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Der goldene Handschuh

 (9.130)
6,71 Std. 49 Min.2019X-Ray18
Fatih Akins Horrorfilm DER GOLDENE HANDSCHUH erzählt die Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka und basiert auf dem wahren Fall sowie dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk.
Regie
Fatih Akin
Hauptdarsteller
Jonas DasslerMargarete TieselKatja Studt
Genre
SpannungHorrorDrama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Rezensionen

4,3 von 5 Sternen

9130 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 65% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 16% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 9% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 4% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 6% der Bewertungen haben 1 Sterne
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Top-Rezensionen aus Deutschland

MoviekingAm 5. September 2019 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Am Rande der Gesellschaft
Verifizierter Kauf
1971 : Der Hauptschauplatz des Films DER GOLDENE HANDSCHUH (2018) ist die hamburger Hafenkaschemme 'Zum goldenen Handschuh', in der sich die Stammkundschaft aus dem Bodensatz der Gesellschaft rekrutiert. Verzweifelte Gestalten – überwiegend Männer – die aus irgendwelchen Gründen den Halt im Leben verloren haben und nun ihren Kummer im Alkohol ersäufen. Dazu gesellen sich altgewordene Prostituierte, die darauf hoffen, noch einmal einen Freier zu ergattern oder wenigstens einen Schnapps spendiert zu bekommen. Der Kundschaft ist es fast egal, ob es Tag oder Nacht ist, weswegen die Kneipe innen auch immer verhangen ist. Und der Wirt weiss warum : „Bei Sonnenschein trinken die Leute nicht“. Es stinkt nach Zigarettenrauch, Bier und Urin und die Stammgäste klammern sich am Tresen fest, trinken ihre Gläser leer und führen ähnlich sinnlose Gespräche wie Olli Dittrich im NDR an seinem Imbissstand. Doornkaat-Max, Nasen-Ernie, Tampon-Günther, Soldaten-Norbert gehören genauso zur 'Familie' wie unser traurig-tragischer Held, der Hilfsarbeiter Fritz 'Fiete' Honka sowie das Personal, der Wirt Herbert und sein Kellner.

Honka war zu der Zeit Ende 30 und eigentlich auf der Suche nach einer Lebens- oder wenigstens einer Gesprächspartnerin. Er war klein und schmächtig, von geringer Intelligenz, hatte seit einem Fahrradunfall ein deformiertes Gesicht und litt an Exotropie (Aussenschielen). Aufgrund seiner Alkoholsucht hatte der Hilfsarbeiter zudem sein Erscheinungsbild stark vernachlässigt. Insgesamt gab es also genug Gründe für Frauen, selbst wenn sie in die gleiche soziale Kategorie wie Honka fielen, sein Liebeswerben abzulehnen. Häufig waren es jedoch das leere Portemonnaise, der grosse Durst und die Notwendigkeit über Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben, die manche Frau dann doch schwach werden liessen. Sie folgten Fiete am Ende eines durchzechten Abends auf seine dreckige Dachmansarde, wo sie Pin-Up Fotos an den Wänden, eine alte Puppensammlung, Essensreste in der Küche und jede Menge volle und leere Flaschen Kornbrand erwarteten.

Fast schon logisch, dass Honka sich nicht auf einen normalen Umgang mit Frauen verstand. Er behandelte sie, die häufig aus der Prostitution kamen, wie Abschaum. Frei nach dem Motto 'Egal, wie tief ich auf der sozialen Leiter gefallen bin, so lange es noch Personen unter mir gibt, bin ich noch nicht verloren'. Er verstand unter dem Begriff 'Frau' erstens die Befriedigung seiner sexuellen Gelüste und zweitens für ihn zu kochen und sauberzumachen. Also stürzte er sich unvermittelt auf seine ebenso betrunkene 'Belle de Jour', um sein 4-R-Programm (Rauf, Rein, Raus, Runter) abzuspulen. Wie häufig unter Betrunkenen kam es dann schnell zum Streit. Zwischen 1971 und 1975 hat Fritz Honka (später von der Presse betitelt als 'Der Frauenmörder von Altona') 4 Frauen mittleren Alters erwürgt oder erschlagen, sie anschliessend zerteilt und die meisten Körperteile hinter einem Holzverschlag in seiner Wohnung versteckt. Mal wollte die Frau nicht Honkas Sexualpraktik betreiben, eine Andere war ihm zu inaktiv, eine Weitere wollte ihn bestehlen und über die Vierte hat sich Honka ausgeschwiegen. Die hat er nämlich noch schwerer verstümmelt als die Drei zuvor. Den fürchterlichen Verwesungsgeruch versuchte er mit Fichtennadelextrakt zu neutralisieren. Gästen erzählte er, der Gestank stamme von seinen griechischen Nachbarn, die viel mit Knoblauch kochen würden.

