Unthinkable

 (1.494)
7,01 Std. 37 Min.2010X-Ray18
Ein Terrorist erklärt öffentlich, drei Atomsprengköpfe irgendwo in den Vereinigten Staaten platziert zu haben. Den Behörden bleiben zwei Tage sie zu finden und zu entschärfen. Überraschenderweise kann der Mann von FBI-Agentin Helen Brody ausfindig gemacht und ohne Gegenwehr in Gewahrsam genommen werden. Doch damit ist das Problem nicht gelöst.
Regie
Gregor Jordan
Hauptdarsteller
Samuel L. JacksonCarrie-Anne MossMichael Sheen
Genre
SpannungDrama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch

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Nebendarsteller
Stephen RootLora KojovicMartin Donovan
Produzenten
Caldecot ChubbMarco Weber
Studio
Lleju Productions
Hinweis zum Inhalt
Gewalt
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,0 von 5 Sternen

1494 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 62% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 14% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 5% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 5% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 15% der Bewertungen haben 1 Sterne
Sortiert nach:

Top-Rezensionen aus Deutschland

Nicole PaapAm 22. November 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Spannend vom Anfang bis zum Ende
Verifizierter Kauf
Man fragt sich, was würde man selbst in so einer Situation tun und man macht die Erfahrung, dass es doch immer anders kommt, als man denkt. Der Regisseur hat hier ein großartiges Drehbuch umgesetzt, die schauspielerisch hochwertige Leistung überzeugt absolut. Würde ich bestimmt ein weiteres mal ansehen und weiter empfehlen. Echt krass
SagittariusAm 17. März 2012 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Maximales Dilemma
Verifizierter Kauf
"Die Memoranden aus dem US-Justizministerium enthalten Einzelheiten zur harschen Verhörpraxis unter der Regierung von Präsident George W. Bush. Die Dokumente aus den Jahren 2002 und 2005 dienten dem US-Geheimdienst CIA als Richtlinie für die Befragungen von Häftlingen, die mutmasslich zum Terrornetzwerk al-Qaida gehörten. Nur wenige Textstellen sind geschwärzt worden.

Die vier Memoranden, die alle zwischen 13 und 20 Seiten lang sind, enthalten 14 Foltermethoden, mit denen Häftlinge dazu gebracht werden sollen, Informationen preiszugeben. Dabei weisen die Autoren permanent darauf hin, wie harmlos die Verhörmethoden seien.

Das US-Justizministerium hat die Verhörtechniken in drei Kategorien eingeteilt. Zur ersten zählen Methoden, um den Häftling zu erniedrigen und in einen «Zustand der Abhängigkeit» zu bringen:

Schlafentzug: Der Gefangene wird gezwungen zu stehen, die Hände gefesselt vor dem Bauch. «Das verhindert, dass er einschläft.» Auch an den Füssen gefesselt, kann er sich in einem Rechteck von 60 auf 90 Zentimetern bewegen und wird bis zu elf Tagen wach gehalten.

Erzwungene Nacktheit: Der Häftling wird gedemütigt, weil sein «kulturelles Empfinden» verletzt wird oder indem ihn eine weibliche Beamtin betrachtet.

Zwangsdiät: Die feste Nahrung wird durch Flüssignahrung ersetzt. «Verschieden Schlankheitskuren, welche in den USA erhältlich sind, reduzieren die Kalorienzufuhr mindestens so stark», heisst es. Die Verhörtechniken der zweiten Kategorie bezwecken, den Häftling «zu erschrecken oder zu massregeln».

Schlag in den Unterleib: Der Befrager schlägt mit dem Handrücken zu, darf aber keinen Ring tragen. Empfohlen zusammen mit der Eiswasserdusche.

Gesichtsgriff: Der Häftling wird im Gesicht so angepackt, dass er den Kopf nicht mehr bewegen kann.

Schlag ins Gesicht: Das Ziel ist nicht körperlicher Schmerz, sondern Überraschung, Schock und Beleidigung.

Griff an den Kragen: Der Häftling wird überrascht und erschreckt. Mit den Methoden der dritten Kategorie wird der Häftling «physisch und psychisch unter Druck» gesetzt.

Simuliertes Ertrinken (Waterboarding): Der Häftling wird mit verbundenen Augen auf eine Bank gefesselt, die Füsse angehoben. Mund und Nase werden mit einem Tuch bedeckt und 20 bis 40 Sekunden mit Wasser begossen. Der Verhörte leidet unter «seelischen Qualen und Todesangst». Der Vorgang «kann wiederholt werden». Das simulierte Ertrinken darf nur angewendet werden kombiniert mit einer Zwangsdiät und Schlafentzug.

