Leben echt hart war. Aber ich musste zwischendurch zwei Mal unterbrechen weil mich diese düstere Stimmung selber total runtergezogen hat. Also der Film lohnt sich schon, aber man sollte in der richtigen (stabilen) Stimmung sein bevor man Ihn anschaut.
Eine Person fand das hilfreich
RoxaneAm 2. November 2017 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Echter Schneid...
Verifizierter Kauf
Der perfekte Titel für diesen Neo-Western aus 2010, der eine wirklich grosse Überraschung für mich war, da ich kein Western-Fan bin, und auch zugegeben, keine sonderlich hohen Erwartungen hatte, aber einen sehr guten Tipp bekam.

Mattie Ross (Hailee Steinfeld) ist ein 14-jähriges Mädchen, ausgesprochen selbständig und nicht auf den Mund gefallen. Nachdem ihr Vater von dem Gauner Tom Chaney (Josh Brolin) getötet wurde und von offizieller Seite wenig getan wird, um den Flüchtigen zu stellen, will sie die Sache selbst in die Hand nehmen. Ein Pferd ist schnell organisiert, doch mit dem Begleiter, der die nötige Skrupellosigkeit an den Tag legt, sieht es nicht so gut aus. Zumindest erweist sich der empfohlene Marshal Rooster Cogburn (Jeff Bridges) als dauerbetrunkener Griesgram, dessen Zuverlässigkeit zu wünschen übrig lässt. Doch weil Mattie mit einem Batzen Geld in der Tasche locken kann, macht sich das ungleiche Paar auf eine Mission, immer wieder mit dem Texas Ranger Labeouf (Matt Damon) im Schlepptau, der selbst noch eine Rechnung mit Chaney offen hat....

Trotz des ruhigen Tempos, wenig Action, dennoch kurzen, aber brutalen Gewaltszenen und der Tatsache, dass sich die Inszenierung der Coen-Brüder eigentlich gar nicht erst bemüht, den Zuschauer durch aufregende Spannung zu packen, unterhält der Film erstklassig.
Das liegt an der vergnüglichen und auch teils düsteren Atmosphäre und der grandiosen Erzählweise, die das gewisse Etwas hat, an den herrlichen, geschliffenen, teilweise sehr schwarzhumorigen Dialogen doch ganz besonders an diesen einzigartigen Charakteren, diesem herrlichen Team:
Die neunmalkluge und toughe Art von Mattie verschafft ihr selbst bei Abzockern und Strauchdieben Respekt. Männer, die sonst nichts scheuen, verharren mitunter in Sprachlosigkeit, so bringt sie dieser Teenager aus der Fassung.
Cogburn ist ein versoffenes, bärbeissiges Rauhbein, dennoch immer schlagfertig, der allerdings auch in der Prärie schon mal mit kindischen Schiesswettbewerben seine Mitreiter in Lebensgefahr bringt. Doch nur er beweist tatsächlich "True Grit" und Herz, indem er sich um Mattie kümmert und sich sehr heldenhaft als ihr Beschützer erweist.
LaBoeuf ist ein eingebildeter, selbstverliebter Texas Ranger, der immerzu von Texas schwärmt und sich stets mit Cogburn streitet, dessen Schafskarabiner aber unentbehtlich wird.
Selbst das Zeitkolorit stimmt. Wo früher der Revolver regierte, konnte man nun jemanden beeindrucken, indem man eine rechtliche Klage androhte.
Die Darsteller spielen grandios. Voran Jeff Bridges in einer für ihn geschaffenen Rolle.
Ich hatte sehr viel Spass beim Ansehen und kann ihn wirklich empfehlen.
5 Personen fanden das hilfreich
Jimmy JazzAm 16. März 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Nur die Harten kommen in den Garten
Verifizierter Kauf
Guter Western, der nicht an der alten Vorlage klebt.
Der Western ist im modernen Stil, d.h. alles ist irgendwie härter als 1969, kein Flower Power mehr.
Niemand geht mehr nach San Francisco, mit Blumen im Haar.
In sich stimmig, mit guten Schauspielern und auch das kleine Mädchen macht ihre Rolle sehr gut.
Bei den Schlangen war ich nicht ganz so überzeugt, weil mich das zu sehr an Indiana Jones erinnerte, aber Schwamm drüber.
4-5 verdiente Sterne und ich will hier nicht sagen, welcher der beiden Filme letztlich besser ist.
Sie sind Kinder ihrer Zeit.
2 Personen fanden das hilfreich
M.AAm 31. März 2022 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
ALICE IM WESTERNLAND
Verifizierter Kauf
Alle Zutaten sind da, um eine amerikanische Soße zu erzeugen: Die weiten Landschaften der Wilden Westen, raue Natur, Pferde, die erschossen werden, damit sie nicht leiden, Sheriff mit Piraten-Augenklappe, Männlichkeit und Sauferei, die Bösen und die Guten, die bösen Guten und die guten Bösen, harte Männer, die die Finger abschneiden, eine junge Frau, die die Männer nachahmt, schießt, flucht und deshalb gut ist, Rache und Goldmünzen, ein Bär auf einem Pferd wie im Märchenwald, der Medizinmann, der mit dem Wolf tanzt, Schlangen und Skeletten mit Stiefeln, wie Weihnachtskugeln am Baum hängende Leichen, Moral und Justiz, hier komme ich und rette dich!
Die amerikanische Soße ist gelungen aber irgendwie schmeckt sie nur wie Ketchup auf Pommes.
2 Personen fanden das hilfreich
Alle Rezensionen ansehen