Am 17.7.75 brandte es auf einmal in der Etage unter Honkas Wohnung, die Feuerwehr kam, sie löschte und fand dabei auch die Leichenteile in der Dachmansarde. Der Hilfsarbeiter wurde verhaftet und gestand 4 Morde. Verteidigt wurde er von Münchens bekanntestem 'Medienanwalt' Rolf Bossi. Der machte geltend verminderte Schuldfähigkeit wegen Schwachsinn und Alkoholismus, sowie schwere Beleidigungen der Opfer gegen den Täter. Das Gericht urteilte einmal Mord und dreimal Totschlag. Strafe 15 Jahre mit anschliessender Unterbringung in einer psychatrischen Klinik. Honka, vor Gericht wieder nüchtern und adrett gekleidet, überlebte die gesamte Strafzeit von 17 Jahren und verbrachte die restliche Zeit bis zu seinem Tod 1998 mit 63 Jahren in einem Altersheim, ohne dass seine Identität dort bekannt geworden wäre.

Die Macher dieses Films, Heinz Strunk (Buchvorlage und Kleindarsteller) und Fatih Akin (Drehbuch und Regie), stammen beide aus Hamburg. Sie kennen den Kiez und führen den Zuschauer in eine Welt quasi auf der Rückseite von St. Pauli, am Rande der Hafens und der Gesellschaft. Durch Kaschemmen wie 'Zum goldenen Handschuh', 'Elbschlosskeller' und 'Hong-Kong' führt kein schillernder 2-Meter-Transvestit seine Touristengruppen, hier turnen auch keine grazilen Damen um ihre Gäste herum wie auf der Grossen Freiheit und auch die teuren Lederkorsagen einiger Profis von der Herbertstrasse sucht man hier vergebens. Stattdessen ist es wahrscheinlicher hier auf 'Oma Lutschbirne' (Lieblingsausdruck von Helmut Rahn) mit der zahnlosen Kauleiste zu treffen. Auch wenn die Aufnahmen von Kneipe und Wohnung im Studio entstanden, so wurde weitestgehend Authentizität gewahrt. Angereichert wird die Stimmung noch durch Schlagermusik wie z.B. von Adamo, Albers, Black oder Heintje. Und alles klingt nach der guten alten Zeit. Detailtreue macht sich eben bezahlt.

DER GOLDENE HANDSCHUH konzentriert sich leider fast ausschliesslich auf den eindimensionalen Fritz Honka und dessen niedere Triebe. Ein kurzes Intermezzo gibt sein Ausbruchversuch aus dem Milieu, als er vom Hilfsarbeiter einer Werft zum Nachtwächter eines Bürokomplexes 'aufsteigt'. Aber der Zuschauer errät schnell, dass Honkas schwacher Charakter ihn bald wieder zurück in der Gosse landen lassen. Auch kein Hoffnungsschimmer geht von Fietes etwas intelligenterem Bruder Siggi aus, der nur zu einem kurzen Besäufnis vorbeischaut. Bleiben da noch die zwei Jugendlichen Petra und Willi, für die Filmemacher Akin letztlich auch keine richtige Verwendung fand. Petra, bei der Fiete anfangs abgeblitzt war, kehrt in Gestalt von Gerdas Tochter Rosie gelegentlich in dessen Vorstellungswelt zurück. Der schmächtige Willi verirrt sich am Ende auch im 'Goldenen Handschuh', dessen Atmosphäre eine besondere Faszination auf den Jungen auszuüben scheint. Soldaten-Norbert, der am Tresen noch von Frauen herumgetönt hat, bemüht sich augenblicklich um den Jungspund mit einigem Imponiergehabe. Dann folgt er ihm auf die Toilette, stellt sich hinter den Jungen und urinert dessen Rücken nass. Leider der einzig zündende Gag in diesem Film, wenn auch von niedrigem Niveau.

In der Kritik stehen Ästhetik, Detailverliebtheit und Frauenklischees. Wenn man sich vor Augen hält, in welchem Milieu diese Geschichte spielt, so kann am Ende kein 'schöner', geschweige denn ein optimistischer Film herauskommen, sonst wäre die Thematik verpasst worden. Wem der Filmstoff bei den sexuellen Aspekten zu grafisch geraten ist, sei daran erinnert, dass es sich hier noch um eine dezente Version der Realität handelt. Honkas tatsächliche Sexfantasien (Rollenspiele in Uniform, Sadismus und Sklavenhaltung) sind in diesem Film erst gar nicht richtig zum Ausdruck gebracht worden.