Stehen an der Wand: Das Folteropfer steht einen Meter vor der Wand und muss sich nach vorn lehnen, bis es mit den Fingerspitzen die Wand berührt. Ziel ist die Ermüdung der Muskeln.

Schmerzhafte Körperhaltung: Der Gefangene soll auch damit stark ermüdet werden. Zum Beispiel, indem der Häftling kniet und sich 45 Grad nach hinten lehnt.

Dusche mit Eiswasser: Wasser von einer Temperatur von 5 Grad Celsius wird über den Häftling gegossen.

Arrest in dunkler Kiste: Eingeengt, wird die sinnliche Wahrnehmung gestört.

Wurf gegen Holzwand: Wenn der Beamte den gefesselten Häftling gegen die Wand stösst, gibt es einen Knall. «Der Aufschlag soll härter wirken, als er ist.»

Arrest in dunkler Kiste mit Insekt: Einem Gefangenen, der Angst vor Insekten hat, wird suggeriert, dass sich in der Kiste Ungeziefer befindet. Tatsächlich ist dort aber nur eine harmlose Raupe. Diese Foltermethode hat bereits George Orwell in seinem Roman «1984» beschrieben. Das IKRK hat die Verhörmethoden der US-Behörden zwischen 2002 und 2006 untersucht. Die Gespräche mit 14 Häftlingen ergaben, dass die vom US-Justizministerium empfohlenen Verhörmethoden weitgehend angewendet wurden. (Tages-Anzeiger) "

und wenn das nicht hilft, dann geht es weiter. Das Undenkbare wird wahr. Man braucht ein Geständnis. In der Debatte nach dem Fall Gäfgen war genau diese Konstellation eingebracht worden: eine Stadt wird von einer Atombombe bedroht, was macht man ?

Es ist gut, sich diesen Film anzusehen. Das Dilemma wird nicht kleiner, aber es ist etwas anderes, von ausgerissen Nägeln zu lesen oder dieses wirklich zu sehen, wie es denn wohl ausschaut. Dabei ist der Film nicht gewaltvoyoristisch, aber solche Bilder sind , so kurz sie auch erscheinen, schwer auszuhalten.

Wäre wirklich eine solche Bedrohung da,könnte sich die Staatsmacht zurückhalten? was würden die bedrohten hunderttausende von Menschen wohl fordern? Könnte sich eine Regierung dieser Forderung entziehen ? Das Prinzip der Menschlichkeit wird zerniert, aber könnte man sich die Einhaltung des Prinzips leisten...pereat mundus?

Das sind nur Fragen,keine Positionen.So wie der Film auch keine Position bezieht. Um Undenkbaren kann die Gültigkeit einer Rechtsordnung, die Humanität zerschellen.

Allen, die erweiterte Vernehmungsmethoden fordern, sei allerdings empfohlen, vielleicht erst einmal eigene Erfahrungen zu machen. Wer ein waterboarding ohne Trauma übersteht, wird vielleicht dennoch nicht leichthin postulieren, waterboarding sei keine Folter.

Unthinkable- wirklich harte Kost.
10 Personen fanden das hilfreich
D.S.Am 11. November 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Sehenswert
Verifizierter Kauf
Hat nicht viel Handlung und das Ende ist eigentlich grausam (lässt Spielraum für einen zweiten Teil) - Aber der Film an sich, ist wirklich sehenswert.
BuriAm 9. August 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Leicht brutal und kein glückliches Ende.
Verifizierter Kauf
Der Film ist zwar bereits aus dem Jahr 2010, gehört hatte ich von ihm allerdings nicht. Die Bewertungen und die Kurzbeschreibung haben mich dazu verleitet, mir den Film anzusehen.

Der Film handelt von einem Szenario, in dem ein Mann behauptet, dass er drei Atombomben in den USA versteckt hätte und lässt sich daraufhin freiwillig verhaften. Der Mann scheint in dem ganzen Film definitiv die intelligenteste Rolle innezuhaben, da er quasi alles bedacht hat und ganz genau wusste, was auf ihn zukommt.
Die Folterszenen sind zum Teil recht brutal, sodass meine Frau regelmäßig aufgeschreckt ist. Dafür ist der Film allerdings auch FSK 18.

Der Film behandelt einige moralische Probleme, wie das bereits genannte Foltern, die Erpressung eines Landes und das Abwägen zwischen Menschenleben und Menschenleben.

Der Cast ist für mich gelungen, alle Schauspieler passen sehr gut in ihre Rollen. Besonders jedoch spielen Samuel L. Jackson und Michael Scheen ihre Rollen so bemerkenswert, dass die übrigen (auch gut gespielten) Rollen etwas in den Hintergrund rücken.

