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Kundenrezension

Überprüft in Deutschland 🇩🇪 am 17. Juni 2020
Da das nach einer Idee von Sebastian Fitzek entstandene Audible-Hörspiel "Auris" mit einem eher offenen Schluss endete und viele Fragen unbeantwortet blieben, kommt die Fortsetzung "Die Frequenz des Todes" folglich wenig überraschend. Auch an den Protagonisten hat sich nichts geändert, hier stehen in erster Linie wieder die Journalistin und True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und der forensische Phonetiker Matthias Hegel im Mittelpunkt.

Während Jula mit Hegel nach den vorangegangenen Ereignissen eigentlich nichts mehr zu tun haben will und immer noch den Verbleib ihres tot geglaubten Bruders recherchiert, kommt Hegel dennoch mit einem neuen Auftrag an die junge Frau heran: Jula soll gemeinsam mit Hegel einem rätselhaften Hilferuf nachgehen, der sich allem Anschein nach um ein vermisstes Baby dreht - allerdings sind die Umständes des Notrufs etwas zweifelhaft, da von der Anruferin jede Spur fehlt und niemand in ihrem Umfeld überhaupt von einem Kind wusste...

Während der erste "Auris"-Teil für Fitzek-Verhältnisse noch eine recht plausible Geschichte hatte wirkt das zweite Hörspiel fast von Beginn an etwas erzwungen. Die erneute Zusammenarbeit von Jula und Hegel kommt auf eher weit hergeholte Art zustande und man weiß nie so richtig, warum ausgerechnet diese beiden in diesem Fall ermitteln. Natürlich wird um die Person Matthias Hegel wieder ein großes Geheimnis gemacht und folglich bleibt auch sein Motiv sehr lange im Unklaren, dadurch wirkt die Story aber über weite Strecken etwas befremdlich und unlogisch.

Was im Vergleich zum Vorgänger etwas besser herauskommt ist die besondere Fähigkeit des forensischen Phonetikers, nämlich die Geräusch- und Stimmenanalyse. Da Hegel nun mehr technische Hilfsmittel zur Verfügung hat als bei seinem Gefängnisaufenthalt im ersten Teil, werden noch mehr Feinheiten der Thematik erklärt, was durchaus interessant ist.

Eine wichtige Änderung zu "Auris" gibt es bei der Besetzung der Sprecher: Da Jula-Sprecherin Svenja Jung in vielen Rezensionen und Meinungen alles andere als gut wegkam und sich viele Hörer*innen über ihre laute und schrille Interpretation der Figur beschwert hatten, hat man bei Audible offenbar reagiert und die Rolle neu mit Schauspielerin und Synchronsprecherin Luisa Wietzorek besetzt. Diese klingt stimmlich überraschend ähnlich, performt im Vergleich zu ihrer Vorgängerin aber etwas sanfter und fügt sich dadurch recht gut in das Hörspiel ein, ohne dass die Rolle plötzlich völlig fremd klingt. Oliver Masucci ist als Matthias Hegel wieder eine solide Wahl und durchaus charismatisch, allerdings stört bei ihm nach wie vor ein leichtes Lispeln, was für einen professionellen Sprecher einfach etwas seltsam erscheint - vor allem, wenn man die besonderen Fähigkeiten seiner Figur bedenkt. Wirklich nervig ist allerdings nur der Sprecher bzw. die Rolle von Julas Bruder, der mit seinem übertrieben asozialen Ghetto-Slang einfach nur peinlich klingt und man dem Sprecher die Figur überhaupt nicht abnimmt.

Insgesamt ist "Auris 2" passabel, allerdings fällt die Story im Vergleich zum ersten Teil doch merklich ab und kann nur selten wirklich fesseln. Besonders ärgerlich ist zudem, dass "Die Frequenz des Todes" die offenen Fragen aus Band 1 immer noch nicht beantwortet und diese weiter als recht billiges Mittel zum Spannungsaufbau nutzt, um die Hörer noch weiter auf die Folter zu spannen. Hier müssen Herr Fitzek und Kolleg*innen aufpassen, dass die Hörer nicht langsam das Interesse an den Antworten verlieren, wenn sie auf diese plumpe Weise weiter hingehalten werden. Für den nächsten Teil ist also auf jeden Fall wieder eine deutliche Steigerung notwendig.
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