Kommen wir zu den positiven Aspekten des Films. Hut ab vor der Besetzung, insbesondere den Frauen, die manch unappetitliche Situation darstellen mussten, insbesondere Margarethe Tiesel als Gerda, Martina Eitner-Acheampong als Frida und Jessica Kosmalla als Ruth. Der 22-jährige Jonas Dassler stellt den 36-jährigen Fritz Honka dar und es kommen trotz des Altersunterschieds keine Zweifel an seiner Identität auf. Das der echte Honka kleiner und schmächtiger war, kompensiert Dassler durch einen gebeugten Gang. Alleine schon die Tatsache, dass der Schauspieler während seiner gesamten Szenen Kontaktlinsen tragen musste, nötigt Respekt ab.

Bei allen vorgenannten Ereignissen sollte man sich allerdings auch bewusst sein, dass der bizarre Fall Honka – trotz gelegentlicher Mordfällen auf dem Kiez - ein besonderer war, der meineswissens auch nach jetzt beinahe 50 Jahren in Hamburg einzigartig geblieben ist.

FAZIT :
positiv : endlich wieder ein ernstzunehmender deutscher Film von dem man spricht,
hohe authentische Atmosphäre und Wiedergabe einer vergangenen Ära,
ein Stoff der – egal ob interessierend oder anekelnd – die Gemüter bewegt,
intensive Darstellungskraft,

negativ : Hinweisschild von der Geisterbahn : Für Empfindsame und Schwangere nicht
geeignet ! (aufgrund einiger Splatter- und Horrorszenen),
eine Story über negative menschliche Obsessionen, die keine hoffnungsvolle
Wendungen zulässt,
die Überbetonung des dominanten männlichen Rollenbildes,
einige Szenen in Honkas Wohnung sind mir zu breit dargestellt.

BD : Bild und Ton sind gut. Format 1,85 : 1, Farbe, 110 Minuten Laufzeit, dt. UT vorhanden.
2 Featurettes (je 3 Min.), Trailer.
10 Personen fanden das hilfreich
SabahAm 17. August 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Kein Horror-Splatter Knaller sondern eine gut recherchierte Milieustudie!
Verifizierter Kauf
Ich habe den Film in der Erwartung angesehen einen ausführlichen Einblick in Honkas
Umfeld und Leben zu bekommen, da ich schon ein Buch über ihn gelesen hatte..
Also enttäuscht wurde ich teilweise, der Film fing beim ersten Mord an und endete mit der Festnahme Honkas. Leider fehlte meiner Meinung nach die Kindheit und der Werdegang bis zu diesem Schlüsselmoment. Dies hätte der Regisseur durch den Einbau von Rückblenden in die Vergangenheit lösen können. Aber das hätte wahrscheinlicch den zeitlichen Rahmen des Films gesprengt, da hier mehr der Focus auf die desolaten Wohnverhälnisse und die Kneipe lag.
Der Film ist eine gut recherierte Milieustudie und einem sehr gut agierenden jungen!! Hauptdarsteller.
aber auch hervorragenden Nebendarstellerinnen.Solche Kneipen kann man auch heute noch in jeder größeren Großstadt finden, auch mit Leuten ähnlich denen im Film welche unsere Konsumgesellschaft auspuckt und am liebsten vergessen machen will. Es sind Menschen die eigentlich unserer Solidarität und Nächstenliebe bedürften, aber letztendlich Ausgestossene sind und dies auch wissen. Darum denke ich kann so etwas, wie die Grausamkeit von Honka vor allem gegen Frauen auch heute noch passieren.
Der Filmtitel und auch die Ankündigung als Horrorfilm ab 18 Jahre ist irreführend und lockt nur die falschen "Fans " an, welche harte Splatterszenen erwarten.
Vieles ist nur angedeutet und der Film legt mehr Wert auf eine umfassende Aufklärung über das Umfeld
und das Milieu im Kiez in dem Honka lebte.
Ich würde sagen dieser Film ist eine Charakterstudie und mehr ein erzählerisch angehauchter Dokumentarfilm, wo auch wenig Dialoge gesprochen werden. Um so mehr ist die Bildsprache sehr wuchtig, denn der Alkoholismus und die daraus resutierende Verwahrlosung der Menschen in dieser Kneipe zeigt auf, wohin diese Sucht führen kann.Schwer zu ertragen ist der Film meiner Meinung nach nicht, vielleicht weil viele nicht wissen oder auch wahr haben wollen, dass es solche Menschen in unserer sozialen Gesellschaft gibt. Da sind andere Filme z.B. Hostel oder auch SAW nur schwer zu verdauen mit den hier gezeigten Grausmkeiten und Folterszenen.
3 Personen fanden das hilfreich
Manuela R.Am 14. August 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Fast schon Konfrontationstherapie
Verifizierter Kauf
Zuerst war mir gar nicht so bewußt, was mich erwarten wird und schon nach den ersten 10 min schaltete ich um auf wesentlich leichtere Inhalte. Aber diese 10 min reichten schon um die Tür zum Unterbewußtsein weit zu öffnen.