Bei dem Film braucht man keine Action erwarten. Das, was den Film ausmacht, sind die intelligenten Dialoge und die Handlungen der Einzelpersonen. Die Drehorte des Filmes müssen auch recht überschaubar sein, da sich im Grunde 90% im Folterbereich zutragen.

Die Botschaft des Films ist bei mir angekommen. Er schafft es mit recht einfachen Mitteln, dass der Zuschauer sich selbst hinterfragt und darüber nachdenkt, wie man das Geschehene moralisch einordnen würde. Der einzige Schwachpunkt meiner Meinung nach ist das Ende. Irgendwie habe ich es so kommen sehen, jedoch war der Cut dann doch zu krass.
Ansonsten ist der Film gelungen, es lohnt sich ihn anzusehen.
Eine Person fand das hilfreich
ChrisAm 5. Dezember 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Es geht nicht um gut oder böse
Verifizierter Kauf
Es geht nichtmals um die USA an sich.

Es geht um die Gratwanderung, Gewalt durch Gewalt zu vermeiden.
Abwägung und Anwendung menschlicher Werte, für die sich gerade
unsere westlichen Kulturen so brüsten.

Es ist ein kleiner Einblick in unseren Abgrund, den wir gern ausblenden.
Doch was passiert, wenn wir mit harten Fakten konfrontiert werden? Bleiben wir uns
treu, opfern viele für unsere eigenen, persönlichen Überzeugungen um uns guten Gewissens im Spiegel
ansehen zu können oder opfern wir unsere Überzeugungen und uns selbst, zum Wohle vieler.

Samuel L. Jackson, in der Rolle dessen, der seinen Kampf verloren hat und trotz Hemmnissen unvorstellbar unmenschliches tut und auch sich selbst damit Schaden zufügt.

Carrie Ann Moss in der Rolle des unbefleckten Moralisten, die auch in einem potentiellen Massenmörder das menschliche sieht und ihre Werte zunächst verteidigt, aber in ihrer Substanz mehr und mehr bröckelt.

Es ist leicht aus der Distanz zu sagen, das geht nicht, das darf nicht sein.
Doch was passiert mit uns, wenn wir abwägen müssen?

Ich bin übrigends kein Verfechter der Folter.

Doch wenn ich ehrlich bin, und das sollte jeder zu sich sein,
wüsste ich nicht zu sagen was ich tun würde.
PRAm 29. November 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Film gibt zu denken - inhaltlich jedoch mit Schwachstellen
Verifizierter Kauf
Auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema: Kann man Folter und Mord an einzelnen gegen Millionen gefährdeter Menschenleben gegenwiegen? Ist jedes Mittel recht, um Menschenleben zu retten?

Ich hab ein bisschen durch die Kommentare hier gestöbert und feststellen müssen, dass viele schlechte Bewertungen den Film nicht verstehen, die eigentliche Fragestellung gar nicht erst erkennen und hier nur Sadismus erkennen. Schade, falsches Publikum.
Der Film ist sicher keine entspannten actiongeladene Unterhaltung, aber regt trotzdem zum Nachdenken an - gerade, wenn man sich mal mit den Geschehnissen von Guantanamo und Co beschäftigt. Dann ist der Film absolut empfehlenswert.

Abzüge sind inhaltlicher Natur:
(Spoiler)
Islamistisches Motiv, alle Truppen aus dem nahen Osten abziehen - quasi das übliche Terrorgelaber
...diese Story kauft man dem so hochintelligenten Opfer allerdings weder ab, noch wirkt es als authentisches Motiv all das auszuhalten, was an Folter erfolgt. Auch dass er nukleares Material schmuggelt, Atombomben baut und quasi alles genauestens durchgeplant hat, aber wiederum Frau und Kinder so leicht geschnappt werden können, passt alles nicht zusammen. Das Ende eher schwach und billig - der Twist ist hier leider nicht geglückt und wirkt auch eher unlogisch.
Thorti3Am 18. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Zuschauer wird in moralisches Abwägen einbezogen
Verifizierter Kauf
Ein großartig aufgelegter Samuel L. Jackson zelebriert seine Rolle und bringt andere Charaktäre im Film dazu sich an die eigene Nase fassen zu müssen. Als Zuschauer ertappt man sich mehrmals wie man seine eigenen moralischen Vorstellungen während des kurzweiligen Films immer wieder wechselt.
Chris P.Am 18. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Guter Film zum nachdenken
Verifizierter Kauf
Manchmal kommt man mit einfachen Verhören nicht weiter und dann finde ich das Folter voll und ganz in ordnung ist. Lieber Terroristen und ihre Familien foltern als unschuldige Menschen sterben lassen.
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