Ich bin 1969 geboren und verbrachte einen prägenden Teil meiner Kindheit in Gaststätten in denen meine Mutter kellnerte. Auch wenn diese Gaststätten eher zu den Gutbürgerlichen mit Kegelbahnen und größeren Sälen für alle möglichen Veranstaltungen galten, so war ich auch mit diesem gewissen Typ von Thekengästen in schwer alkoholisierten Zuständen vertraut.

Der ganze Film wird mit seinen gnadenlosen Nahaufnahmen zu einem einzigen Trigger. Ich will nicht zu weit zu dem ausholen, was ich als Kind erlebt habe, aber beim ansehen roch ich förmlich wieder den Urin der permanent in der Luft hing. Gepaart mit der heile Welt Musik.

Heute würde man, zu Recht, hinterfragen, was ich als Kind dort zu suchen hatte? Der Zeitgeist war anders. Meine Mutter war froh mich zur Arbeit mitnehmen zu können und ich mußte mich still verhalten und andere Gäste nicht belästigen. Was oft genug eine Einbahnstraße war. Für so manchen war die kleine Tochter der Kellnerin auch Freiwild.

Heute, mit 53, habe ich einiges an Aufarbeitung durch und meine Geschichte ist nur eine kleine "Nebenstory". Aber dieser Film hat mich nochmal genau da gepackt, wo einst meine kleine Kinderseele keine Einordnung oder gar Halt fand und darüber krank wurde.

Ich habe fast drei Abende gebraucht um diesen Film zuende schauen zu können, es war verdammt hart. Aber auch ein wenig heilsam für die eigenen Narben, die lange Zeit nicht erklärbar waren.

Hört sich komisch an, aber man kann in Therapien kaum beschreiben wie eine Atmosphäre, Gerüche, Geräusche oder sich die sozialen Interaktionen in Gaststätten gestalten. Ich hatte auch nur ansatzweise die direkte Verknüpfung zu diesem Teil der frühen Kindheit in den Gaststätten.

Diesem Film gelang der Einblick in Abgründe. Diese Zeit war voll von exessiven Trinkern und Trinkerinnen. Auch in den gutbürgerlichen Schichten.
14 Personen fanden das hilfreich
RambazambaAm 24. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Dieser Film hat es geschafft, sogar mich als erwachsenen Mann zu verstören ! Hut ab vor Fatih Akin
Verifizierter Kauf
Diesen Fim in Genre Horror einzuordnen ist eine Beleidigung gegenüber den Dartstellern, Regie, Von Maske, Tontechnik, Requisite und allen daran Mitwirkenden!
Horrorfilme sind zumeist irgendelchwes unsinniges, der realität fernes Zeug.
Hier wird die Realität so hautnah an den Zuschauer gebracht wie bei kaum einem anderen deutschen Film!

Die Kullissen oder Handlungsorte sind den 70ern naturgetreu nachgeahmt worden, das war auch der Grund warum ich es mir angeschaut habe, ich wollte die 70er Jahre, m.E. die besten Jahre nach dem Krieg, wieder erleben. Ecxellent hinbekommen, von der traurigen Geschichte abgesehen hat es mich überglücklich gemacht die 70er wieder erleben zu dürfen.

Hatte nicht erwartet dass die Handlung aufgrund der perfekten Besetzung mich als erwachsenen Mann verstören würde.

was ich nicht ganz verstanden habe, in der 80. Minute kommt in den Verkehrsnachrichten die Meldung, Falschfahrer, soweit ich mich entsinnen kann war damals noch die Bezecihnung Geisterfahrer gängig.
So mal nebenbei.
Kann die 1 Stern Bewerter nicht verstehen.
Dort schreibt jemand
Zitat Anfang;
Nur fehlt die Geschichte, und zwar komplett. Wer ist dieser Honka eigentlich? Warum tut er was er tut? Warum sind die Menschen in dem Film wie sie sind? Was ist ihre Geschichte, ihre Psyche?
Im Buch ist das der Hauptbestandteil der Geschichte.
Zitat Ende

Das ist aber nicht das Buch sondern ein Film das auf 110 Minuten zusammengeschnitten wurde.
Dann kann er doch bei seinem Buch bleiben!

Oder möchte irgend jemand diesen Film von einer Länge von 4 oder mehr Stunden sich anschauen? Nur weil da noch die Lebensgeschichten von den beteiligten erzählt wird.
Das will doch keiner wissen und kann sich auch selbst übers Internet informieren.

Das wäre ja irsinnig Stundnelange Hintergrundinfos.
Bei anderen Filmen wird ja auch nicht auf die Lebensgeschichten eingegangen.
Dieser Spielfilm dient der Unterhaltung und ist eine Nachstellung von vergangenen Handlungen.
Es ist kein Film für angehende Kriminalpsychologen!
Nochmals Hut ab an alle Darsteller, beste Besetzung.
10 Personen fanden das hilfreich
Tita Fürst - KorenAm 17. November 2019 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Das ist keine Fiktion, so sieht die Wahrheit aus....
Verifizierter Kauf
PROLOG:
Jonas Dassler IST Fritz Honka; der Schauspieler, 1996 geboren (23 Jahre jung bei den Dreharbeiten) hat im Film Großes geleistet. Er, in Wirklichkeit noch so jung, schafft es, dass wir IHN, Jonas, vergessen und nur noch Fritz - Fiete - Honka sehen, hören und sogar riechen.
Fatih Akin hat 2019 den Film gedreht, nach "Aus dem Nichts" (hochgelobt) - 2017, wagte er sich an eine Geschichte, die NUR mit Horrorelementen gemacht werden kann. Aber der Horror ist real, die Geschehnisse im Film beruhen auf einer wahren Story.

ZU DEM FILM:
eigentlich kann ich (subjektiv) den Film sehr schwer bewerten. Er ist sowohl ein 5 Sterne Film, aber er trägt viele Merkmale eines Streifens, der auf der Ef­fekt­ha­sche­rei basiert. Und diese Zweisamkeit (DVOJINA in Slowenisch) stört mich manchmal/öfter.

Das Buch von Heinz Strunk über Fritz Honka (aus dem Jahr 2016) konnte ich nur zum Teil lesen (manchmal geht es nicht - zu schlimm). Waren meine Vorstellungen über die Taten sogar noch schlimmer als der Film sie zeigt? Oder, soll ich warten und mir das Buch noch einmal anzutun? Die Geschichte beinhaltet nämlich noch einige Menschen, die hier nur am Rande zu sehen sind. Die Schülerin Petra (Greta Sophie Schmidt) und ihr "Freund" Willi (Tristan Göbel) sind im Buch stärker vertretten, besonders Willi's Familie, was der Geschichte eine Sicht "von außerhalb" ermöglicht.

Wer ist/war Fritz Honka? Ein hässlicher Mann, so bezeichnete ihn eine ältere Prostituierte, als er ihr in der Kneipe "Der goldene Handschuh" ein Korn bezahlen wollte.
Ein Mann, den man gerne sehen und mit ihm intim werden wollte, ist Fritz bei weitem nicht. Nach einem Unfall ist sein Gesicht zum Teil entstellt, die Nase gebrochen, er schielt stark. Er geht wie ein alter Mann, mit einem Buckel, er sieht meistens wie ein Penner aus.
Aber, in Inneren ist Fritz ein Mann, der von der Liebe träumt und seinen Saufkumpanen schon mal von einer Frau erzählt, die er irgendwann in die Kneipe mitbringen will. Nur, ist seine Auffassung von der Liebe etwas eigen.
Zur Zeit nimmt er ältere, vom Leben gezeichnete Frauen mit in seine Mansarde. Eine Wohnung ist das nicht. Es stinkt dort, das sagen alle Frauen und sein Bruder, Siggi (Marc Hosemann), auch.
Das käme von den Griechen, die ihm unten wohnen, antwortet Fritz und ärgert sich. Die kochen schrecklich, Knoblauchgeruch und Fleischgerichte sind das, deswegen diese "Düfte" in seiner Wohnung.
Dass auf den schiefen Wänden unzählige Bilder von Frauen in allen "Formen" zu sehen sind, dass er viele Puppen hat, das stört niemanden. Fritz ist komisch, er ist harmlos, nur wenn er trinkt, kann er ausrasten.
Das weiß man...man lässt ihn dann in Ruhe.
Die Kneipenbrüder haben alle einen Doppelnamen wie Dornkaat-Max (Hark Bohm), oder aus Arne wird Anus, der nicht weiß, was dieser Kosename bedeutet.
Der Wirt Herbert Nürnberg (Uwe Rohde) kennt seine Klientel, dass eine oder andere Frau nicht mehr kommt, wundert es keinen.
Es sind halt gescheiterte Existenzen, die auf einer Reise ins Niemandsland bei ihm hängengeblieben sind. Dass Eine oder Andere mit Fritz nach Hause geht und dann nicht mehr gesehen wird. Und?

Fritz, ein Mann, ein Kind, ein Monster...., ein Trinker, der Alkohol macht ihn STARK, macht ihn aber auch aggressiv. Dann will er sofort die Frau haben, wie die Putzkraft, Helga Denningsen (Katja Studt), die sich retten kann. Ihr Ehemann ist gerade mal Schnaps einkaufen gegangen.
Die anderen können sich nicht wehren und bleiben in der Mansarde.
"Es geht nicht anders", denkt sich Fritz, man kann keine Leichen aus dem Haus wegschaffen. Bei der einen gelingt es noch, aber auch nur teilweise (wie wahr dieses Wort ist!!). Sonst bleiben sie bei ihm in ewiger Erinnerung an die Nächte (und Tage), in denen er besoffen, besinnungslos, ohne Hemmungen den STARKEN Mann gespielt hat.

Von 1970/71-1975 lebte Fritz in der Wohnung mit "seinen Frauen". Es wurde eng und stank bestialisch. Bis zu einem Abend, er sah n der Kneipe gerade Petra, als zuhause seine Nachbarn schreckliche Entdeckung machten. Ein Zufall wurde ihm zum Verhängnis.

DIE MOTIVE:
da ist der Film am schwächsten. Man verlangt nicht, dass wir eine psychologische Autopsie sehen und hören, doch Fatih Akin geht sofort "in medias res". Man sieht die Taten ziemlich genau, wird werden zum Mittäter, ob wir es wollen oder nicht. Die Frauen haben zwar einen Namen (meistens ohne Nachnamen), doch sie haben keinen Fürsprecher, sie sind - leider sogar gewöhnt, dass man sie schlägt??? Wie ist das möglich? Was mussten sie in ihrem Leben alles durchmachen um dann in der Mansarde zu enden? Oder, waren sie schon vorher psychisch zerbrochen, fast tot????
Schlimm, sehr schlimm, weil das alles vor den Augen der Gäste in der Kneipe geschieht und weil Honka auch anderswo gewalttätig ist. Keiner oder fast keine/r zeigt ihn an. WARUM NICHT?

Akin hat den Film aus der Sich der 70-Jahre gemacht. Die Nachwirkungen vom Krieg waren noch zu spüren und das wird mehrmals betont. Eine Entschuldigung ist das NICHT.
Fritz Honka, der selbst geschlagen wurde, der von niemanden geliebt wurde, respektiert schon gar nicht, schlägt die schwächeren, die Frauen, die sich ergeben haben.
Als würden sie auf das Ende warten, so sitzen sie bei ihm am Tisch. Man würde am liebsten laut rufen: "Rennen Sie weg, bleiben Sie nicht bei ihm...", und, sie würden es nicht tun (eine hat es getan...).
Sie sind verd**** dazu bei ihm zu bleiben. Bis zum Ende!

Der Film ist nah dran die Taten zu minimalisieren, nur durch die Entdeckung gelingt es ihm den Täter als solchen zu zeigen. Er ist DER TÄTER, es gibt keine Entschuldigung, die Frauen haben keinen Anwalt, sie sind verschwunden. Ja, er hatte eine schwere Kindheit, er war ein Mensch, den man nicht wollte, der nicht geliebt wurde. DOCH, was tat er? Seine Rache an Frauen kann man nicht rechtfertigen.

IN DER ZUKUNFT?
Es gibt sie, die Honka's, immer noch. Die Bestie Mensch lernt nur ungern. Und schlagen ist manchmal leichter als umarmen. Und zu lieben fällt es schwer, wenn der Hass so stark ist.
Was kann man tun? Immer aufs NEUE über die Taten sprechen, sie erst erkennen und NICHT still sein. NIE!

In dem Sinne hat der Film etwas gebracht, uns sensibilisiert...und so soll es beginnen.

Lieben Dank an unseren Roderich, er hat mir gezeigt, dass man zu schnell einen Namen verwechselt. Natürlich hat er Recht, Katja Studt spielt die "Putzkraft" und das perfekt!
Noch ein Motiv mehr, den Film zu sehen. Leichter wird er nicht!
17 Personen fanden das hilfreich
Karsten LemkeAm 25. Oktober 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Hamburg meine Perle gut recherchiert und gnadenlos brutal in Szene gesetzt.
Verifizierter Kauf
Als gebürtiger Hamburger kenne ich den Kiez und seine Orte mit viel Tradition und ich kann jedem Zuschauer bestätigen, dass der Kiez und auch der goldene Handschuh noch heute so sind, wie im Film von Regisseur Fatih Akin beschrieben und gezeigt. Wer einmal die Chance hat, nach Hamburg zu reisen, der sollte einmal die Orte wie den Goldenen Handschuh oder den Silbersack besuchen und er wird feststellen, dass er sogar noch heute diese Charaktere antrifft, wie im Film skizziert. Beim goldenen Handschuh handelt es sich um eine Hamburger Kneipe direkt auf dem Kiez in welcher sich die ganz hartgesottenen Reeperbahngänger morgens wiederfinden und am Tresen sitzen noch heute Figuren, die wohl dort seit 40 Jahren sich nicht vom Tresen entfernt haben. Auch die Person Fritz Honka war dort ein ewiger Gast und noch heute hat die Kneipe den Spitznamen Honka-Stuben.

Regisseur Fatih Akin bedient sich im Film der filmischen Methode eines Regisseurs Lars von Triers und seinen Regiekollegen. Alle diese Regisseure haben eine besondere Kunstform des Films entwickelt. In dieser Kunstform geht es um die reale und natürliche Durchführung des Films. Es gibt keine Hintergrundmusik und nur die natürlichen Geräusche des Alltages sind die Hintergrundmusik. Auf eine künstliche Ausleuchtung wird vollständig verzichtet, denn das natürliche Licht des Tages oder das Licht des Kiez ist die einzige Lichtquelle. Es gibt auch keine Szenen, die im Studio erstellt werden und man konzentriert sich nur auf Original-Schauplätze, um das Reale im Film wirken zu lassen. Genau das tut auch Fatih Akin in diesem Film. Ich kann bestätigen, dass jede Szene in Hamburg gedreht wurde und keine Studioaufnahmen dort enthalten sind, denn alle Orte im Film kenne ich persönlich und kann sagen, sie sehen so wirklich aus. Beispielsweise die Szenen, in welchem Fritz Honka als Nachtwächter tätig ist, sind die Büroinnenräume der ehemaligen Hamburg Mannheimer am Überseering. Auch alle Aussenaufnahmen sind direkt auf St. Pauli gemacht worden und die die Innenaufnahmen sind direkt im goldenen Handschuh vorgenommen.

Basierend auf diesem filmischen Realismus erzählt nun Fatih Akin die Geschichte um die Person Fritz Honka. Fast jeder Hamburger kennt die Geschichte um ihn und seine Taten. Die Besetzung von Schauspieler Jonas Dassler als Fritz Honka ist ein Glücksgriff und seine Leistung ist zum Niederknien. Die grausamen Handlungen und Morde von Fritz Honka werden so real und perfekt gespielt, als wäre Jonas Dassler selbst Fritz Honka. Auf der anderen Seite wird diese Person nicht einfach nur als Hollywood-Bestie gezeigt, sondern Fatih Akin nimmt sich sehr viel Zeit, den Charakter von Fritz Honka darzustellen. Fast in jeder Szene bekommt der Zuschauer das Gefühl, so war er wirklich und genau so hat sich alles abgespielt. Das zeigt, wie gut und mit Liebe zum Detail Fatih Akin und sein Team recherchiert haben und hier nichts dem Zufall überlassen haben. Hier wurde auch nichts hinzuerfunden oder dramaturgisch in Szene gesetzt, denn sein Leben und seine Taten sind so krank und grausam genug, dass man nichts mehr hinzuerfinden musste. Das ist das wahre Gesicht und die wahre Geschichte eines Mörders.

Diese Form des Films führt auch dazu, dass der gesamte Film eine echt harte Kost ist und ich schon jetzt sagen kann, dass der Zuschauer nach dem Film keine grosse Lust mehr auf Essen oder Spass haben wird. Hier wird nicht verschönt und die Bilder brennen sich in den Kopf und das Kopfkino tut den Rest. Dieser Film geht komplett an die Nieren und ist für schwache Psychen absolut nicht geeignet. Das ist der reale Horror der Wirklichkeit und damit auch zu Recht ein FSK 18 Film. Die Brutalität und die Grausamkeit sind wie ein filmischer Tsunami und es gehört schon reichlich Durchhaltevermögen, den Film zu ertragen. Für mich ist dieser Film in seinem Realismus einer der grausamsten Filme, die ich kenne.

Nun auch zu den anderen Schauspielern und Charakteren und auch da ist der Film ein Hamburger Meisterwerk des Milieus. Jede Figur im Film ist ein Naturstein Hamburgs und es wird hier eine echte Geschichte Hamburgs erzählt. Das ist wirkliches und echtes Hamburg wie es im Buche steht und nicht im Tourismusführer. Es gibt wirklich diese Form des Doppelnamens auf dem Kiez, wie beispielsweise ein Name wie Albaner Toni oder Neger Kalle. Dieser erste Name ist immer die Bezeichnung Deiner Besonderheit und genau das wird in einer Szene im Film auch erklärt. Fast alle Dialoge im Film kann jeder selbst im realen Leben auf dem Kiez hören, wenn er will. Das ist also kein Film mehr, sondern das wahre Leben.

Wer sich nun traut, diesen Film zu sehen, der sollte sich ganz warm anziehen, denn das ist ganz harte und teilweise unappetitlich harte Kost. Die betrunkenen Frauen sind zum Fürchten und man riecht sogar während des Films den Körpergeruch eines Menschen, der sich seit Jahren nicht mehr gewaschen hat. Für manchen Zuschauer sind wahrscheinlich diese Szenen sogar mehr Horror, als die Taten selbst, denn hier kommt es ganz heftig. Somit ist es auch eine Milieu-Studie der ganz harten Form und der Zuschauer bekommt hier die volle visuelle Breitseite.

Fazit:
Dieser Film ist nichts für zarte Gemüter und Unterhaltungsfanatiker, denn dieser Film schlägt alles, was man bereits gesehen hat. Jede Szene ist brutal und grausam in seiner realen Form. Jede Szene und jedes Bild sitzt ganz tief in der Magengrube und man kann sich nicht so schnell hiervon erholen. Dieser Film wirkt im Kopf noch nach Tagen. Trotz der realen Grausamkeit und der schmutzigen realen Welt kann ich jedem diesen Film empfehlen, der gerade Filme von Lars von Trier mag, denn selbst dieser Regisseur ist gegen diesen Film sogar ein Waisenknabe. Für mich der beste Deutsche Film seit Jahrzehnten und ein echtes Meisterwerk meiner Stadt, die ich liebe. Hamburg meine Perle wünscht Euch nun viel Spass.
90 Personen fanden das hilfreich
SydneyhoneyAm 20. September 2022 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Verstörend, macht nachdenklich
Verifizierter Kauf
Schreckliche Geschichte, aber leider wahr.
Mich hat der Film irgendwie total deprimiert. Diese ganzen Menschen, die sich da jeden Tag volllaufen lassen..... diese zerstörten Existenzen. Wirklich schlimm. Und dann dazwischen Fritz Honka......
Ich finde den Film sehr gut gemacht! Für mich wirkt alles total authentisch. Musste hinterher erst einmal eine Komödie gucken..... zum "wiederaufbauen" ;-)
Wer den realistischen "Horror" mag dem wird der Film gefallen!
SchnuffiAm 22. Juli 2022 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Kaum zu glauben
Verifizierter Kauf
Bei dem Titel dachte ich zunächst an ein Filmdrama aber was hier gezeigt wird sind abartige Gewaltexzesse. Gut das ich durch andere Filme und Spiele einiges gewohnt bin, denn für zarte Seelen ist dieser Film nichts. So sehr man eigentlich Mitleid mit diesem verkrachten Saufkopf haben will, glaube ich dieser Mann wusste sehr wohl was er tat und nichts rechtfertigt diese Taten. Ich wusste bisher nicht, wer dieser Mann war. Genausowenig habe ich Kenntnis von der Suffszene in St. Pauli (ausser vom Hören Sagen) und eigentlich will ich diese auch gar nicht kennen lernen. Mich widert dieser Honka einfach nur an, möge Gott seiner Seele gnädig sein. Was genauso unfassbar ist wie die Taten dieses Mannes, ist die Tatsache das er jahrelang Leichenteile in seiner Wohnung lagern konnte und niemandem ist es ernsthaft aufgefallen. Da ich Leichengeruch kenne hätte das den Nachbarn oder seinen Besuchern auffallen müssen. Traurig.
Eine Person fand das hilfreich
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